63. Hohenzollernpokal in Stetten/Hechingen
: FC Grosselfingen holt sich den Pott

Das 63. Hohenzollern-Pokalturnier lockte viele Zuschauer auf den Lindenwasen. Der Titelverteidiger schied FC Hechingen im Halbfinale aus, die Gastgeber vom TSV Stetten im Viertelfinale.
Von
Frank Campos
Hechingen
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HZ-Pokal FC Grosselfingen

Pietro Fiorenza war erstmals im Trikot des FC Hechingen zu sehen. Gewinner des 63. Hohenzollernpokals war aber letztendlich der FC Grosselfingen.

Kara
  • FC Grosselfingen gewann den 63. Hohenzollernpokal auf dem Lindenwasen in Stetten/Hechingen.
  • Titelverteidiger FC Hechingen schied im Halbfinale aus, TSV Stetten bereits im Viertelfinale.
  • Viertelfinals: Grosselfingen 4:0 gegen Rangendingen, Hechingen 2:1 gegen Bisingen, Steinhofen 3:1 gegen Stetten, SGM Ringingen/Killertal nach Elfmetern weiter.
  • Halbfinals: Grosselfingen 1:0 gegen Hechingen, Steinhofen 5:1 gegen SGM Ringingen/Killertal.
  • Finale: Grosselfingen schlug FC 48 Steinhofen 2:0 nach Verlängerung – Lenny Milde und Melvin Islamagic trafen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Ein bisschen hatte man in der Vorrunde des 63. Hohenzollernpokals das WM-Gefühl, dass jeder jeden schlagen könnte. Auf dem Lindenwasen in Stetten bei Hechingen gab es die ein oder andere Überraschung. Nach dem neuen Modus hatte jede Mannschaft zwei Spiele zu bestreiten. Dann wurde abgerechnet. Die besten acht Mannschaften zogen ins Viertelfinale weiter.

Bitter verlief die Vorrunde für den TSV Boll. Der Gastgeber von 2024 siegt zwar mit 3:1 gegen den FV Bisingen, musste sich aber Titelverteidiger FC Hechingen mit 1:4 geschlagen geben. Das im Vergleich zur Konkurrenz schlechtere Torverhältnis bescherte dem TSV Boll Platz neun und damit das Aus. Ebenfalls nach der Vorrunde Schluss war für den TSV Stein und die SGM Wessingen/Grosselfingen II.

Elfmeterschießen entscheidet

Am Sonntagmorgen standen dann die Viertelfinals auf dem Programm. Den Auftakt machte die Partie des FC Grosselfingen gegen den SV Rangendingen. Der Bezirksligist um Spielertrainer Fabio Pflumm setzte sich deutlich mit 4:0 durch.

Weiter ging es mit der mit Spannung erwarteten Partie des FV Bisingen gegen den FC Hechingen. Am Ende setzte sich der Bezirksligist mit 2:1 durch.

Die Gastgeber vom TSV Stetten/Hechingen hatten es im dritten Viertelfinale mit dem FC Steinhofen zu tun. Der FC 48 spielte in der Offensive gefällig und siegte am Ende verdient mit 3:1. Die Gastgeber der 63. Hohenzollernpokals hatten sich jedoch teuer verkauft. Ins Elfmeterschießen ging das letzte Viertelfinale zwischen den Sportfreunden Sickingen und der SGM Ringingen/Killertal. Mit 8:7 hatte die SGM am Ende die Nase vorn.

1. Halbfinale:  FC Grosselfingen – FC Hechingen 1:0

Die Schlussminuten des ersten Halbfinales zwischen dem FC Grosselfingen und dem FC Hechingen hatten es in sich. Da war ordentlich Feuer drin – im vorweggenommenen Finale. Kaan Akkaya holte sich noch glatt die Rote Karte ab. In der ersten Halbzeit hatte zuvor der FC Hechingen mehr vom Spiel, war durch Freistöße mehrfach gefährlich. Nach der Pause agierte Grosselfingen zielstrebiger. Dennoch hatte Pietro Fiorenza, der genauso auf dem Platz stand, wie Hechingens Neuzugang Birkan Madran, das 1:0 auf dem Fuß. Dieses gelang jedoch dem FCG. Nach dynamischer Vorarbeit über die rechte Seite stand in der Mitte der 19-jährige Lenny Milde goldrichtig und setzte den Ball am Fünfmeterraum per Direktabnahme in die Maschen. Danach war Grosselfingen dem 2:0 näher. Mit der letzten Aktion hätte beinahe Pietro Fiorenza noch den Ausgleich erzielt, doch es sollte nicht sein für den Titelverteidiger. Der FC Grosselfingen jubelte über den Finaleinzug.

2. Halbfinale: FC Steinhofen – SGM Ringingen/Killertal 5:1

Im zweiten Halbfinale zwischen dem FC Steinhofen und der SGM Ringingen/Killertal stand es zur Pause bereits 3:0 für die Mannschaft von Trainer Sylwester Mitrenga. Marco Gallinaro hatte für Steinhofen doppelt getroffen. Nach einer Ecke legte Felix Manteuffel per Kopf das 3:0 nach. Die in die Kreisliga B abgestiegene SGM Ringingen/Killertal wechselte im zweiten Durchgang viel durch, viel passierte aber nicht mehr. Für die Mannschaft von Neu-Trainer Sven Denkinger war das Erreichen des Halbfinals bereits ein großer Erfolg.

Finale: FC Grosselfingen - FC 48 Steinhofen 2:0 n.V.

Eigentlich waren die Rollen im großen Finale klar verteilt. Doch wie Grosselfingens Spielertrainer Fabio Pflumm nach Spielende sagen sollte: „Den Kräfteverschleiß merkt man bei so einem Turnier jeder Mannschaft an. Da ist die Ligazugehörigkeit am Ende nicht mehr so entscheidend.“

Sein Team lieferte in den zweimal 25 Minuten des Finales keine gute Partie. Es fehlte an Intensität und es gab kaum Torchancen. Der FC Steinhofen hielt mit guter Raumaufteilung dagegen und war in den Zweikämpfen voll auf Augenhöhe. Für Diskussionen zu Beginn der zweiten Hälfte sorgte eine vermeintliche Notbremse. Grosselfingens Florian Buck wäre durch gewesen. Der sehr gute Unparteiische beließ es aber bei einer Gelben Karte. Für Gefahr sorgten in der Folge nur Standards. ​

So blieb es vorerst torlos und eine 15-minütige Verlängerung musste die Entscheidung bringen. Auf Steinhofener Seite wechselte sich Trainer Sylwester Mitrenga selber ein. Tore sollten jedoch auf der anderen Seite fallen. Nach einem Freistoß von Kapitän Maik Dehner landete der Abpraller bei Youngster Lenny Milde, der - wie schon im Halbfinale - zum 1:0 einnetzte. Das Sahnehäubchen sollte aber noch folgen. Nach einer Ecke setzte Melvin Islamagic zum Fallrückzieher an und setzte den Ball in „Tor des Monats-Manier“ in die Maschen. Fabio Pflumm lobte seine Youngster: „Sie haben Bock und haben Qualität und tun uns gut, wie man sieht. Wir haben meiner Meinung nach verdient gewonnen, haben im ganzen Turnier kein Gegentor bekommen. Wir sind froh, dass wir den Hohenzollernpokal endlich wieder gewonnen haben.“