Reitsport
: Die spektakulärsten Rekorde aller Zeiten

Wie in jeder Sportart werden auch im Reitsport immer wieder Rekorde gebrochen. Wer sprang am höchsten oder am weitesten? Alle Informationen zu Rekorden im Pferdesport im Überblick.
Von
Kai Winderl
Berlin
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Springreiten: Weltcup

Im Laufe der Jahre wurden im Reitsport zahlreiche Rekorde aufgestellt.

Til Buergy/KEYSTONE/dpa
  • Deutsche Reiter dominieren: Hans Günter Winkler hält mit 7 Medaillen den Olympia-Rekord im Springreiten.
  • Höchster Sprung: 2,47 Meter von Alberto Larraguibel Morales 1949 in Santiago de Chile.
  • Charlotte Dujardin hält Weltrekorde in allen drei Dressurprüfungen – bis zu 94,300 % in der Kür.
  • Schnellstes Pferd: Big Racket erreichte 1940 eine Geschwindigkeit von 69,62 km/h.
  • Distanzrekord: Aimé Tschiffely legte 1925 mit zwei Pferden 16.000 km von Buenos Aires nach Washington zurück.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Das Zusammenspiel zwischen Mensch und Pferd hat über Jahrzehnte hinweg beeindruckende Höchstleistungen hervorgebracht. Wer sprang am höchsten, wer am weitesten? Welcher Reiter konnte bei den Olympischen Spielen die meisten Siege erringen? Und welches Pferd gilt als das schnellste der Welt?

Ein deutscher Springreiter hält Olympia-Rekord

Beim Springreiten überwinden Reiter und Pferd gemeinsam scheinbar unüberwindbare Hindernisse. In den Profiklassen erreichen diese Sprünge Höhen von bis zu 1,60 Metern. Bei den schwersten Großen Preisen der Welt müssen die Reiter in anspruchsvollen Parcours ihr Können unter Beweis stellen. Auch bei den Olympischen Spielen treten die Besten der Besten gegeneinander an. Deutschland zählt im internationalen Wettbewerb seit jeher zu den führenden Nationen. Den Rekord für die meisten olympischen Medaillen im Springreiten hält der deutsche Reiter Hans Günter Winkler, der 2018 verstarb. Er gewann insgesamt sieben olympische Medaillen, darunter fünfmal Gold.

Rekorde im Springreiten: Der höchste und weiteste Sprung

Im Durchschnitt schaffen Springpferde ohne Reiter eine Sprunghöhe von etwa 1,20 bis 1,60 Metern. Doch auch im Reitsport gibt es tierische Ausnahmetalente im Laufe der Geschichte. Der offizielle Rekord für den höchsten Sprung über ein Hindernis liegt bei 2,47 Metern. Dieser wurde am 5. Februar 1949 in Santiago de Chile von Alberto Larraguibel Morales auf seinem Pferd Huaso aufgestellt. Beim Springreiten geht es jedoch nicht nur um die Höhe, sondern auch um die Weite der Sprünge. Der Rekord für den weitesten gelungenen Sprung über ein Wasserhindernis liegt bei etwa 8,25 Metern. Dieser wurde am 25. April 1975 in Johannesburg von Something unter dem Reiter André Ferreira erzielt.

Die wichtigsten Rekorde im Dressurreiten

Anders als beim Springreiten geht es beim Dressurreiten nicht um Höhe oder Weite, sondern um ein perfekt eingespieltes Team aus Reiter und Pferd. Das Reiter-Pferd-Gespann sammelt Punkte für die exakte Ausführung einer vorgegebenen Dressuraufgabe. Je präziser die Bewegungsabläufe sind, desto höher ist die Prozentwertung. Die drei anspruchsvollsten Dressurprüfungen sind der Grand Prix de Dressage, der Grand Prix Spécial und die Grand Prix Kür.

Die Weltrekorde mit der höchsten Prozentwertung in allen drei Prüfungen wurden von der Britin Charlotte Dujardin aufgestellt. Im Grand Prix de Dressage erzielte sie am 16. Dezember 2014 mit ihrem Pferd Valegro bei der London International Horse Show ein Ergebnis von 87,460 %. Im Grand Prix Spécial erreichte sie am 29. April 2012 beim Horses & Dreams-Turnier in Hagen am Teutoburger Wald 88,022 %. In der Grand Prix Kür stellte sie am 17. Dezember 2014, erneut in London, mit 94,300 % einen weiteren Weltrekord auf.

Werth ist erfolgreichste Olympia-Reiterin

Im internationalen Vergleich haben auch deutsche Dressurreiterinnen und -reiter herausragende Erfolge erzielt. Die erfolgreichste Reiterin der olympischen Geschichte ist die deutsche Dressurikone Isabell Werth. Sie gewann acht olympische Goldmedaillen sowie sechs Silbermedaillen und löste 2016 damit Dr. Reiner Klimke als erfolgreichsten olympischen Reiter ab. Klimke konnte in seiner Karriere sechs Gold- und zwei Bronzemedaillen bei Olympischen Spielen gewinnen.

Offizieller Weltrekord für das schnellste Pferd

Wenn es um Geschwindigkeit geht, sind viele Pferde kaum zu übertreffen. Zu den schnellsten Pferderassen zählen vor allem Englische Vollblüter und American Quarter Horses. Vollblüter sind für ihre Ausdauer und Schnelligkeit über lange Distanzen bekannt, während Quarter Horses auf Kurzstrecken erstaunliche Geschwindigkeiten erreichen können. Den Weltrekord für das schnellste Pferd der Geschichte eindeutig zu bestimmen, ist jedoch nicht ganz einfach, da es Unterschiede hinsichtlich der Distanz, des Geländes und der Anzahl gewonnener Rennen gibt. Im Laufe der Jahre konnten verschiedene Pferde den Titel des „schnellsten Pferdes” für sich beanspruchen. Der offizielle Weltrekord für das schnellste Pferd wird dem Vollblüter Big Racket zugeschrieben, der 1940 eine Geschwindigkeit von 69,62 Kilometern pro Stunde erreichte. In der Hall of Fame des Pferderennsports steht Peter Alafi, der 2012 verstarb, ganz oben auf der Liste der erfolgreichsten Jockeys der Renngeschichte. Der Deutsche konnte in seiner Karriere beeindruckende 2.307 Siege verbuchen.

Unglaubliche Distanz! Tschiffely legt 16.000 Kilometer zurück

Beim Distanzreiten treten Reiter und Pferd nicht nur in puncto Schnelligkeit, sondern auch in der Ausdauer gegeneinander an. Den wohl bekanntesten Distanzritt absolvierte Aimé Tschiffely. Mit seinen beiden Criollo-Pferden legte der gebürtige Schweizer eine Strecke von 16.000 Kilometern zurück. Im Jahr 1925 ritt er von Buenos Aires in Argentinien bis nach Washington, D.C. in den USA. Diese legendäre Leistung machte ihn zu einem der bedeutendsten Weitreiter des 20. Jahrhunderts. Tschiffely verstarb 1954 im Alter von 59 Jahren. Der Rekord für den schnellsten Distanzritt auf einer deutlich kürzeren Strecke von 90 Kilometern liegt bei etwa 2,75 Stunden, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von rund 32 km/h entspricht.

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