Handball um Ulm
: Oberligist TSG Söflingen gelingt der erste Auswärtssieg

Deutliche Klatsche für den TSV Blaustein, Kantersieg des TV Gerhausen: Das Handball-Wochenende von Mannschaften aus der Region im Überblick.
Von
swp
Ulm
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Blausteins Dominik Wolf versucht seinen Kasten sauber zu halten

Blausteins Torhüter Dominik Wolf versucht seinen Kasten sauber zu halten.

Finns_visuals /Finn Linko
  • TSG Söflingen feiert ersten Auswärtssieg in der Oberliga mit 27:24 gegen SG Schozach-Bottwartal.
  • TSV Blaustein verliert in der Regionalliga 28:40 gegen TSV Heiningen – Knieverletzung bei Szabados.
  • TV Gerhausen dominiert TSV Bad Saulgau in der Verbandsliga mit 34:24 und sichert zwei Punkte.
  • SC Vöhringen unterliegt Tabellenführer HSG Oberkochen/Königsbronn in der Landesliga knapp mit 30:34.
  • SCV-Handballerinnen gewinnen deutlich 31:20 gegen HSG Oberkochen/Königsbronn und übernehmen Tabellenführung.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Oft spannend bis zum Spielende, in einigen Fällen auch mit klarer Entscheidung: Die Handballteams aus der Region Ulm und Neu-Ulm haben auch an diesem Wochenende für Spektakel in den Hallen gesorgt. Wie die Teams ihre Spiele gesehen haben, lesen Sie in der Zusammenfassung vom Wochenende.

Regionalliga Männer

Der TSV Blaustein musste am Samstag eine deutliche 28:40-Niederlage gegen den TSV Heiningen hinnehmen – ein Ergebnis, das am Ende erneut zu hoch ausfiel, verglichen mit dem tatsächlichen Spielverlauf über weite Strecken. Die Blausteiner Jungs starteten konzentriert in die Partie und fanden in den Anfangsminuten gute Lösungen gegen die offensive 3-2-1-Abwehr der Heininger. Nach einem Treffer von Florian Hipp lag der TSV nach 15 Minuten mit 7:6 in Führung und setzte die Vorgaben im Angriffsspiel gut um. Defensiv konnte man das variable Heininger Angriffsspiel trotz starker Leistung vom gut aufgelegten TSV-Keeper Dominik Wolf allerdings nicht konstant unterbinden. So entwickelte sich bis zur 28. Minute ein enges Spiel, in dem Blaustein auf Augenhöhe agierte.

Beim Stand von 11:12 verlor man jedoch kurz die Konzentration. Heiningen nutzte die Fehler eiskalt und setzte sich durch schnelle Gegenstöße auf 12:16 zur Halbzeit ab. Ein Rückstand, der deutlicher wirkte, als der tatsächliche Leistungsunterschied – die Heininger nutzten ihre Chancen schlicht konsequenter. In den ersten 15 Minuten der zweiten Hälfte gelang es Blaustein nicht, den Abstand zu verkleinern. Mehrmals boten sich Gelegenheiten, heranzukommen, doch technische Fehler und unpräzise Abschlüsse verhinderten ein Aufbäumen. Beim Stand von 21:26 in Minute 45 sah Heiningens Routinier Simon Dürner nach seiner dritten Zeitstrafe die Rote Karte. Doch Blaustein konnte aus der Überzahl keinen Nutzen ziehen.

Im Gegenteil: In der Schlussphase brach die Mannschaft komplett ein. Die Blausteiner Defensive löste sich zunehmend auf, und auch die Paraden von Dominik Wolf und des eingewechselten Nikolai Wolf konnten die 40 Gegentreffer nicht verhindern.

Zu allem Überfluss gab es kurz vor Spielende einen weiteren Schockmoment:
Topscorer Márton Szabados musste mit einer Knieverletzung vom Feld und konnte sich nach Abpfiff nur auf Krücken bewegen. Eine genaue Diagnose steht noch aus, doch es besteht die Sorge, dass eine schwerere Knieverletzung vorliegen könnte – besonders bitter, da mit Gergö Tóth bereits seit Wochenbeginn ein weiterer Spieler nicht zur Verfügung steht. Am Ende bleibt erneut die Erkenntnis: Blaustein kann phasenweise mithalten, muss aber dringend lernen, die Leistung über 60 Minuten zu stabilisieren.

Oberliga Männer

Im vierten Auswärtsspiel gelang der TSG Söflingen der erste Sieg in einer fremden Halle. Nach einem Erfolg in der Beilsteiner Langhanshalle sah es über fünfzig Minuten jedoch nicht aus. Erst zehn Minuten vor Schluss wurde der erste Führungstreffer markiert. Mit 27:24 (10:14) konnte die SG Schozach-Bottwartal besiegt werden.

„Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft. Das Spiel in der zweiten Halbzeit zu drehen, zeigt große Moral und Einsatzbereitschaft“, sagte ein erleichterter Trainer Philipp Eberhardt. Im Vergleich zur Vorwoche kehrten zumindest Kevin Kraft wieder auf Rückraum rechts und Marco Marques im Tor zurück. Für den Rest des Jahres fällt dafür Oliver Schanzel wegen eines Anrisses der Plantarfaszie aus.

Von einem möglichen Auswärtssieg war über lange Zeit nicht viel zu sehen. Gleich von Anfang an gerieten die Söflinger in Rückstand. In der eiskalten Halle dauerte es lange, bis die TSG-Handballer warm wurden. Über 1:4 (10.) und 5:10 (21.) hatte man im Angriff große Probleme.

Erst in der Schlussphase waren die Gastgeber im Angriff zunehmend harmloser, scheiterten an Marco Marques und hatten in der Abwehr auch weniger Lösungen gegen das Söflinger Angriffsspiel. Binnen fünf Minuten war plötzlich der 19:19-Ausgleich (50.) da und in derselben Minute sogar noch die erste TSG-Führung. Das Momentum war ganz auf Seiten der Söflinger, die konzentriert weiterspielten und kurz drauf erstmals mit zwei Toren in Führung (24:22; 57.) gehen konnten. Auch in der offenen Manndeckung ließ man sich den Ball und den ersten Auswärtssieg nicht mehr nehmen. Durch den zweiten Erfolg in Serie sind die Söflinger inzwischen auf Platz zwölf vor gerutscht. Neben Bönnigheim hat man Saase3 Leutershausen 2 überholt.
Tore TSG: Kraft 6, Bauer 5, Krieger 5, Klöffel 3, Veil 3, Bachner 2, Kroll 1, Kruzinski 1, Widmann 1

Die HSG Langenau/Elchingen zeigte dagegen beim Gastspiel beim TSV Amicitia Viernheim wieder einmal ihr Auswärtsgesicht. Nach der einzigen Führung zum 4:5 durch Donat Ruess in der achten Spielminute trafen die keineswegs überragenden Gastgeber in den folgenden acht Zeigerumdrehungen siebenmal in Folge zur eigenen 11:5 Führung und konnten das Spiel, im Nachhinein betrachtet, bereits vorentscheiden. In der ersten Halbzeit machten sich die Gäste das Leben mit 15 Fehlwürfen zudem wieder einmal selber schwer. Nach 30 Minuten lagen die Nau-Handballer schon deutlich mit 10:17 in Rückstand und konnten auch im zweiten Durchgang nie näher als auf vier Tore verkürzen.

Am Ende musste man in eine verdiente 28:33-Niederlage einwilligen und bleibt damit im hinteren Mittelfeld der Tabelle stecken. In der engen Liga ist es aus HSG-Sicht wenig ratsam, sich immer nur auf die Heimspiele zu verlassen. Es muss irgendwann auch auswärts gepunktet werden, sonst kann es tabellarisch auf Dauer sehr ungemütlich werden.

Tore HSG: Ruess 4, C. Spiß 4, S. Spiß 4, Rembold 3/2, Junginger 3, Brose 3, Weller 2, Heinrich 2/1, Glück 2, Schaden 1

Verbandsliga Männer

Der TV Gerhausen gewinnt deutlich mit 34:24 gegen den TSV Bad Saulgau und liegt mit 11:9 Punkten im Mittelfeld der Tabelle. Trotz der Ausfälle von Jannis Brinz und Tom Steudtner war der TVG gewillt, erneut zwei Punkte einzufahren. Dies gelang vor allem in der ersten Halbzeit eindrucksvoll. Von Trainer Philipp Frey gut auf den Gegner eingestellt, startete man hervorragend und lag schnell mit 6:2 in Führung (10.). Auch in der Folge zeigte sich Gerhausen den Gästen klar überlegen und baute den Vorsprung kontinuierlich aus. Nur selten fanden die Saulgauer einen Weg durch die Abwehr vor dem überragend haltenden Niko Dietz. Im Angriff konnte man sich erneut auf Tim Bohnacker verlassen. Auch Lucas Fiesel auf außen und Patrick Maier zeigten sich äußerst treffsicher. So lag man letztlich zur Halbzeit bereits mit 21:13 in Führung.

Nach der Pause konnte man zwar nicht mehr ganz an die überragende Leistung aus Halbzeit eins anknüpfen, war jedoch stets Herr der Lage. Zu keiner Zeit kam Spannung auf. Auch eine Manndeckung Saulgaus wurde souverän gemeistert, sodass der TVG einen auch in der Höhe verdienten 34:24-Sieg einfuhr.

Tore TVG: Fiesel 8, Bohnacker 6, Baur 5/1, Maier 5, Mayer 4/2, Bux ), V. Talmon l‘armée 2, K. Talmon l‘armée  1

Landesliga Männer

Die Handballer des SC Vöhringen haben beim Tabellenführer HSG Oberkochen/Königsbronn eine beachtliche Leistung gezeigt, auch wenn sie am Ende mit 30:34 unterlagen. Vor mehr als 300 Zuschauern bot der SCV dem Favoriten über lange Strecken einen intensiven Schlagabtausch. Nach ausgeglichenem Beginn – Niklas Appenrodt traf früh dreimal und stellte nach 13 Minuten auf 7:7 – hielten die Vöhringer das Spiel bis zum 9:9 durch Marc Heiter vollkommen offen. Erst danach gelang es dem Ligaprimus, sich erstmals auf 12:9 abzusetzen. Obwohl eine Auszeit den Lauf der Gastgeber nur kurz stoppte und Patrick Rapp einen Strafwurf vergab, blieb Vöhringen beim 13:11 (26.) in Schlagdistanz. Die HSG nutzte eine SCV-Unterzahl, um bis zur Pause auf 15:12 zu erhöhen.

Nach dem Seitenwechsel bewies Vöhringen Moral. Beim 21:20 (41.) war der Anschluss wieder hergestellt. Erst in der Schlussviertelstunde setzte sich Oberkochen entscheidend ab.Trotz der Niederlage zeigte der SCV eine starke Auswärtsvorstellung, die Mut für das kommende Heimspiel gegen den TV Weingarten macht.
Beste Torschützen SCV: Schug 6, Rapp 5/2, Heiter 5

Landesliga Frauen

Die SCV-Handballerinnen gewannen dagegen deutlich mit 31:20 beim Tabellenneunten HSG Oberkochen/Königsbronn und eroberten die Tabellenführung. Nach etwas zähem Beginn überzeugten die Vöhringer Frauen. In der ersten Spielhälfte war die Partie lange Zeit ausgeglichen, ein erster Vorsprung beim 5:8 gelang Vöhringen nach 14 Spielminuten. Den Unterschied machte jetzt die Vöhringer Torfrau Nadja Max aus. Allein in dieser Phase wehrte sie vier freie Würfe Teams ab. So langsam kam die Vöhringer Topscorerin Alicia Staigmüller auf Touren, mit ihren vier Toren bis zum Halbzeitpfiff sorgte sie für den beruhigenden 13:9-Vorsprung.

Nach dem Seitenwechsel zogen die Vöhringerinnen früh weg, beim 19:11 ging es souverän in Richtung Auswärtssieg. Mit zunehmender Spieldauer hatte die Vöhringer Defensive sich auf den Gegner eingestellt und ließ fast nichts mehr zu.
Beste Vöhringer Torschützinnen: Staigmüller 11, Miller 5, Gruber 4