Schiedsrichter Deutschland gegen Griechenland: Er pfeift das Länderspiel in der Nations League

Schiedsrichter Clement Turpin leitet das Länderspiel der Nations League zwischen Deutschland und Griechenland.
Rolf Vennenbernd/dpaFür die deutsche Nationalmannschaft steht in der UEFA Nations League 2026/27 das Rückspiel gegen Griechenland an. Für die Partie in Thessaloniki setzt die UEFA auf einen der international erfahrensten Schiedsrichter Europas. Der 44 Jahre alte Franzose leitete bereits das Finale der Champions League, war bei drei Weltmeisterschaften im Einsatz und kennt die DFB-Elf bestens.
Wer ist der Schiedsrichter bei Griechenland gegen Deutschland und was muss man zu ihm wissen?
Das ist das Schiedsrichter-Gespann für Deutschland gegen Griechenland
Das Nations-League-Spiel zwischen Griechenland und Deutschland am Sonntag, 4. Oktober 2026, wird von Clement Turpin geleitet. Anstoß ist um 20.45 Uhr MESZ in Thessaloniki.
Unterstützt wird Turpin an den Seitenlinien von seinen französischen Assistenten Nicolas Danos und Benjamin Pages. Als Vierter Offizieller ist Eric Wattellier im Einsatz. Für die Entscheidungen am Videomonitor ist Jérôme Brisard als Video-Assistent verantwortlich, Bastien Dechepy fungiert als dessen Assistent. Damit kommt das komplette Schiedsrichter-Team aus Frankreich.
Für die deutsche Nationalmannschaft ist Turpin alles andere als ein Unbekannter. Zuletzt leitete der Franzose im September 2024 das 5:0 Deutschlands gegen Ungarn in der Nations League. Auch beim Eröffnungsspiel der Heim-EM 2024 gegen Schottland stand er auf dem Platz. Deutschland gewann damals in München mit 5:1.
Das ist das Schiedsrichter-Gespann bei Deutschland gegen Griechenland
- Schiedsrichter
Clement Turpin (Frankreich) - Assistenten
Nicolas Danos und Benjamin Pages (beide Frankreich) - Vierter Offizieller
Eric Wattellier (Frankreich) - Video-Assistent (VAR)
Jérôme Brisard (Frankreich)
Das muss man über Schiedsrichter Clement Turpin wissen
Clement Turpin wurde am 16. Mai 1982 geboren und stammt aus Frankreich. Seine Schiedsrichterkarriere begann früh: Bereits 1997 wurde er Distrikt-Schiedsrichter, drei Jahre später stieg er auf die regionale Ebene auf. Der Durchbruch gelang ihm außergewöhnlich früh. 2008 stieg Turpin mit gerade einmal 26 Jahren zum Schiedsrichter in der Ligue 1 auf. Zu diesem Zeitpunkt war er der jüngste Unparteiische, der jemals in Frankreichs höchster Spielklasse eingesetzt worden war.
Turpin leitete bereits das Champions-League-Finale
Turpins internationale Vita weist Ansetzungen auf, die nur wenigen Schiedsrichtern vorbehalten sind. Einen ersten großen Höhepunkt erreichte er 2021, als die UEFA ihm das Finale der Europa League zwischen dem FC Villarreal und Manchester United übertrug.
Nur ein Jahr später folgte die noch prestigeträchtigere Aufgabe: Turpin leitete am 28. Mai 2022 im Stade de France das Champions-League-Finale zwischen dem FC Liverpool und Real Madrid. Real gewann die Partie durch ein Tor von Vinícius Júnior mit 1:0. Bereits beim Champions-League-Finale 2018 war Turpin als Vierter Offizieller eingesetzt worden.
Turpin kennt die deutsche Nationalmannschaft bestens
Deutschland und Turpin verbindet bereits eine längere gemeinsame Geschichte. Vor der Nations-League-Partie gegen Ungarn im September 2024 hatte der Franzose fünf Länderspiele der DFB-Auswahl geleitet. Deutschland gewann davon vier. Eine Partie endete unentschieden.
Zu diesen Begegnungen gehörten das 2:0 gegen Georgien in der EM-Qualifikation 2015, das 1:0 gegen Nordirland bei der EM 2016, das 2:2 im Freundschaftsspiel gegen Argentinien 2019 sowie das 1:0 in Rumänien in der WM-Qualifikation 2021.
Besonders prominent war seine nächste DFB-Ansetzung: Bei der EM 2024 in Deutschland durfte Turpin das Eröffnungsspiel zwischen Deutschland und Schottland leiten. Die Mannschaft von Julian Nagelsmann gewann in München mit 5:1. Im September 2024 folgte das 5:0 gegen Ungarn in Düsseldorf.
Damit leitet Turpin gegen Griechenland bereits zum siebten Mal ein Spiel der deutschen A-Nationalmannschaft.
So pfeift Schiedsrichter Turpin
Turpin selbst beschreibt seine Spielleitung weniger über Kartenstatistiken als über Ruhe, Spielverständnis und Management. In einem ausführlichen UEFA-Porträt erklärte der Franzose, dass ein Schiedsrichter auf höchstem Niveau mit extremen Druck- und Emotionssituationen umgehen müsse Sein Grundsatz: Ruhe des Schiedsrichters überträgt sich auf eine aufgeheizte Partie.
