Eiskunstlauf-EM 2026 heute live
: Ergebnisse, Zeitplan, Übertragung im TV und Stream

In Sheffield läuft aktuell die Eiskunstlauf-EM 2026. Wie sehen die bisherigen Ergebnisse aus? Wer überträgt live im Stream und TV? Alle Infos hier.
Von
Kai Winderl
Berlin
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Eiskunstlauf-WM in Boston: 28.03.2025, USA, Boston: Eiskunstlauf: Weltmeisterschaft, Damen; Kür:  Niina Petrokina aus Estland in Aktion. Foto: Charles Krupa/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Niina Petrokina konnte bei der Kür der Frauen ihren Titel verteidigen.

Charles Krupa/AP/dpa

Im englischen Sheffield findet in dieser Woche die Eiskunstlauf-EM 2026 statt. Das deutsche Spitzenpaar Minerva-Fabienne Hase und Nikita Volodin wollte in dieser Woche seinen Titel bei der Eiskunstlauf-Europameisterschaft verteidigen. Am Ende reichte es nur für Silber. Die EM ist der letzte Härtetest vor den Olympischen Spielen in Italien im Februar. Hier findet ihr Infos zu den Ergebnissen, dem Programm, sowie zur TV-Übertragung.

Eiskunstlauf-EM 2026: Programm, Zeitplan und Termine

Die Eiskunstlauf-Europameisterschaften in Sheffield finden vom 14. bis zum 18. Januar 2026 statt. Los geht es für Hase/Volodin gleich zum Auftakt der EM am Mittwoch mit dem Kurzprogramm der Paare. Um die Medaillen laufen die Vizeweltmeister dann am Donnerstagabend in der Kür.

Hier ein Überblick über alle Veranstaltungen:

Mittwoch, 14. Januar 2026

  • 14:00 Uhr (MEZ): Eiskunstlauf-Paare Kurzprogramm
  • 18:00 Uhr (MEZ): Frauen Kurzprogramm

Donnerstag, 15. Januar 2026

  • 14:20 Uhr (MEZ): Männer Kurzprogramm
  • 20:00 Uhr (MEZ): Kür der Eiskunstlauf-Paare

Freitag, 16. Januar 2026

  • 13:30 Uhr (MEZ): Eistanz-Paare Rhythm Dance
  • 19:00 Uhr (MEZ): Kür der Frauen

Samstag, 17. Januar 2026

  • 14:00 Uhr (MEZ): Kür der Männer
  • 19:30 Uhr (MEZ): Free Dance der Eistanz-Paare

Sonntag, 18. Januar 2026

  • 16 Uhr (MEZ): Gala / das Schaulaufen

Eiskunstlauf-EM live im TV und Stream sehen

Die Eiskunstlauf-EM 2026 wird bei Eurosport 2 im Pay-TV übertragen. Daneben gibt es Live-Streams bei sportstudio.de (ZDF) sowie bei den kostenpflichtigen Streamingdiensten Discovery+ und DAZN. Hier geht es direkt zur Paket-Übersicht und zum Angebot von DAZN.*

Kostenlos können die Eiskunstlauf-Europameisterschaften auf dem YouTube-Kanal der International Skating Union (ISU) verfolgt werden.

Die TV-Zeiten sehen wie folgt aus:

  • Mittwoch, 14. Januar 2026: ab 17.55 Uhr bei Eurosport 2
  • Donnerstag, 15. Januar 2026: ab 15.45 Uhr und 19.55 Uhr bei Eurosport 2
  • Freitag, 16. Januar 2026: ab 13.25 Uhr, 15.45 Uhr und 18.55 Uhr bei Eurosport 2
  • Samstag, 17. Januar 2026: ab 15.50 Uhr und 19.25 Uhr bei Eurosport 2

Ergebnisse vom Freitag: Petrokina mit erfolgreicher Titelverteidigung

Die estnische Eiskunstläuferin Niina Petrokina hat ihren Europameistertitel erfolgreich verteidigt. Mit einer überzeugenden Leistung sicherte sich die Titelträgerin aus dem Vorjahr erneut Gold. Silber ging an die ehemalige Europameisterin Loena Hendrickx aus Belgien, Bronze an die Italienerin Lara Naki Gutmann. Eine deutsche Starterin war im Wettbewerb nicht vertreten.

Zuvor hatten die deutschen Eistänzer Charise Matthaei und Max Liebers ihr Ziel erreicht und sich für das Kürfinale qualifiziert. Das Duo aus Chemnitz erzielte im Rhythmustanz 63,49 Punkte und belegte bei ihrem zweiten EM-Auftritt den 17. Platz, der ihnen den Einzug unter die besten 20 sicherte. An der Spitze liegen die Franzosen Laurence Fournier-Beaudry und Guillaume Cizeron.

Die Ergebnisse bei der EM-Kür der Frauen im Eiskunstlauf im Überblick:

  • Gold: Niina Petrokina (Estland) 216,14 Punkte
  • Silber: Loena Hendrickx (Belgien) 191,26
  • Bronze: Lara Naki Gutmann (Italien) 186,87
  • 4. Nina Pinzarrone (Belgien) 185,40
  • 5. Anastasia Gubanowa (Georgien) 184,36
  • 6. Sarina Joos (Italien) 180,84
  • 7. Kimmy Repond (Schweiz) 177,89
  • 8. Anna Pezzetta (Italien) 177,14
  • 9. Jekatierina Kurakowa (Polen) 175,15
  • 10. Iida Karhunen (Finnland) 174,49

Hase/Volodin holen Silber

Die deutschen Eiskunstlauf-Hoffnungsträger Minerva-Fabienne Hase und Nikita Volodin haben bei der EM in Sheffield die erfolgreiche Titelverteidigung verpasst und auf ihrer Mission Olympiamedaille einen Dämpfer hinnehmen müssen. Bei der Generalprobe für die Winterspiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo kamen die favorisierten Vize-Weltmeister nach zwei Stürzen von Hase in der Kür auf 203,87 Punkte und mussten sich dem georgischen Duo Anastasia Metelkina/Luka Berulawa (215,76) deutlich geschlagen geben. Dritte wurden Maria Pavlova/Alexei Sviatchenko aus Ungarn (202,56).

Schon nach dem Kurzprogramm am Mittwoch hatte das Berliner Duo mit 74,81 Punkten auf Rang zwei hinter Metelkina/Berulawa gelegen. Auch in der Kür zur Musik von Max Richter lief nicht alles rund: Volodin überdrehte beim dreifachen Toeloop, Hase stürzte beim Wurf-Rittberger und bei der Schlusshebung. Am Donnerstagmorgen hatte die 26-Jährige noch über Erkältungssymptome geklagt. „Wir waren sehr aufgeregt“, sagte Hase nach der Kür. Am 15. und 16. Februar in der Milano Ice Skating Arena wollen Hase/Volodin nun zwei fehlerfreie Programme zusammenbekommen.

Hocke/Kunkel belegen Platz vier

Annika Hocke/Robert Kunkel rundeten als Vierte das ordentliche Ergebnis für die Deutsche Eislauf-Union (DEU) ab. Die ehemaligen EM-Dritten aus Berlin, die in Mailand ebenfalls an den Start gehen werden, hatten mit 188,27 Punkte großen Rückstand auf das Podium, liefen zu „I'd Do Anything for Love“ von Meat Loaf ihre beste Kür der Saison. „Es war für uns hochemotional auf dem Eis. Das Publikum war überwältigend“, sagte Hocke. Nicht auf dem Eis standen verletzungsbedingt die italienischen WM-Dritten Sara Conti/Niccolo Macii.

Einen gebrauchten Nachmittag erlebte Genrikh Gartung (Oberstdorf). Der deutsche Meister verpatzte sein Kurzprogramm und rettete sich als 24. von 29 Läufern mit 64,45 Punkten so gerade in das Kürfinale am Samstag (14.00 Uhr). „Ich war vor meinem EM-Debüt sehr aufgeregt. Natürlich bin ich sehr enttäuscht“, sagte der mit 18 Jahren jüngste Starter im Feld. Der Sturz beim dreifachen Axel habe ihn „aus dem Konzept gebracht“, dazu erhielt er einen Punktabzug wegen eines Zeitverstoßes.

In der Männer-Konkurrenz hat Deutschland ebenso wie bei den Frauen bei den Winterspielen in Mailand keinen Startplatz. Der in Russland geborene Gartung ist wegen des noch fehlenden deutschen Passes nicht startberechtigt, Gold geht bei Olympia nur über den US-Amerikaner Ilia Malinin.

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