Senegals Gueye mit Nationalteam-Pause: Nach dem WM-Aus eskaliert die Kritik

Pape Gueye ist aus der Nationalmannschaft des Senegal zurückgetreten - zumindest vorerst.
Stephanie Scarbrough/AP/dpaPape Gueye sorgt nach dem bitteren WM-Aus des Senegal für Aufsehen. Der Mittelfeldspieler des FC Villarreal kündigte über Instagram an, seine Karriere in der Nationalmannschaft vorerst auf Eis zu legen. Zumindest solange der aktuelle Trainerstab um Pape Thiaw im Amt ist.
Pape Gueye wird ausgewechselt - und tritt zurück
„Ich möchte heute schon ankündigen, dass ich, solange dieser Trainerstab im Amt ist, eine Pause bei der Nationalmannschaft einlegen werde“, schrieb Gueye in einer Instagram-Story. Auslöser ist seine Auswechslung beim dramatischen 2:3 nach Verlängerung gegen Belgien im WM-Sechzehntelfinale. Gueye wurde beim Stand von 2:0 in der 66. Minute vom Platz genommen, ehe Senegal die Führung verspielte und durch einen späten Elfmeter ausschied.
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„Ich war körperlich in guter Form, aber letztlich trifft der Trainer die Entscheidungen“
In seiner Stellungnahme betonte der 27-Jährige, er habe sich körperlich fit gefühlt, akzeptiere aber grundsätzlich die Entscheidungen des Trainers. Gleichzeitig machte er deutlich, dass er unter den aktuellen Verantwortlichen nicht mehr für die Nationalmannschaft auflaufen werde.
Mit seiner öffentlichen Kritik verschärft Gueye die Diskussion um den senegalesischen Trainerstab. Ob die Entscheidung nur vorübergehend ist oder langfristige Folgen für seine Nationalmannschaftskarriere hat, bleibt offen.
Senegal unterliegt Belgien dramatisch
Belgiens sogenannte goldene Generation hat im WM-Sechzehntelfinale eindrucksvoll Moral bewiesen und einen Zwei-Tore-Rückstand noch in einen Sieg verwandelt. Die Mannschaft um Doppeltorschütze Youri Tielemans setzte sich in Seattle nach Verlängerung mit 3:2 (0:1, 2:2) gegen Senegal durch und löste damit das Ticket für das Achtelfinale.
Vor 66.925 Zuschauern im Stadion der Seattle Seahawks hatten Habib Diarra (24.) und Ismaila Sarr (51.) den Senegal scheinbar auf Viertelfinalkurs gebracht. Belgien steigerte sich jedoch in der Schlussphase deutlich: Romelu Lukaku verkürzte in der 86. Minute, ehe Tielemans nur drei Minuten später den Ausgleich erzielte. In der Nachspielzeit der Verlängerung entschied Tielemans die Partie schließlich mit einem verwandelten Foulelfmeter (120.+5). Der Strafstoß war nach einem längeren VAR-Check bestätigt worden.
