72. Eyachpokal in Bittelbronn
: Bezirksligisten sind die Gejagten

Der SV Bittelbronn richtet an diesem Wochenende das 72. Eyachpokal-Turnier aus. Am Freitag machen die Perspektivteams den Anfang, am Samstag steigen die Aktiven ein, am Sonntag fallen die Entscheidungen.
Von
Matthias Zahner
Haigerloch
Jetzt in der App anhören
SG Weildorf/Bittelbronn vs SpVgg,Fussball,Kreisliga A, Relegation, Saison 2025/2026, 13.06.2026: Nico Hellstern (SG Weildorf/Bittelbronn, #09) gegen Torspieler Frans Dorner (SpVgg Leidringen, #01).

SG Weildorf/Bittelbronn vs SpVgg,Fussball,Kreisliga A, Relegation, Saison 2025/2026, 13.06.2026, 

Foto: Eibner-Pressefoto/Davide Di Giovanni

Nico Hellstern und die SG Weildorf/Bittelbronn präsentieren sich beim 72. Eyach-Pokal erstmals seit dem Abstieg in die Kreisliga B.

Eibner/Davide Di Giovanni
  • SV Bittelbronn richtet das 72. Eyachpokal-Turnier aus, Entscheidungen am Sonntag.
  • Sechs Erstteams in zwei Gruppen, gespielt wird zweimal 30 Minuten, Start Samstag 9.30 Uhr.
  • Favoriten sind SGM Gruol/Erlaheim und SGM Trillfingen/Stetten/Haigerloch – Finale offen.
  • Halbfinals am Sonntag um 13 Uhr und 14.15 Uhr, Endspiel um 17.15 Uhr nach Elfmeterschießen um Platz drei.
  • Freitag spielen Perspektivteams, Samstag Alte Herren, Sonntag Jugendturniere und A-Jugend-Finale.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Bei den ersten Mannschaften treten sechs Teams in zwei Gruppen an. In Gruppe A spielen der SV Rangendingen, die SGM Hart/Owingen und die SGM Trillfingen/Stetten/Haigerloch. Gruppe B bilden die SGM Gruol/Erlaheim, Gastgeber SG Weildorf/Bittelbronn und der SV Heiligenzimmern. Gespielt wird zweimal 30 Minuten. Los geht es am Samstag um 9.30 Uhr mit Hart/Owingen gegen Trillfingen. Die Halbfinals steigen am Sonntag um 13 Uhr und 14.15 Uhr; danach folgen das Elfmeterschießen um Platz drei und das Endspiel um 17.15 Uhr.

Die Favoriten sind auch in diesem Jahr schnell ausgemacht. Die SGM Gruol/Erlaheim und die SGM Trillfingen/Stetten/Haigerloch gehen als Bezirksligisten mit den größten Chancen auf den Pott ins Rennen. Die beiden Teams kennen sich nicht nur aus der Liga, sondern auch aus den Finals der Vorjahre.

Trillfingen ist Titelverteidiger

2024 siegten die Freihofkicker vor heimischer Kulisse in einem nicht enden wollenden Elfmeterschießen mit 8:7. 2025 glückte den Trillfingern in Heiligenzimmern die Revanche: Fabian Hellers Kopfball war letztlich entscheidend für den 2:1-Finalerfolg.

„Die Favoriten sind Gruol/Erlaheim und Trillfingen. Ich gehe schwer davon aus, dass die beiden das unter sich ausmachen“, sagt Markus Helber, Trainer des SV Heiligenzimmern. Dennoch will der Tabellenzweite der abgelaufenen Kreisliga-A-2-Saison auch ein Wörtchen mitreden, wenn es in die entscheidende Turnierphase geht. „Wir als Underdog versuchen, einen schönen und erfolgreichen Fußball zu spielen. Bei so einem Turnier kann man auch über sich hinauswachsen“, weiß Helber. Jens Burkhardt, Vorstand beim ausrichtenden SV Bittelbronn, sieht es genauso: „Favorit ist für mich Gruol/Erlaheim, sie haben eine starke Saison gespielt.“

Sumser will den Pokal holen

Gruol/Erlaheims neuer Spielertrainer Marco Sumer macht es kurz und knapp: „Ich für meinen Teil spiele immer, um zu gewinnen. Deshalb treten wir an, um zu gewinnen.“ Rico Wentsch, der nun das Kommando bei der SGM Trillfingen/Stetten/Haigerloch hat, schiebt die Favoritenrolle erst mal weg. „Ich sehe Gruol/Erlaheim nach deren letzter Saison mit Platz fünf in der Bezirksliga als Favorit“, sagt der Spielertrainer, der auch weiß: „Man ist in den letzten Jahren immer gut gefahren, wenn man beim Eyachpokal keinen Gegner unterschätzt hat.“

Für Nico Kästle, Spielertrainer der SGM Hart/Owingen, hat die Integration der Neuzugänge Priorität. Gleichzeitig will er „frechen und temporeichen Fußball“ von seinem Team sehen, das in der vergangenen Saison den Abstieg in die Kreisliga B verkraften musste.

SV Rangendingen wieder mit von der Partie

Zum zweiten Mal nach 2025 ist der SV Rangendingen Teil der Eyachpokal-Familie. Als „zweitrangig“ bezeichnet Trainer Alexander Eßlinger das Abschneiden, sieht das Turnier als Vorbereitung auf die anstehende Runde. Dennoch stellt er klar: „Wir wollen nicht nach dem Motto hinfahren, dass uns sportlich alles egal ist.“ Man kennt das. Vor dem Turnier üben sich viele Teams im Understatement. Sobald der Ball aber rollt und es ums Prestige gegen den Nachbarn geht, ist die Zurückhaltung vergessen. Und darin liegt der Reiz. Denn hinter den zwei „Großen“ wartet ein Feld, das sicherlich auch viel Qualität hat.

Dies trifft auch auf die gastgebende SG Weildorf/Bittelbronn zu. Nach dem Abstieg in die Kreisliga B und einer schwachen Rückrunde würde der Mannschaft ein Erfolgserlebnis guttun. „Aufgrund der starken Gegner in den Gruppenspielen wäre das Erreichen der Halbfinals ein großer Erfolg, was nicht einfach, aber dennoch möglich ist“, sagt Jens Burkhardt vom SV Bittelbronn. „Der Eyachpokal hat schon manche Überraschung gebracht.“ Genau dies macht solch ein Pokalturnier aus. Auf dem Papier läuft alles auf das dritte Finale in Folge zwischen Gruol/Erlaheim und Trillfingen/Stetten/Haigerloch hinaus. Doch der Rest will beiden das Fest verderben. Denn in einem sind sich alle einig: Der Eyachpokal hat nach wie vor einen hohen Stellenwert. Und Überraschungen sind auch in diesem Jahr gut möglich.

Start am Freitag

Eröffnet wird das Eyachpokal-Wochenende am Freitag von den Perspektivteams. In Gruppe A stehen sich Weildorf/Bittelbronn II, Stetten/Haigerloch/Trillfingen II und Heiligenzimmern II gegenüber, dazu kommt in Gruppe B das Duell Hart/Owingen II gegen Gruol/Erlaheim II. Los geht es um 16.30 Uhr, das Endspiel steigt um 20.10 Uhr.

Am Samstag ab 17.30 Uhr sind die Alten Herren am Ball. Der Sonntag beginnt um 9 Uhr mit dem Bambini- und F-Jugendturnier. Um 16 Uhr steht zudem das A-Jugend-Endspiel zwischen der JSG Eyachtal und der SGM Vöhringen/Heiligenzimmern an, ehe um 17.15 Uhr die Aktiven das große Finale austragen.