Trinkpausen bei der WM
: So funktioniert die Regel - und warum sie umstritten ist

Die FIFA führt bei der WM feste Pausen zum Trinken ein - das sorgt auch für Kritik. Das müssen Fans über die neue Regel wissen.
Von
Florian Huth
Berlin
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WM 2026 - England - Kroatien: 17.06.2026, USA, Arlington: Fußball, Männer: WM, England - Kroatien, Vorrunde, Gruppe L, 1. Spieltag, Dallas-Stadion. Der Engländer Harry Kane sprüht sich während einer Trinkpause Wasser ins Gesicht. Foto: Julio Cortez/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Bei der WM wird es in jedem Spiel verpflichtende Trinkpausen geben.

Julio Cortez/AP/dpa

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko wird es erstmals in jeder Partie verpflichtende Trinkpausen geben – unabhängig von den WetterbedingungenWie die Regelung in der Praxis umgesetzt werden soll, erfahrt ihr hier.

Trinkpausen: Das gilt bei der WM 2026

Der Weltverband FIFA hat angekündigt, dass die Schiedsrichter die Spiele jeweils zur Mitte jeder Halbzeit für drei Minuten unterbrechen werden. Die Trinkpausen sollen in der Regel nach rund 22 sowie 67 Minuten erfolgen. Nach Angaben der FIFA soll die Regelung gleiche Bedingungen für alle 104 Turnierspiele schaffen und gleichzeitig das Wohlbefinden der Spieler verbessern.

Die Entscheidung geht unter anderem auf die Erfahrungen der Klub-WM 2025 zurück. Dort hatten hohe Temperaturen in den USA wiederholt zu Unterbrechungen geführt. Die FIFA betont nun, dass die neuen Pausen unabhängig von Stadiontyp, Dachkonstruktion oder Wetterlage gelten werden.

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Infantino verteidigt Trinkpausen: „Keine finanzielle Frage“

FIFA-Präsident Gianni Infantino hat die ungeliebten und teilweise unnötigen Trinkpausen während der Spiele der Fußball-WM verteidigt. Diese seien „ausschließlich eine sportliche Angelegenheit“ und „keine finanzielle Frage“, sagte der Schweizer. Der Weltverband erhalte durch die sogenannten „Hydration Breaks“, die von einer großen Sport-Getränkemarke präsentiert werden, „keine zusätzlichen Einnahmen, da alle kommerziellen Vereinbarungen lange im Voraus abgeschlossen wurden“.

Experten kritisieren neue Regelung

Kritik an der Maßnahme gibt es dennoch. Gegner der Regelung befürchten, dass die zusätzlichen Unterbrechungen den Spielfluss beeinträchtigen könnten. Zudem sehen einige Beobachter in den fest eingeplanten Pausen vor allem neue Vermarktungsmöglichkeiten für TV-Sender. Tatsächlich bieten die Unterbrechungen zusätzliche Werbeflächen während laufender Spiele, die von übertragenden Sendern genutzt werden können.

Auch Experten halten die neuen Trinkpausen zwar für einen Schritt in die richtige Richtung, bezweifeln jedoch teilweise, dass die Maßnahmen bei den erwarteten hohen Temperaturen ausreichend sind. Mehrere Wissenschaftler und Sportmediziner forderten zuletzt weitergehende Hitzeschutzmaßnahmen für die Spieler.