Auftakt der Winterlingen Winners
: Michael Jung vor Stippvisite

In Winterlingen steht ab diesem Mittwoch sechs Tage lang hochklassige Turnierreiterei im Springparcours auf dem Programm. Zum Auftakt gibt es ein Late Entry mit 307 gemeldeten Springpferden
Von
Frank Campos
Winterlingen
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Michael Jung

Michael Jung hat, da der Wiesbaden Klassiker ausfällt, erstmals die S-Höhepunkte der Winterlingen Winners fest im Blick.

Häusler
  • In Winterlingen starten ab diesem Mittwoch die Winterlingen Winners mit Springprüfungen.
  • Late Entry zum Auftakt: 307 gemeldete Pferde, insgesamt 917 bis Pfingstmontag.
  • Veranstalter Andy Witzemann sieht regionale Spitze, Junioren und Einsteiger im Fokus.
  • Höhepunkte in der Zweisterne-S-Klasse mit 1,45 m, Parcourschef ist Phil Schmauder.
  • Michael Jung startet wegen Wiesbaden-Ausfall erstmals bei den Tageshöhepunkten.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Als Veranstalter brauchte sich Andy Witzemann in den vergangenen Wochen keinerlei Sorgen machen, dass die Starterfelder vielleicht doch zu klein ausfallen würden. Im Gegenteil. Die bevorstehenden Winterlingen Winners werden hierzulande wieder einmal zu den beliebtesten Turniertagen dieser noch jungen Saison zählen. Das versprach eigentlich ein bis Meldeschluss regelrechter Ansturm mit Nennungen.

Dennoch holte sich Witzemann kürzlich bei Meldestellenchef Markus Kuhnle die Bestätigung höchstpersönlich ab. Kuhnle, einer der erfahrensten Experten, wenn es um die Verarbeitung jeglicher Reitsportdaten bei Turnieren geht und diesbezüglich immer mal wieder auch auf internationalem Parkett im Ausland unterwegs, benötigte für die Antwort nur wenige Klicks.

Mittwoch geht's los

„Für unser Late Entry an diesem Mittwoch“, verriet Andy Witzemann anschließend hocherfreut, „haben wir 307 Pferde auf der Liste stehen, von Donnerstag bis Pfingstmontag bei den Winterlingen Winners sind es 917 gemeldete Pferde.“ Monatelange Vorbereitungen scheinen sich demnach gelohnt zu haben. Das Startsignal, das erste Glockenklingeln aus dem Richterturm, wenn das erste Paar am heutigen Mittwoch um 8 Uhr in den Parcours geritten kommt, kann ertönen. „Wir haben ja auch unsere ganze Energie“, betonte Turnierchef Andy Witzemann, „in die Vorbereitung für die jetzt beginnenden Winterlingen Winners gesteckt und hoffen nun alle auf bestes Gelingen.“ Angeführt werden die Nennlisten von den beiden letztjährigen Zweisterne-S-Siegern. Zum einen von Hans-Dieter Dreher aus dem südbadischen Eimeldingen, der 2024 den Großen Preis und 2025 die ebenfalls in der Zweisterne-S-Klasse ausgetragene „Champions Trophy“ gewann und auch der Vorjahresfinalsieger, Sven Schlüsselburg aus Ilsfeld, geht in Winterlingen als Titelverteidiger des Großen Preises an den Start.

Doch diesmal bekommen es Baden-Württembergs besten Springreiter in den bevorstehenden Tageshöhepunkten erstmals auch mit Vielseitigkeitsolympiasieger Michael Jung zu tun. „Die vergangenen Jahre“, sagte der am Sonntag noch in Marbach im Vielseitigkeitsnationenpreis siegreiche Topstar aus Horb-Altheim, „ging ich immer beim internationalen Pfingstturnier in Wiesbaden an den Start, der Klassiker fällt in Hessen wegen einer Platzerneuerung im Schlossgarten aber aus und jetzt freue ich mich auf die Winterlingen Winners.“

Nachwuchspferde im Mittelpunkt

Los geht’s diesen Mittwoch mit speziellen Nachwuchspferdespringprüfungen und die vielen Youngster aus den Turnierställen dürfen auch an den folgenden Tagen immer mal wieder ran.  Dazu gesellen sich dann Touren für verschiedenste Altersklassen, obendrein eine an Amateure gerichtete Regio-Tour sowie die täglich höher werdenden Höhepunkte – am Ende in der Zweisterne-S-Klasse mit 1,45 Meter hohen und von Parcourschef Phil Schmauder aus Grafenberg mit technischer Raffinesse erbauter Hindernisse – der Winterlingen Winners. „Wir wollen“, verdeutlichte der 46 Jahre alte Andy Witzemann, „mit unserem Turnier sowohl den regionalen Spitzensport als auch unsere Junioren und die Einstiegsklasse ins Springreiten fördern.“ Alles sei bestens angerichtet und das Startsignal auf dem 60 mal 50 Meter großen Turnierplatz, der über ein ausgeklügeltes Sand-Ebbe-Flut-System verfügt, könne ertönen.