Handball um Ulm: TV Gerhausen neben der Spur

Bild vom Hinspiel: Im Rückspiel in Lehr setzte sich die HSG Langenau/Elchingen (dunkleblau) durch.
Dave Stonies- Oberliga: TV Gerhausen Frauen verlieren auswärts 19:30 in Herbrechtingen.
- Verbandsliga Männer: TV Gerhausen unterliegt SG Herbrechtingen/Bolheim 28:44.
- SC Lehr Frauen verlieren Derby 22:26 gegen HSG Langenau/Elchingen.
- HSG Langenau/Elchingen feiert zweiten Saisonsieg; Schenk erzielt 10 Tore.
- Landesliga: SC Vöhringen siegt 24:23 bei FSG Altenstadt/Geislingen; Staigmüller 8 Tore.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Oft spannend bis zum Spielende, manchmal auch mit klarer Entscheidung: Die Handballteams aus der Region Ulm und Neu-Ulm haben auch an diesem Wochenende für Spektakel in den Hallen gesorgt. Wie die Teams ihre Spiele gesehen haben, lesen Sie in der Zusammenfassung vom Wochenende.
Oberliga Frauen
TV Gerhausen beim 19:30 neben der Spur: Die Frauen des TV Gerhausen traten am Samstag zu ihrem ersten Auswärtsspiel der Rückrunde in Herbrechtingen an – und erwischten dabei erneut einen rabenschwarzen Tag. Vor dem Spiel hatte sich die Mannschaft um Trainer Thomas Weberuß viel vorgenommen, doch der Start in die Partie misslang vollkommen. Erst nach sechseinhalb Minuten gelang dem TVG durch einen Siebenmeter der erste Treffer.
Zwar stand die Abwehr insgesamt einigermaßen kompakt, doch im Angriff fehlten sowohl die Ideen als auch die konsequente Umsetzung der taktischen Vorgaben. Nach knapp 21 Minuten Spielzeit hatte Gerhausen lediglich fünf Tore erzielt, Herbrechtingen führte zu diesem Zeitpunkt mit 10:5. Gegen Ende der ersten Halbzeit gelang es dem TVG, noch einmal heranzukommen: Zwei Minuten vor dem Pausenpfiff verkürzten die Gerhauserinnen auf 13:11. Doch die Gastgeberinnen antworteten prompt und zogen innerhalb kürzester Zeit wieder auf vier Tore davon. So ging es mit einem Rückstand von 15:11 in die Halbzeitpause.
In der Kabine nahm sich die Mannschaft vor, in der zweiten Hälfte ein anderes Gesicht zu zeigen. Doch auch der Start in den zweiten Durchgang verlief ähnlich schwach wie zu Beginn des Spiels. Nach knapp zehn Minuten lag Gerhausen bereits mit acht Treffern zurück. Dieser Rückstand konnte im weiteren Verlauf weder verkürzt noch aufgeholt werden. Am Ende stand eine deutliche 30:19-Niederlage auf der Anzeigetafel. Nun gilt es, dieses Spiel schnell abzuhaken und nach vorne zu blicken.
Verbandsliga Männer
Klatsche im Abstiegsduell: Der TV Gerhausen verliert klar mit 28:44:28 bei der SG Herbrechtingen/Bolheim und steckt immer mehr im Abstiegskampf. Nach der deutlichen Niederlage gegen Pfullingen wollte das Team um Trainer Philipp Frey endlich eine Reaktion zeigen und startete hochmotiviert. Entsprechend gestaltete sich der Beginn ausgeglichen. Als Herbrechtingen zunächst auf fünf Tore wegzog (12:7/15. Minute), arbeitete man sich auch wieder heran und war in Schlagdistanz. Dann sorgten die Schiedsrichter für weitere Brisanz. Nach teils fraglichen Zeitstrafen stand der TVG teilweise mit nur 3 Feldspielern auf dem Feld, musste weiter abreißen lassen und lag plötzlich zur Halbzeit mit 13:20 in Rückstand.
Nach der Pause ein unverändertes Bild. Die Gastgeber spielten klar überlegen und ließen den TVG zu keiner Zeit herankommen. Gerhausen spielte schwach und ließ gleichzeitig den letzten Biss vermissen. So verlor man in der Deutlichkeit verdient und rutscht weiter in den Tabellenkeller. Die Mannschaft kann sich nur bei den mitgereisten Zuschauern entschuldigen und hofft, möglichst schnell einen Weg aus der Krise zu finden.
TVG-Tore: Baur 7, Steudtner 6, Fiesel 3, J. Brinz 3, Maier 3/2, Bux 2, Mayer 2/1, Bohnacker , H. Brinz 1
Verbandsliga Frauen
Satz mit X, war wohl nix: Das freudig erwartete Derby gegen die Nachbarinnen aus Langenau lief so gar nicht nach den Vorstellungen der Handballerinnen des SC Lehr. Zunächst entwickelte sich ein recht ausgeglichenes Spielgeschehen. Die Gastgeberinnen gerieten zwar früh in Rückstand, konnten diesen jedoch immer wieder aufholen. Allerdings leisteten sie sich – wie schon im Spiel zuvor – eine schlechte Chancenverwertung und konnten sich so für die harte Arbeit in der Offensive nicht belohnen. Zusätzlich kontraproduktiv war die Tatsache, dass die sonst so sicher agierende Abwehr schlecht abgestimmt und wackelig war und den Gegnerinnen dadurch viele zu einfache Tore ermöglichte. Mit einem eigentlich gut aufholbaren Rückstand von 15:18 ging es in die Pause.
In die zweite Hälfte fanden die Lehrerinnen noch schwerer. Die Gäste erzielten fünf Tore in Folge, während die Gastgeberinnen erst in der siebten Minute des zweiten Durchgangs ihren nächsten Treffer landen konnten. Der zwischenzeitliche Acht-Tore-Rückstand versetzte dem Team einen ordentlichen Dämpfer. Der Wille war jedoch ungebrochen, und in der letzten Viertelstunde der Partie zeigte sich eine deutliche Leistungssteigerung. Dieses Erwachen kam jedoch leider zu spät; lediglich ein wenig Ergebniskosmetik konnte noch betrieben werden. Letzten Endes trennten sich die beiden Teams mit 22:26 – eine bittere Niederlage für die Lehrerinnen, für die ein Derbysieg in der Hölle Nord eigentlich absolute Pflicht gewesen wäre.
Tore SC Lehr: Blessing 1, Bohnet 5/1, Fischer 4, Guggenmoos-Schreyer 4, Haas 2, Seidel 4, Theimer 1, Thierer 1
So sahen die Frauen der HSG Langenau/Elchingen das Spiel: Die HSG reagierte im Derby beim SC Lehr angemessen auf die Niederlage in der Vorwoche und sicherte sich zwei ganz wichtige Punkte. Zu Beginn begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe. In der 16. Minute setzte sich die HSG durch zwei Treffer in Folge erstmals auf zwei Tore ab (6:8). Bis zur Halbzeitpause erhöhte die HSG trotz eines bitteren Gegentreffers in der letzten Sekunde auf 12:15.
In die zweite Hälfte starteten die HSG-Frauen hervorragend. Eine zusammenschiebende Abwehr sowie ein temporeicher und geduldiger Angriff führten zu fünf eigenen Treffern bis zur 37. Minute (12:20). In der Folge schlichen sich unpräzisere Abschlüsse und technische Fehler ein, was Lehr nochmal rankommen ließ (21:25, 54.). Jedoch behielten die Frauen 1 auch dank einer Spitzenleistung von Carina Laible im Tor bis zum Schluss die Oberhand. Mit 22:26 feierte die HSG den zweiten Saisonsieg und zwei ganz wichtige Punkte im Abstiegskampf.
HSG-Tore: Mößle 1, Hepp 1, Kröner 1, Besler 6, Moll 2, Mannes 4, Bunk 1, Schenk 10
Landesliga Frauen
Die Handballerinnen des SC Vöhringen machen es beim 24:23-Auswärtssieg bei der FSG Altenstadt/Geislingen zum Schluss unnötig spannend. Beim Tabellenfünften war die SCV-Abwehr sofort mit der richtigen Einstellung bei der Sache, der erste Wurf aufs eigene Gehäuse war nach gut fünf Spielminuten der 1:2-Anschlusstreffer per Siebenmeter. In der ersten Halbzeit merkte man den Vöhringer Frauen die fehlende Spielpraxis der vergangenen Wochen an; man leistete sich einige Patzer im Zusammenspiel oder andere technische Fehler. So gelang Altenstadt/Geislingen bis zum 7:7 Mitte der ersten Spielhälfte immer wieder der Ausgleich. Ab diesem Zeitpunkt agierten die Vöhringer Mädels im Offensivspiel konzentrierter. Verdienter Lohn war zunächst die 7:10-Führung, dann war kurzzeitig Leben in der Bude: innerhalb von knapp drei Minuten fielen noch sechs Tore zum 10:13-Pausenstand.
Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Vöhringer Frauen in Topform. Im Minutentakt wurden Torchancen von verschiedenen Positionen verwandelt, sechs eigenen Treffern standen gerade mal zwei Gegentore gegenüber und man lag mit 12:19 nach 37 Spielminuten in Front. Unerklärlicherweise war ab diesem Zeitpunkt Sand im Getriebe. Die FSG Altenstadt/Geislingen nutzte dies zu einer 5:0-Serie und verkürzte auf 17:19. Nach Zwischenspurt zum 18:23 spannten die Vöhringerinnen ihre Fans erneut auf die Folter. Fünf torlose Minuten erlaubten den Anschluss zum 22:23. Ein am Ende unnötig knapper 23:24-Auswärtserfolg durfte gefeiert werden. Beste Torschützin für Vöhringen war Alicia Staigmüller mit 8 Treffern.




