2. Handball-Bundesliga: „Gallier“ erspielen sich Meisterschafts-Matchball

Sascha Pfattheicher (am Ball) war mit acht Toren der erfolgreichste Schütze des HBW.
Eibner/Laura Roemer- HBW Balingen-Weilstetten siegte auswärts 34:24 beim Dessau-Roßlauer HV 06.
- Damit erspielen sich die „Gallier“ den Matchball für das Finale gegen Bietigheim.
- Pfattheicher traf achtmal – drei Siebenmeter brachten die Entscheidung von 27:22 auf 30:23.
- Rebmann hielt im ersten Abschnitt 40 % der Bälle, Ambrosius kam auf 13 Paraden und 1 Tor.
- Nach Dessaus Aufholjagd zum 16:20 stabilisierte eine Auszeit von „Matti“ Flohr den HBW.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Ausgangslage vor dem letzten Auswärtsspiel des HBW Balingen-Weilstetten beim Dessau-Roßlauer HV 06 war klar. Der Aufsteiger in die 1. Bundesliga benötigte einen Sieg, um sich für den letzten Spieltag das Meisterschaftsendspiel gegen die SG BBM Bietigheim zu sichern. Entsprechend motiviert gingen die Gäste zu Werke.
Der DRHV war zu Beginn absolut gleichwertig, und so war es auch nicht verwunderlich, dass der Gastgeber nach etwas mehr als sechs gespielten Minuten mit 4:3 führte. Ein Doppelpack von Tim Grüner, der sich in der kommenden Spielzeit das DRHV-Trikot überstreifen wird, läutete dann allerdings einen 8:2-Lauf der „Gallier“ ein. Maßgeblich daran war HBW-Schlussmann Daniel Rebmann beteiligt, der mehrere schwere Bälle entschärfen und so seinen Vorderleuten Rücken freihalten konnte. Die Nummer 12 des HBW kam mit sechs Paraden im ersten Abschnitt auf 40 % gehaltener Bälle. Auch Philip Ambrosius erwischte im Kasten des Dessau-Roßlauer HV einen guten Tag. Seine neun gehaltenen Bälle sorgten im ersten Durchgang immerhin dafür, dass der Rückstand beim Ertönen der Halbzeitsirene „nur“ acht Tore betrug (9:17).
Schleppender Re-Start
Zu Beginn des zweiten Durchgangs wirkten die Gäste etwas müde. Im Angriff wurden teils überhastete und unnötige Würfe genommen und in der Abwehr bekam man keinen Zugriff mehr. So schmolz der Vorsprung innerhalb von zehn Minuten auf nur noch vier Tore (16:20). HBW-Cheftrainer Matthias „Matti“ Flohr tat das einzig Richtige und drückte den Auszeit-Buzzer. Der Kommandogeber der „Gallier“ monierte die fehlende Tiefe im Angriff und das schlampige Rückzugsverhalten. Und siehe da, nach dem Auszeit-Rapport lief es für den Tabellenzweiten nun wieder deutlich besser. Für die Entscheidung zeigte sich dann der Toptorschütze der 2. Bundesliga, Sascha Pfattheicher, verantwortlich, der mit drei verwandelten Siebenmetern von 27:22 auf 30:23 für die Gäste stellte. Am Ende durften sich die HBW-Akteure dann über einen 31:24-Auswärtserfolg freuen, der ihnen den Matchball für das letzte Saisonspiel am kommenden Samstag gegen Bietigheim bescherte.
Spiel-Statistik
Dessau-Roßlauer HV 06: Patzwaldt (3), Ambrosius (13 Paraden/1 Tor) - Gonschor (2), Fritz-Leon Haake (2), Carl-Phillip Haake (5), Bialas, Neagu (2), Powarzyński (1), Nowak, Misovych (1), Danneberg (4), Döbbel (1), Hertzfeld (0), Pust (5).
HBW Balingen-Weilstetten: Rebmann, Bierfreund – Ruggiero-Matthes, Raguse (5), Huber (3), Grupe (0), Strobel (1), Fuß (1), Grüner (6), Wente (2), Fügel (1), Pfattheicher (8/6), Dayan (4), Leimeter, Pöhle (1), Bauer.
Siebenmeter: 3/4 – 6/8.
Zeitstrafen: 1–4.
Zuschauer: 1500 (Anhalt-Arena).
Schiedsrichter: Matthias und Sebastian Klinke.