Nach scharfer Kritik an Infantino
: FIFA trennt sich von Betriebsdirektor Lamour

Kevin Lamour übt scharfe Kritik an FIFA-Präsident Gianni Infantino – und erhält nun die Quittung. Denn der Weltverband des Fußballs trennt sich von seinem Betriebsdirektor.
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sid
Köln
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Kevin Lamour: HANDOUT - 27.09.2018, Schweiz, Nyon: Fußball UEFA Sitzung Exekutivkomitee im UEFA Hauptquartier vor der Entscheidung über EM-Gastgeber 2024 zwischen Deutschland und der Türkei.  Florence Hardouin (r) aus Frankreich, Mitglied des UEFA-Exekutivkomitees, und Kevin Lamour kommen zu der Sitzung. (zu dpa: «Nach Kritik an Infantino: Betriebsdirektor verlässt FIFA») Foto: Harold Cunningham/UEFA via Getty Images/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits +++ dpa-Bildfunk +++

Kevin Lamour und die FIFA gehen künftig getrennte Wege.

Harold Cunningham/UEFA via Getty Images/dpa
  • FIFA trennt sich von Betriebsdirektor Kevin Lamour – die Zusammenarbeit endete am 17. August 2026.
  • Bestätigt wurde dies auf Anfrage, die FIFA dankt für zwei Jahre Dienst und schweigt ansonsten.
  • Lamour hatte Infantino kritisiert, nachdem Pläne zu Investorenanteilen an Turnieren bekannt wurden.
  • In einem offenen Brief warf er Infantino Hintergehen vor und nahm den Jobverlust in Kauf.
  • Infantino verwarf die Investorenpläne und sammelt derzeit Unterstützer für die Wahl im März.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Gut zwei Wochen nach der scharfen Kritik von Kevin Lamour am FIFA-Präsidenten Gianni Infantino hat sich der Weltverband des Fußballs von seinem Betriebsdirektor getrennt. Die FIFA bestätigte am Montagabend auf SID-Anfrage einen Bericht der New York Times.

„Die FIFA kann bestätigen, dass die Zusammenarbeit mit Kevin Lamour als Chief Operating Officer am 17. August 2026 beendet wurde“, teilte der Verband mit. „Die FIFA dankt Kevin für seine zwei Jahre im Dienst und wünscht ihm alles Gute für die Zukunft.“ Ansonsten werde zum Thema „kein weiterer Kommentar“ abgegeben.

Lamour stellt sich gegen seinen Chef

Nach Bekanntwerden von Infantinos Plan, Anteile an der WM und anderen Turnieren an Investoren zu verkaufen, hatte Lamour sich eindeutig gegen seinen Chef gestellt. Infantino habe seine Mitarbeiter hintergangen, schrieb Lamour in einem offenen Brief, er nehme in Kauf, wegen seiner Kritik gegebenenfalls seinen Job zu verlieren. So ist es nun gekommen.

Nach einem gewaltigen Aufschrei quer durch den Fußball hat Infantino seine Investorenpläne verworfen. Derzeit sammelt er Unterstützer, um sich bei der Wahl im März als Präsident bestätigen zu lassen. Die Europäische Fußball-Union (UEFA) droht weiterhin mit einem Boykott von FIFA-Turnieren.