Fußballturnier in Neu-Ulm: Ob mit oder ohne Behinderung: Sport verbindet!

Das Team Donauflanke spielt am Samstag beim Sport & Food-Festival in Neu-Ulm ein Turnier.
privatGemeinsam Sport treiben und dadurch Inklusion leben. Unter diesem Motto findet am kommenden Wochenende ein besonderes Fußball-Turnier statt. Es bildet am Samstag (14.9.) um 11 Uhr den Auftakt zum Sport's & Food Festival der Firma Sport Sohn in Neu-Ulm. Die Mannschaften werden ausgelost und bestehen aus je drei Sportlern verschiedener Firmen und drei Athleten der Donauflanke, die im Unified Cup gegeneinander antreten. Aber was steckt eigentlich hinter diesem Team?
Die Donauflanke besteht aus Jugendlichen zwischen 16 und 17 Jahren mit körperlicher oder geistiger Behinderung und basiert auf einer Idee, die Hans-Peter Linder, Teamsportchef bei Sport Sohn, bereits während seines Zivildienstes hatte. Damals wurde ihm klar: Er möchte nicht nur über Integration sprechen, sondern aktiv dazu beitragen. Im Namen seines Arbeitgebers wandte er sich deshalb an Fritz Quien, der die Fußball AG der Gustav-Werner-Schule gegründet hat und seit Langem Teil des Projekts „Pfiff“ für inklusive Fußballförderung des VfB Stuttgarts ist. Gemeinsam riefen sie die Donauflanke ins Leben.
Integration auch in anderen Bereichen
Das Turnier am Samstag soll als Türöffner dienen und den Jugendlichen erste Kontakte zu Firmen vermitteln. Ein weiteres Ziel ist es, den Fußballern der Donauflanke den Vereinsbeitritt zu ermöglichen. Von zehn Jugendlichen aus der Fußball AG von Fritz Quien sind aktuell nur drei Mitglieder eines Vereins. Das soll sich durch künftige Turniere mit ähnlichem Konzept ändern.
Auf dem Platz stehen auch die Neu-Ulmer Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger und die stellvertretende Landrätin Susanne Salzmann. Außerdem treten mit Timo Wenzel und Thorsten Rinke auch zwei frühere lokale Fußballstars und Ex-Profis an. Kinder und Jugendliche mit Behinderung, die bisher nicht Teil der Donauflanke sind, dürfen bei Interesse ebenfalls am Turnier teilnehmen.

