Bahnrad-WM in Shanghai
: Alessa-Catriona Pröpster hat schon das nächste Ziel im Blick

Die Bahnrad-WM in Shanghai endet für die Jungingerin früher als erhofft. Doch Alessa-Catriona Pröpster blickt nach vorne und will die gewonnenen Erfahrungen für die nächsten Aufgaben nutzen.
Von
Giovanni De Nitto
Shanghai/Jungingen
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Das WM-Aus in Shanghai schmerzt, doch Alessa-Catriona Pröpster richtet den Blick bereits auf die Zukunft.

Imago/Sirotti
  • Pröpster scheidet bei der Bahnrad-WM in Shanghai im Keirin früh aus – knapp im Hoffnungslauf.
  • Sie nennt eigene taktische Fehler und betont: Form und Beine stimmten nach Bestzeit im Training.
  • Blick nach vorn: Fokus auf die Europameisterschaft im Februar, zuvor freie Tage und Training.
  • Geplant sind ein Trainingslager auf Mallorca im November und ein Wettkampf in Grenchen im Dezember.
  • Deutsches Team bilanziert neun Medaillen in Shanghai: zweimal Gold, zweimal Silber, fünfmal Bronze.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Die Bahnrad-Weltmeisterschaft in Shanghai ist für die Jungingerin Alessa-Catriona Pröpster ohne den erhofften Erfolg im Keirin zu Ende gegangen. Nach dem Aus im ersten Durchgang verpasste die 25-Jährige auch über den Hoffnungslauf den Einzug in die nächste Runde denkbar knapp. Trotz der Enttäuschung nimmt sie positive Erkenntnisse aus China mit und richtet den Blick bereits auf die Europameisterschaft im Februar.

Taktische Fehler kosten die Chance auf das Weiterkommen

Im Keirin hatte sich Pröpster nach einer guten Vorbereitung einiges vorgenommen. Im Training war sie kurz vor der WM noch eine persönliche Bestzeit gefahren. „Die Form war da. Die Beine waren da“, bilanziert die Jungingerin.

Bereits im Vorlauf wurde es eng. Pröpster geriet in einen Zweikampf mit einer Japanerin und fand nicht wie erhofft den Weg durch das Feld. „Ich dachte, ich komme unten durch, was ich aber nicht bin“, erklärt sie selbstkritisch. Im anschließenden Hoffnungslauf wartete dann starke Konkurrenz: die Sprintweltmeisterin des Vorjahres und die Olympiasiegerin im Sprint und Keirin. Nur zwei Fahrerinnen kamen weiter. Pröpster fehlten am Ende lediglich zwei Hundertstelsekunden. „Es ist ärgerlich und schade, dass man nicht weiß, bis wohin es gegangen wäre“, sagt die 25-Jährige. Sie sieht die verpasste Chance durchaus kritisch, will das WM-Aus aber nicht überbewerten.

Neun Medaillen für das deutsche Team

Während Pröpster im Keirin ohne Platzierung im Vorderfeld blieb, zog German Cycling eine positive Bilanz. Das deutsche Team gewann bei den Weltmeisterschaften (14. bis 18. Oktober) in Shanghai insgesamt neun Medaillen: zweimal Gold, zweimal Silber und fünfmal Bronze. Im Vorjahr war die Ausbeute deutlich geringer ausgefallen.  „Letztes Jahr hatten wir ja gar keine Medaille. Dieses Jahr waren die anderen schon sehr, sehr erfolgreich“, sagt Pröpster. Das Abschneiden ihrer Teamkolleginnen und -kollegen wertet sie deshalb als positives Signal, auch wenn sie sich persönlich mehr erhofft hatte.

Jetzt richtet sich der Blick auf die EM

Aus Shanghai nimmt Pröpster vor allem die Erkenntnis mit, dass ihre Form stimmt. Auch im direkten Duell habe sie dagegengehalten und sich nicht zurückgezogen, wenn es körperlich zur Sache ging. „Ich denke, man muss die positiven Seiten rausnehmen“, sagt sie. Zugleich weiß die Bahnradfahrerin, dass sie aus den taktischen Fehlern lernen muss. Zunächst stehen für die Jungingerin freie Tage an, die sie in Magdeburg verbringt. Anschließend beginnt bereits die Vorbereitung auf die Europameisterschaft im Februar.

Im November ist ein Trainingslager auf Mallorca geplant, ehe es im Dezember noch ein Wettkampf in Grenchen (Schweiz) ansteht. Die Grundlagen für den nächsten Saisonhöhepunkt werden damit früh gelegt. Trotz des enttäuschenden WM-Aus blickt Pröpster optimistisch nach vorne und richtet den Fokus bereits auf die kommenden Herausforderungen.