VfB Stuttgart
: Streit mit Hoeneß? Wohlgemuth spricht Klartext

Nach dem Verkauf von Nick Woltemade hatte es beim VfB Stuttgart zwischen Sebastian Honeß und der Clubführung gekracht. Nun gab Wohlgemuth ein Statement ab.
Von
Kai Winderl
Stuttgart
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Fußball: Bundesliga, VfB Stuttgart — Borussia Dortmund, 11. Spieltag, MHPArena. Stuttgarts Sportdirektor Fabian Wohlgemuth steht vor dem Spiel im Stadion. Der VfB liegt vor dem Restart der Bundesliga überraschend auf dem dritten Tabellenplatz. (zu dpa: „Wohlgemuth: Kein Bayern–Interesse an Sebastian Hoeneß»)

Fabian Wohlgemuth bezog nun Stellung zu einem angeblichen Streit zwischen ihm und Sebastian Hoeneß.

Tom Weller

Nach dem Weggang von Nick Woltemade zu Newcastle United herrschte beim VfB Stuttgart vermeintlich dicke Luft zwischen Trainer Sebastian Hoeneß und Sportvorstand Fabian Wohlgemuth. Trotz des mühsamen 1:0 (0:0) gegen Borussia Mönchengladbach blieb Hoeneß verstimmt, weil seine Vorgesetzten nicht so gehandelt haben, wie es besprochen war. Sportvorstand Fabian Wohlgemuth hat nun gegenüber RTL/ntv und sport.de Stellung zum Thema gezogen.

Wohlgemuth: „Im Grunde war immer alles ok“

In einem exklusiven Interview mit RTL/ntv und sport.de wies der Wohlgemuth Spekulationen über einen Streit mit Sebastian Hoeneß zurück. „Ich kann die Frage verstehen, die muss auch so gestellt werden“, sagte der Sportvorstand des VfB Stuttgart. Er führte weiter aus: „Aber im Grunde war immer alles ok, weil es absolut nachzuvollziehen ist, dass ein Trainer, wenn er einen seiner Leistungsträger verliert, möglicherweise mal eine Nacht schlechter schlafen kann.“

Wohlgemuth betonte, man habe „im Sinne des Vereins und unseres Wirtschaftsunternehmens“ gehandelt. Er konnte dann bis zum Ende der Wechselfrist auch noch die gewünschten Neuzugänge präsentieren. In Badredine Bouanani kam am Tag nach dem Woltemade-Transfer ein neuer Flügelstürmer – einen Tag später in Bilal El Khannouss ein neuer offensiver Mittelfeldspieler.

Hoeneß kritisierte Clubführung für Woltemade-Verkauf

Sebastian Hoeneß hatte nach dem bis zu 90 Millionen Euro teuren Wechsel von Nick Woltemade zu Newcastle United deutlich gemacht, wie schmerzhaft der Abgang ist und zugleich schnellstmöglichen Ersatz gefordert. „Fakt ist, dass das ein herber Verlust für uns ist“, sagte VfB-Coach Sebastian Hoeneß und verwies auf ein „Spannungsfeld“ mit der Clubführung. „Das ist auch normal, denn die Verantwortung für das Sportliche liegt am Trainer.“

„Wir haben uns im Sommer letzten Jahres ein paar Dinge vorgenommen, die wir umsetzen wollten. Und ich muss ganz deutlich sagen, dass es auch, bevor der Nick jetzt transferiert wurde, noch nicht ganz gelungen ist, diese Dinge umzusetzen“, kritisierte Hoeneß seine Bosse. Durch den Verkauf von Woltemade habe sich die Situation „jetzt nochmal ein bisschen verschärft“, so Hoeneß weiter, der sichtlich um Fassung bemüht und erkennbar aufgewühlt war. Der Kader stehe derzeit nicht so da, „wie man sich das vorgenommen hat“.

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