Kader von Ratiopharm Ulm: Gavels „Wunschkandidat“ kommt! L.J. Figueroa wird ein Ulmer

Über den Neuzugang hoch erfreut: Ulm-Trainer Anton Gavel.
Lars SchwerdtfegerRatiopharm Ulm bezeichnet es als „großes Glück“. Dass L.J. Figuerora wieder einmal kaum beachtet wurde. Nur 14 Minuten durfte der 25-Jährige bei der Summer League, der Talentschau der NBA, spielen. Der Profi aus der Dominikanischen Republik war in Las Vegas einer von vielen. Einer, den viele Scouts gar nicht registrierten.

Orange statt rot-weiß: Ratiopharm Ulm vermeldete am Sonntag seinen dritten Neuzugang.
Ratiopharm UlmDie Ulmer Verantwortlichen hingegen schauten ganz genau hin. Sie sahen, dass Figuerora in seiner knappen Einsatzzeit sein volles Potenzial aufblitzen ließ – mit 15 Punkten, fünf Rebounds und zwei Assists. „LJ war ein echter Wunschkandidat für unsere Planungen“, sagt Trainer Anton Gavel.
Highlight-Video mit knapp 200 000 Aufrufen
Und nun kommt der Wunschkandidat tatsächlich nach Ulm. Der deutsche Meister machte am Sonntag seinen dritten Neuzugang öffentlich. „Ein ausgesprochen athletischer Spieler, den wir auf verschiedenen Positionen einsetzen können, der im Schwerpunkt aber auf der Vier spielen soll“, sagt Gavel.
Für diese Position hat Figuerora die nötigen körperlichen Maße. Der Profi misst 1,98 Meter, wiegt über 90 Kilo – und besitzt eine enorme Sprungkraft. Beste Voraussetzungen für spektakuläre Szenen. Bei seinem Summer-League-Einsatz brachte er das Kunststück fertig, über einen gegnerischen Spieler zu dunken. Der Clip hat online knapp 200 000 Views.
Solche Highlights würde Trainer Gavel auch gerne in der kommenden Saison sehen. „Von einem Spielertypen wie ihm erhoffen wir uns offensive Power und unglaublich viel Energie – gerade in der Defensive“, sagt der Trainer. „Wir freuen uns sehr, dass L.J. sich dazu entschieden hat, seine Europa-Karriere bei uns am Orange Campus zu starten.“
Es war ein weiter Weg bis nach Ulm. Figuerora spielte für drei US-Universitäten. Auch danach wechselte er ständig seine sportliche Heimat. Dominikanische Republik, USA, zuletzt Puerto Rico. Figuerora lieferte konstant Leistung, für die große NBA reichte es aber nicht. Der 25-Jährige trainierte zwar vor der letzten Saison mit den Golden State Warriors um Superstar Steph Curry. Doch der Klub strich ihn vor Saisonstart aus dem Kader. In Kalifornien erachtete man ihn nicht als wichtig genug. Das wird in Ulm jetzt definitiv anders.
