Biathlon-Weltcup in Oberhof: Ulmerin Julia Tannheimer zeigt starken Sprint

Julia Tannheimer beim Anschießen am Schießstand von Oberhof. Kurz darauf zeigt die Ulmerin ein starkes Rennen, belegt den 17. Platz.
Hendrik Schmidt/dpa- Julia Tannheimer wird in Oberhof 17., verpasst die Top 15 knapp und zeigt sich stark verbessert.
- Franziska Preuß erreicht Platz 5, ihre beste Leistung im Winter, trotz einer Strafrunde.
- Philipp Nawrath sorgt mit Platz 2 im Sprint für einen deutschen Podestplatz.
- Elvira Öberg siegt fehlerfrei, Giacomel widmet seinen Triumph dem verstorbenen Bakken.
- Wegen Sturmböen wurde der Sprint vorgezogen, Verfolgung und Staffel sind für das Wochenende geplant.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Ulmer Biathletin Julia Tannheimer hat beim Biathlon-Weltcup in Oberhof als 17. nur knapp die Top 15 verpasst. Damit zeigte sie sich im Vergleich zu den Vorwochen deutlich verbessert: So hatte die 20-Jährige vom DAV Ulm bei den Sprints in Hochfilzen und Annecy noch die Plätze 54 und 29 belegt. Die Olympia-Norm hatte Tannheimer bereits in Östersund geknackt.
In Oberhof zählte Tannheimer erneut zu den schnellsten Läuferinnen. Auf der Loipe überzeugte sie mit der achtbesten Zeit. Zwei Schießfehler, je einen beim Stehend- und Liegendschießen, machten aber eine bessere Platzierung beim Heim-Weltcup zunichte.
Am Ende fehlten der Ulmerin 1:19,8 Minuten auf Elvira Öberg. Die fehlerfreie Schwedin sicherte sich vor der Finnin Suvi Minkkinen (0 Strafrunden/+21,1) und Julia Simon aus Frankreich (0/+23,6) den Sieg.
Franziska Preuß fast auf dem Podest
Franziska Preuß verpasste den Sprung auf das Podest nur knapp, bestätigte aber ihren persönlichen Aufwärtstrend. Deutschlands Sportlerin des Jahres belegte im um einen Tag nach vorne gezogenen Sprint am Rennsteig mit einer Strafrunde den fünften Platz (47,1 Sekunden Rückstand) und erreichte damit ihr bestes Ergebnis in diesem Winter.
Aufgrund der für Freitag vorhergesagten Sturmböen von über 80 Stundenkilometern war das Rennen verlegt worden. Auf der Strecke lag Preuß gut im Rennen, ein Fehler beim Stehendschießen warf sie dann aber zurück. Im Ziel lag die Gesamtweltcupsiegerin knapp vor Teamkollegin Janina Hettich-Walz (1/+49,5), die Sechste wurde und so die wichtige Olympia-Norm knackte.
„Vielleicht war das Risiko ein bisschen zu hoch. Ich habe aber schon gewusst, dass ein Fehler zu viel für ein Topergebnis im Sprint ist“, sagte Preuß in der ARD: „Die Ausgangslage für Sonntag ist definitiv gut. Es geht aufwärts.“
Vanessa Voigt lag trotz fehlerfreier Schießleistung auf Platz 27 deutlich zurück (0/+1:38,8), auch Selina Grotian (2/+1:45,2) als 30. und Anna Weidel (1/+1:50,2) als 32. spielten in der Vergabe der vorderen Plätze keine Rolle.
Nawrath sorgt für deutschen Podestplatz
Zuvor hatte Philipp Nawrath im Sprint der Männer mit seinem zweiten Platz für einen perfekten Auftakt aus deutscher Sicht gesorgt. Nach einer Strafrunde lag der 32-Jährige nur 13,2 Sekunden hinter dem Italiener Tommaso Giacomel, der einen emotionalen Erfolg feierte und den Sieg seinem verstorbenen Freund Sivert Guttorm Bakken widmete.
Das Rennen hatte ganz im Zeichen von Bakken gestanden. Der norwegische Biathlet war am 23. Dezember tot in seinem Hotelzimmer im Höhenlager von Lavazè in Südtirol aufgefunden worden, die Ursache ist weiter unbekannt. Giacomel wollte eigentlich an jenem Tag zusammen mit Bakken Ski fahren gehen. Zu Ehren des Norwegers wurde die „1“ nun nicht für den Sprint vergeben, der Startbereich blieb zu Beginn leer. Athleten, Trainer und Fans gedachten mit einer Minute Applaus.
Insgesamt präsentierten sich die deutschen Männer stark. Hinter Nawrath erreichte Philipp Horn (1/+38,7 Sekunden) den siebten Platz, David Zobel (1/+59,9) wurde Zwölfter und sicherte sich so die halbe Olympia-Norm. Lucas Fratzscher (2/+1:24,1 Minuten) belegte den 16. Rang.
Am Samstag soll es dann am Rennsteig mit der Verfolgung der Männer (12.00 Uhr) und der Staffel der Frauen (14.25 Uhr) weitergehen. Für Sonntag sind die Staffel der Biathleten (11.00 Uhr) und das Jagdrennen der Biathletinnen (14.30 Uhr/alles ARD und Eurosport) geplant.


