Handball Regionalliga
: TSV Blaustein: Bravouröser Kampf von Verletzungspech gestoppt

Starker Kampf trotz Personalnot: Absteiger Blaustein hält in Weinstadt lange dagegen, muss sich am Ende aber klar geschlagen geben.
Von
swp
Weinstadt/Blaustein
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Blausteins Niklas Höchst übernahm Verantwortung im Angriff.

Blausteins Niklas Höchst erzielte sechs Treffer in Weinstadt.

TSV Blaustein
  • Regionalliga-Handball: Blaustein verlor in Weinstadt mit 37:27 trotz starker erster Hälfte.
  • Zur Pause lag der TSV nur 15:17 zurück, im Angriff überzeugten Linus Bee und Jonas Widmaier.
  • Nach Verletzungen fehlten beide fast komplett, auch Daniel Schmid war angeschlagen – Optionen schrumpften.
  • Zeitweise standen nur sieben Feldspieler bereit, dennoch blieb es bis zur 45. Minute beim 24:23 offen.
  • Trainer Felix Hirsmüller lobte den Kampfgeist. Nächstes Spiel: HSG Willstätt/Hanauerland am Sonntag, 3. Mai.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Im letzten Auswärtsspiel der Regionalliga-Saison zeigte der TSV Blaustein trotz schwieriger personeller Voraussetzungen eine über weite Strecken starke Leistung, musste sich am Ende jedoch der SG Weinstadt deutlich mit 37:27 geschlagen geben. Für beide Teams ging es tabellarisch um nichts mehr, dennoch war Blaustein gewillt, sich mit einem positiven Eindruck aus der Fremde zu verabschieden. Trotz eines ersatzgeschwächten Kaders gelang dies in der ersten Halbzeit eindrucksvoll. Besonders im Angriff präsentierten sich die Gäste variabel und durchsetzungsstark. Immer wieder konnten sich die Blausteiner im Eins-gegen-Eins behaupten, wobei insbesondere Linus Bee und Jonas Widmaier ihre individuelle Klasse unter Beweis stellten.

Bis zur 15. Minute gestaltete sich die Partie völlig ausgeglichen (9:9), ehe sich Weinstadt bis zur Pause leicht absetzen konnte. Mit einem knappen 15:17-Rückstand aus Blausteiner Sicht ging es in die Kabinen – ein Ergebnis, das alle Möglichkeiten offenließ.

Nur noch sieben Feldspieler

Doch die zweite Halbzeit sollte unter deutlich schwierigeren Vorzeichen stehen. Ausgerechnet die bis dahin prägenden Offensivkräfte Linus Bee und Jonas Widmaier konnten verletzungsbedingt kaum noch eingesetzt werden. Auch Daniel Schmid war angeschlagen und stand nahezu ausschließlich in der Defensive zur Verfügung. Damit schrumpften die Optionen im Angriff drastisch: Zeitweise standen nur noch sieben einsatzfähige Feldspieler zur Verfügung. Einer davon war der junge Florian Schelkle, der so zu seinen ersten Minuten in der laufenden Regionalliga-Saison kam.

Trotz dieser widrigen Umstände stemmte sich Blaustein bis zur 45. Minute mit großem Kampfgeist gegen die drohende Niederlage. Beim Stand von 24:23 für die Gastgeber war die Partie noch völlig offen. Doch in der Schlussviertelstunde machten sich die schwindenden Kräfte immer deutlicher bemerkbar. Weinstadt nutzte dies konsequent aus und setzte sich Tor um Tor ab. Auch wenn das Ergebnis am Ende klar ausfiel, überwiegt beim TSV Blaustein der Stolz auf die gezeigte Leistung – insbesondere in den ersten 45 Minuten. Trainer Felix Hirsmüller fasste die Partie treffend zusammen: „Mit zwei, drei Spielern mehr hätten wir heute eine realistische Chance gehabt, das Spiel zu gewinnen. Meine Mannschaft hat eine tolle kämpferische Leistung gezeigt.“

Nun richtet sich der Blick auf das letzte Saisonspiel: Am Sonntag, 3. Mai, empfängt der TSV Blaustein die HSG Willstätt/Hanauerland – vielleicht gelingt dort ja noch eine kleine Sensation zum Abschluss der Spielzeit.