30. Assa Abloy Albstadt Bike-Marathon: Für Viele, die ultimative Herausforderung

Luft ist wichtig, das gilt nicht nur für die Mountainbiker, sondern auch für das typische Werbetor an der ehemaligen Onstmettinger Sprungschanze - einem der Zuschauer-Hotspots.
Kara- 30. Albstadt Bike-Marathon: Start am Samstag um 10 Uhr am Ebinger Mazmannplatz.
- Strecke über 82 km und 2000 Höhenmeter, Kurzstrecke ab Onstmettingen mit 45 km.
- Veranstalter ist der Skiclub Onstmettingen – über 500 Helfer sind im Einsatz.
- Neutralisation in Pfeffingen beim Straßenüberqueren, Sparkassen-Kids-Cup startet am Freitag.
- Fahrer berichten vom „besonderen Feeling“ und peilen Ziele zwischen Spaß und vier Stunden an.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Startschuss erfolgt wie immer um 10 Uhr am Ebinger Mazmannplatz. Dann machen sich die Lizenfahrer und die Jedermänner auf die anspruchsvolle Strecke, die dem Albstadt Bike-Marathon zu ihrem Ruf verholfen hat. Seit einigen Jahren kann auch die Kurzstrecke gefahren werden. Von der alten Sprungschanze in Onstmettingen sind dann 45 Kilometer bis ins Ziel zu absolvieren. An dieser Stelle startet auch das E-MTB Funrace.
Rund 1700 Teilnehmer bewältigten im Vorjahr die traditionelle Albstädter Rundstrecke. Tagessieger wurde Lokalmatador Tobias Steinhart, während sich bei den Damen Birgit Wittmann den ersten Platz auf der Langstrecke sicherte.
Über 500 Helfer im Einsatz
Veranstalter ist der Skiclub Onstmettingen. Über 500 freiwillige Helfer werden wieder im Einsatz sein. Eine Besonderheit gibt es dieses Jahr in Pfeffingen, wo das Rennen zum Überqueren der Straße neutralisiert wird. Die Teilnehmer kennen das bereits aus dem letzten Jahr in Laufen.
Am Freitag geht es bereits los mit dem Sparkassen-Kids-Cup. Um 16.30 Uhr startet das Bambini-rennen gefolgt von den Altersklassen U9, U11, U13 und U15.
Drei Teilnehmer sprechen über das „besondere Feeling“
Am Samstagmorgen gilt es für das Fahrerfeld sich am Mazmannplatz einzufinden. Dort werden sich Mario Reif (45), Stephan Beutel (50) und Stefan Schairer (38) in die Startaufstellung einreihen.
„2008 war mein erstes Mal. Als unsere Zwillinge auf die Welt gekommen sind, bin ich nicht mitgefahren und danach konnte ich noch so ein, zweimal nicht mitfahren“, erzählt Mario Reif, der mittlerweile auf über 15 Teilnahmen blickt.
„Das Training auf dem Rad kommt bei mir in den letzten Jahren etwas zu kurz. Ich hoffe aber, dass ich ins Ziel komme. Statt Ehrgeiz, steht der Spaß im Vordergrund. Was das Wetter betrifft ist mir warm und trocken lieber als nass und matschig“, so der Albstädter.
Das Besondere des Albstadt Bike-Marathons macht für den 45-Jährigen das Lokalkolorit aus. „Man wird unterstützt von Freunden, Bekannten und Familie. Es macht einen schon stolz, Teil der Aktiventruppe zu sein. „Im Lautlinger Eisental kann man damit rechnen, dass man bei sehr heißen Temperaturen in der Römerstraße mit dem Schlauch nass gemacht wird. Die Fans um Reinhard Freund lassen sich da immer was einfallen.“
Mario Reif berichtet auch von einer besonderen Anekdote. Sein Schwager sei im vergangenen Jahr zum ersten Mal und wohl auch zum letzten Mal mitgefahren und obwohl relativ unvorbereitet, auch tatsächlich ins Ziel gekommen. „Das besondere war nun, dass ihm in Laufen an seinem Mountainbike die Kette gerissen ist. Kurzerhand wurde aus Familienkreisen ein anderes Rad organisiert. Das war nun nicht unbedingt ein marathontaugliches Rad, eher ein Trekkingrad, mit dem er sich durchgekämpft hat. Das war dann schon eine Leistung.“
Gemeinsames „Get together“ im Zielbereich
Die prognostizierte Hitze mache ihm nicht so viel aus. Der in Balingen wohnhafte und in Pfeffingen aufgewachsene Stephan Beutel ist schon über 20 Mal beim Bike-Marathon mitgefahren. „So genau zähle ich nicht mit, es müssen zwischen 23 und 25 Mal gewesen sein. Ich fühle mich gut vorbereitet, habe rund 3000 Kilometer mit dem Rennrad und dem Mountainbike absolviert. Zudem waren wir im Trainingslager am Gardasee.“
Der 50-jährige Balinger fährt gemeinsam mit seinen Freunden Chris Wenzel, Timo Schöller, Robert Schweitzer und Sven Schadowski. „Wir sind das Team von der Schreierei Koch“. Als sportliche Zielsetzung gibt Beutel aus unter vier Stunden ins Ziel zu kommen. „Auf der Strecke ist man letzten Endes Einzelkämpfer, denn bei der Strecke von 82 Kilometern und den 2000 Höhenmetern zieht es sich in die Länge und man kann nicht gemeinsam ins Ziel fahren. Gewisse Passagen fährt man zwar zusammen, doch irgendwann dividiert sich das auseinander.“
Beutel lobt die „Tradition, die gute Organisation und auch das Fest im Anschluss, das für die Teilnehmer obligatorisch dazugehöre. „Das ist für uns die Siegerfeier“, weiß der Hobby-Ausdauersportler, der sich als gebürtiger Pfeffinger auch auf den Zuschauer-Hotspot Burgfelder Steige freut.
Der Triathlet auf dem Tandem
Der Albstädter Stefan Schairer hat am zurückliegenden Wochenende die „Challenge Roth“ bewältigt. Gerade von den Strapazen regegeneriert, blickt der Triathlet, der 2022 auch schon bei der Iroman-WM auf Hawaii teilgenommen hatte, auf sein Heimrennen. „Ich habe mich dieses Jahr nicht speziell auf den Bike-Marathon vorbereitet. Ich werde nicht viel reißen können, sondern einfach nur mitfahren. Eventuell fahre ich Tandem.“
Stefan Schairer blickt auch noch in anderer Perspektive auf den 30. Albstadt Bike-Marathon: „Was mir als Vorstand der RSG Zollernalb persönlich besonders wichtig ist, ist dass wir so gut vertreten sind, wie 2025. Da hatten wir in allen Kategorien Fahrer auf dem Podest. In der Gesamtwertung Elite hatten wir unter den besten Zehn sieben Fahrer von der RSG. Bei den Frauen war Iris Bächle Zweite. Bei den Hobby-Männern waren es Felix Conzelmann, Daniel Sauter und Cedric Bitzer, die zwischen Platz eins und vier unterwegs waren. Bei den Hobby-Frauen siegte Lisa Schröder.“ Das zähle für ihn in diesem Jahr mehr, als seine persönliche Leistung.
