Balinger Turnerinnen überzeugen
: TSG-Riege mit geschlossener Mannschaftsleistung

Nach dem überraschenden Auftaktsieg vor heimischer Kulisse reiste die erste Mannschaft der TSG Balingen Turnen als Tabellenführer zum zweiten Wettkampftag der Regionalliga Süd nach Waging am See.
Von
red/fc
Balingen
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DTL Regionalliga Sued 2 WK Waging am SeeBergader Sportarena, Mühlberger Weg 583329 Waging am See

In Waging am See präsentierten sich die Turnerinnen der ersten Mannschaft der TSG Balingen.

G. Hrivatakis
  • TSG Balingen I wird in Waging am See Vierte und bleibt in der Tabelle auf Rang vier.
  • Starke Sprungleistung mit 47,25 Punkten, Debüt von Kristina Tortora mit 11,85 Punkten.
  • Am Stufenbarren kosteten Wackler Punkte, Balken ohne Sturz, dennoch nur 40,50 Punkte.
  • Am Boden sprang Janine Kern kurzfristig ein und holte 10,35 Punkte – Netzer mit Doppelsalto.
  • TSG Balingen II steigt nach Relegation in die Landesliga ab, junge Turnerinnen überzeugen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

In einem äußerst ausgeglichenen Teilnehmerfeld zeigte das Team erneut eine starke Leistung und belegte am Ende einen zufriedenstellenden 4.  Platz. In der Tabelle rangieren die Balingerinnen ebenfalls auf Platz vier, der Rückstand auf Rang drei beträgt jedoch lediglich 0,05 Punkte.

Da die TSG als Tabellenführer in den Wettkampf startete, durfte sie in olympischer Reihenfolge turnen. Los ging es am Sprung, wo die Mannschaft mit vier Tsukaharas und einem Halb Halb Sprung überzeugte. Florine Wörz (11,65), Anna Maria Netzer (11,85) und Sonja Lubitz (11,90) standen ihre Sprünge sicher in den Stand. Besonders erfreulich verlief das Regionalliga Debüt von Kristina Tortora. Sie zeigte ebenfalls einen sauberen Tsukahara und wurde mit starken 11,85 Punkten belohnt. Mit insgesamt 47,25 Punkten erzielte die TSG das drittbeste Sprungergebnis des Tages.

Unsicherheiten am Stufenbarren

Am Stufenbarren schlichen sich anschließend einige Unsicherheiten ein. Kleinere Wackler kosteten wertvolle Zehntel, dennoch präsentierten Janine Kern (7,60), Cosima Lork (7,35) und Lubitz (8,35) ihre Übungen souverän. Netzer zeigte erstmals ein neues Programm mit erhöhtem Schwierigkeitsgrad und erhielt dafür starke 8,80 Punkte. Mit 32,10 Punkten blieb die Mannschaft zwar etwas unter den eigenen Erwartungen, das Trainerteam um Oliver Merz, Denise Meboldt, Katja Bisinger und Jessica Bader zeigte sich mit den Übungen jedoch zufrieden.

Am Schwebebalken bewiesen die Balingerinnen einmal mehr ihre Stärke. Gleich vier Turnerinnen kamen ohne Sturz und ohne größere Wackler durch ihre Übungen. Lilly Wolf eröffnete mit 9,50 Punkten, Lork steuerte 9,70 Punkte bei. Netzer überzeugte mit 10,25 Punkten, ehe Antonia Maurer mit 10,60 Punkten den Tagesbestwert der TSG am Balken erzielte. Mit insgesamt 40,50 Punkten fiel das Ergebnis allerdings niedriger aus als erwartet. „Am Balken sind wir punktemäßig etwas schlecht weggekommen. Wir haben keinen Sturz in der Wertung und alle Turnerinnen haben ihre Elemente sicher präsentiert. 40,50 Punkte sind daher verhältnismäßig wenig, wenn man das Ergebnis mit dem ersten Wettkampftag vergleicht“, erklärte das Trainerteam. Zum Saisonauftakt hatte die Mannschaft für vergleichbare Übungen noch über 43 Punkte erhalten.

Das Abschlussgerät

Vor dem letzten Gerät musste das Trainerteam kurzfristig umplanen. Lork konnte aufgrund anhaltender Rückenbeschwerden ihre Bodenübung nicht zeigen. Dadurch rückte Janine Kern in die Bodenmannschaft nach, obwohl sie ursprünglich nur für Sprung und Stufenbarren vorgesehen war. Die 32-Jährige bewies ihre Klasse eindrucksvoll und sammelte mit einer starken Übung wichtige 10,35 Punkte.

„Janines Einsatz ist einfach bemerkenswert. Nach dem Ausfall von Katharina Bisinger und der anhaltenden Verletzung von Luisa Schneider hat sie keine Sekunde gezögert und für die Mannschaft das Training wieder aufgenommen. Durch ihre langjährige Erfahrung und ihr außergewöhnliches Talent konnte sie dem Team heute maßgeblich weiterhelfen“, lobte das Trainerteam.

Ein starkes Team

Auch die übrigen Bodenturnerinnen überzeugten. Netzer präsentierte erstmals in der Liga ihren Doppelsalto sicher in den Stand und wurde mit 10,75 Punkten belohnt. Wörz steuerte 10,40 Punkte bei und Maurer, die erst seit kurzer Zeit wieder am Boden trainiert, erzielte mit 10,80 Punkten den Höchstwert der TSG.

Am Ende wurde die TSG Balingen auf Rang vier aufgerufen. Ein Ergebnis, mit dem die Mannschaft nach einem insgesamt souveränen Wettkampf zufrieden sein konnte. Besonders spannend gestaltet sich nun der Blick auf die Tabelle. Die Mannschaften auf den Plätzen eins bis vier liegen mit jeweils 22 Tabellenpunkten gleichauf. Eine derart ausgeglichene Tabellensituation hat es in der Deutschen Turnliga bislang noch nicht gegeben.

„Wir haben heute insgesamt souverän geturnt und vor allem eine geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt. Der enge Tabellenstand zeigt, dass im Herbst noch alles offen ist. Der Klassenerhalt ist nun in greifbarer Nähe, was das Hauptziel der Saison ist“, zog das Trainerteam ein positives Fazit.

Turnen TSG Balingen II

Die Turnerinnen der TSG Balingen II nehmen einen neuen Anlauf in der Landesliga.

Verein

TSG Balingen II startet künftig in der Landesliga

Für die zweite Mannschaft der TSG Balingen Turnen hat es in der Relegation nicht zum Klassenerhalt gereicht. Mit Platz vier mussten die Balinger Turnerinnen den Gang in die Landesliga antreten. Trotz der Enttäuschung überwog nach dem Wettkampf der Stolz auf die gezeigte Leistung und die positive Entwicklung der jungen Mannschaft.

„Mit unserem neu zusammengesetzten Team sind wir in der Landesliga gut aufgehoben. Die Mädels haben in den letzten Monaten große Fortschritte gemacht und daran knüpfen wir nun an“, blickt das Trainerteam um Oliver Merz, Denise Meboldt, Katja Bisinger und Jessica Bader bereits optimistisch auf die kommende Saison.

Kämpferisch bis zum Schluss

Mit Leann Dederer, Joleen Türk, Daniela Ziegler, Laura Schatz, Kristina Tortora, Amalia Polichetti, Clara Mehrer und Marlene Pfaff ging die TSG in die Relegation. Bereits vor Wettkampfbeginn musste das Team drei verletzungsbedingte Ausfälle verkraften und startete damit alles andere als unter optimalen Voraussetzungen. Dennoch präsentierten sich die Turnerinnen kämpferisch und zeigten bis zum letzten Gerät ansprechende Übungen.

Besonders überzeugen konnte Laura Schatz. Die erfahrene Turnerin erwischte einen starken Wettkampf und belegte als achtbeste Vierkämpferin einen Platz in den Top Ten. Direkt dahinter folgte Kristina Tortora auf Rang neun. Mit ihren sicheren Übungen unterstrich sie einmal mehr ihr Potenzial und durfte bereits einen Tag später für die erste Mannschaft in der Regionalliga an die Geräte gehen. Daniela Ziegler brachte ihre Routine am Sprung und Stufenbarren ein und sammelte dort wichtige Punkte für die Mannschaft.

Ein Wegweiser für die Zukunft

Vor allem die jungen Turnerinnen zeigten, dass die Zukunft der TSG vielversprechend ist. Gleich fünf der acht eingesetzten Athletinnen absolvierten in dieser Saison ihre ersten Wettkämpfe im Kürbereich. Besonders Marlene Pfaff wusste zu überzeugen. Sie bestritt in der Relegation erstmals einen Vierkampf und präsentierte am Boden erfolgreich ihre neue Schraube, ein wichtiges Element im Kürturnen.

Auch Leann Dederer durfte sich über einen gelungenen Wettkampf freuen. Gemeinsam mit Laura Schatz war sie am Schwebebalken die einzige Balingerin, die ihre Übung ohne Sturz beendete. Die jüngste Turnerin im Team, Amalia Polichetti, feierte ihre Premiere am Schwebebalken und Boden und meisterte ihre Aufgaben souverän. Für Joleen Türk und Clara Mehrer, die kurzfristig für die verletzte Julia Kapitza einsprangen, war es zudem der erste Einsatz im Kürbereich am Boden beziehungsweise am Sprung.

Geduld ist gefragt

„Der Sprung vom LK Bereich in den Kürbereich ist sehr groß und braucht Zeit. Wir sind zuversichtlich, dass wir hier in den nächsten Monaten weitere Fortschritte machen können und freuen uns auf das Training“, zieht das Trainerteam ein positives Fazit.

Auch wenn der Klassenerhalt verpasst wurde, hat die junge Mannschaft in dieser Saison eine erfreuliche Entwicklung genommen. Mit vielen talentierten Nachwuchsturnerinnen und einer geschlossenen Mannschaftsleistung will die TSG in der kommenden Saison in der Landesliga den nächsten Entwicklungsschritt machen.