Fußball-Legenden
: Diese Rückennummern werden nie wieder vergeben

Manche Spieler sind absolute Vereinsikonen und Fußball-Legenden. Ob Maldini, Beckenbauer oder auch Maradona – wir zeigen, welche Rückennummern nie wieder vergeben werden.
Von
Kai Winderl
Berlin
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Andreas Brehme (r), damaliger deutscher Nationalspieler, und Diego Maradona, damaliger argentinischer Kapitän und Spielregisseur im Olympiastadion von Rom im Endspiel der Fußball–WM. Fußball–Weltmeister Andreas Brehme ist im Alter von 63 Jahren gestorben, wie seine Familie der Deutschen Presse–Agentur am Dienstag bestätigte. (zu dpa: „Fußball–Weltmeister Andreas Brehme tot»)

Andreas Brehme (r) und Diego Maradona im Endspiel der Fußball-WM. Die Nummer der argentinischen Legende wird bei Neapel nicht mehr vergeben.

Martina Hellmann

Sie haben Geschichte geschrieben, Titel geholt, Fans berührt – und sich einen Platz in der Fußball-Ewigkeit gesichert. Bei manchen Spielern reicht der Name, um Gänsehaut auszulösen. Ihre Rückennummer? Unantastbar. Aus Respekt vor ihren Leistungen vergeben viele Top-Clubs diese Trikotnummern nie wieder. Welche Nummern für immer gesperrt sind – und welche Legenden dahinterstehen – zeigen wir euch in diesem Artikel.

Diego Maradona: Trikotnummer 10 (SSC Neapel)

Diego Maradona wird in Neapel bis heute wie ein Gott verehrt. Daher ist es logisch, dass der italienische Club seine Nummer 10 schon seit 1991 für alle weiteren Spielmacher gesperrt hat. Maradona führte Argentinien 1986 zum Weltmeisterschaftstitel. Dabei erzielte der 25-Jährige beim 2:1-Sieg gegen England im Viertelfinale innerhalb von vier Minuten zwei der berühmtesten Tore der Fußballgeschichte: er beförderte zunächst einen hohen Ball mit der Hand, der „Hand Gottes“, regelwidrig ins Tor und erzielte anschließend nach einem Dribbling über etwa 60 Meter das WM-Tor des Jahrhunderts.

Diego Maradona: ARCHIV - 29.06.1986, Mexiko, Mexiko-Stadt: Der argentinische Spielregisseur Diego Maradona zeigt bei der Siegerehrung der Fußballweltmeisterschaft freudestrahlend den eroberten Weltmeisterschaftspokal.  (zu dpa: «Maradona litt an Lungenödem und Herzmuskelerkrankung vor Tod») Foto: ---/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Diego Maradona mit dem eroberten Weltmeisterschaftspokal.

---/dpa

Franz Beckenbauer: Trikotnummer 5 (FC Bayern)

Der „Kaiser“ Franz Beckenbauer trug im Trikot des FC Bayern die Nummer 5. Beckenbauer, der Fußballgeschichte geschrieben hat, 1974 als Spieler und 1990 als Teamchef die Fußball-Weltmeisterschaft gewann, war am 7. Januar 2024 im Alter von 78 Jahren gestorben und in seiner Heimatstadt München beigesetzt worden. Nach seinem Tod wurde der Münchner Legende eine besondere Ehre zuteil: Seine Trikotnummer soll zukünftig von keinem anderen Spieler mehr getragen werden, um die besonderen Verdienste Beckenbauers in diesem Trikot zu würdigen.

Franz Beckenbauer ist tot: ARCHIV - 10.10.1982, USA, Los Angeles: Der deutsche Libero Franz Beckenbauer gewinnt einen Zweikampf gegen einen am Boden liegenden Gegenspieler des mexikanischen America-Teams. Beckenbauer spielt in Los Angeles für seinen Klub New York Cosmos. Franz Beckenbauer ist tot. Die deutsche Fußball-Legende starb am Sonntag im Alter von 78 Jahren, wie seine Familie am Montag der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. (zu dpa: «Allianz Arena künftig am Franz-Beckenbauer-Platz 5») Foto: dpa/upi +++ dpa-Bildfunk +++

Der deutsche Libero Franz Beckenbauer spielte unter anderem für den Klub New York Cosmos. Auch hier trug er die Nummer 5.

upi/dpa

Johan Cruyff: Trikotnummer 14 (Ajax Amsterdam)

Genauso wie Franz Beckenbauer für den FC Bayern ist Johann Cruyff für Ajax Amsterdam eine absolute Clublegende. Der offensive Mittelfeldspieler prägte den niederländischen Fußball wie kaum ein anderer. Der technisch versierte Niederländer scheiterte 1974 mit der Nationalmannschaft knapp im WM-Finale an Deutschland mit einem gewissen Franz Beckenbauer. Seit 2007 vergibt der niederländische Rekordmeister die ikonische Rückennummer 14 nicht mehr.

Bei der Fußball-WM 1974 führte Johan Cruyff die Niederlande bis ins Finale.

Bei der Fußball-WM 1974 führte Johan Cruyff die Niederlande bis ins Finale.

picture alliance/dpa

Paolo Maldini: Trikotnummer 3 (AC Milan)

Er ist eine absolute Legende des italienischen Fußballs: Paolo Maldini. Der Innenverteidiger spielte seine gesamte Laufbahn für den AC Mailand, machte insgesamt 901 Pflichtspiele und gewann mit Milan mehrmals die Champions League. Nachdem Maldini seine Karriere beendet hatte, wurde seine Rückennummer 3 an keinen Spieler mehr vergeben. In Zukunft soll es nur eine Ausnahme geben: Sein Sohn Daniel Maldini darf die 3 bekommen, sollte er eines Tages für die Mailänder spielen.

Zwei Legenden des AC Milan: Filippo Inzaghi (L) und Kapitän Paolo Maldini im Jahr 2007.

Zwei Legenden des AC Milan: Filippo Inzaghi (L) und Kapitän Paolo Maldini im Jahr 2007.

picture-alliance/ dpa

Franco Baresi: Trikotnummer 6 (AC Mailand)

Eine weitere Milan-Legende ist Franco Baresi, der ebenfalls seine gesamte Karriere bei den Mailändern verbracht hat. Die Nummer 6 von Baresi wird bei Milan nicht mehr vergeben.

Franco Baresi (2. v. l.) und Lothar Matthäus (2.v.r) im Zweikampf.

Franco Baresi (2. v. l.) und Lothar Matthäus (2.v.r) im Zweikampf.

picture alliance / dpa

Javier Zanetti: Trikotnummer 4 (Inter Mailand)

Der Rechtsverteidiger Javier Zanetti spielte fast 20 Jahre lang bei Inter Mailand und wurde dort zur absoluten Clublegende. Seit seinem Karriereende 2014 vergibt Inter seine Trikotnummer 4 nicht mehr.

Javier Zanetti (r) feierte mit Inter Mailand einige Erfolge und gewann unter anderem die Champions League.

Javier Zanetti (r) feierte mit Inter Mailand einige Erfolge und gewann unter anderem die Champions League.

picture alliance / dpa

Lukas Podolski: Trikotnummer 10 (1. FC Köln)

Ursprünglich sollte beim 1. FC Köln die Nummer 10 von Vereinsikone Lukas Podolski nicht mehr vergeben werden. 2014/15 trug sie dennoch ein gewisser Patrick Helmes. Seitdem stand die 10 nicht mehr auf dem Rücken eines Kölner Spielers.

Lukas Podolski im Trikot des 1. FC Köln. Seine Trikotnummer wird nicht mehr vergeben.

Lukas Podolski im Trikot des 1. FC Köln. Seine Trikotnummer wird nicht mehr vergeben.

picture alliance/dpa

Weitere Rückennummern, die nicht mehr vergeben werden

  • Giacinto Facchetti: Inter Mailand, Nummer 3
  • Roberto Baggio: Brescia Calcio, Nummer 10
  • Bobby Moore: West Ham United, Nummer 6
  • Jude Bellingham: Birmingham City, 22
  • Henrik Larsson: Helsingborgs IF, 17
  • Steffen Hofmann: Rapid Wien, 11
  • Andreas Lambertz: Fortuna Düsseldorf, 17
  • Marc-Vivien Foe: Manchester City,  23
  • Miklós Fehér: Benfica Lissabon, 29
  • Marek Krejci: Wacker Burghausen,  11

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