Auswärtstorregel Champions League 2026
: Deshalb zählen Auswärtstore nicht mehr doppelt

Seit 2022 gilt die Auswärtstorregelung in der Champions- und Europa League nicht mehr. Wie Auswärtstore in den europäischen Wettbewerben zählen, erfahrt ihr hier.
Von
Kai Winderl
Berlin
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Paris Saint-Germain - Bayern München

Die Auswärtstorregel in der UEFA Champions League wurde abgeschafft.

Federico Gambarini/dpa

Der Ball ist rund, ein Spiel dauert 90 Minuten – und in der Champions League und Europa League gibt es die Auswärtstorregel. So oder so ähnlich hätte die alte Fußballweisheit vor einiger Zeit noch lauten können. Doch seit der Saison 2021/22 hat sich in der Champions League, wie auch in der Europa League, etwas Entscheidendes geändert: Die Auswärtstorregel wurde in beiden europäischen Wettbewerben abgeschafft.

Wie Auswärtstore nun zählen und was das in der Praxis bedeutet, lest ihr in diesem Artikel.

Auswärtstorregel: Das galt bisher in der Champions League

In Sachen Auswärtstoren ging man in der K.o.-Phase der Europa League in den vergangenen Jahren folgendermaßen vor: Lautete das Ergebnis nach Hin- und Rückspiel Unentschieden, wurde die Auswärtstorregel angewendet, um über das Weiterkommen zu entscheiden. Das Prinzip: Hat Mannschaft A mehr Auswärtstore geschossen als Mannschaft B, so scheidet Mannschaft B aus dem Wettbewerb aus und Mannschaft A erreicht die nächste Runde. Ist die Anzahl der geschossenen Auswärtstore bei beiden Teams gleich hoch, wurde in einer Verlängerung bzw. im Elfmeterschießen über das Weiterkommen entschieden.

Warum wurde die Auswärtstorregel abgeschafft?

Zur Abschaffung der Auswärtstorregelung in den europäischen Vereinswettbewerben äußerte sich UEFA-Präsident Aleksander Ceferin. „Obwohl es keine Einigkeit in den Ansichten gab, haben viele Trainer, Fans und andere Fußballakteure ihre Fairness infrage gestellt und sich für eine Abschaffung der Regel ausgesprochen“, so Ceferin. Die Abschaffung der Auswärtstorregel soll somit den Wettbewerb in Champions und Europa League fairer machen.

Abgeschaffte Auswärtstorregel: Das gilt 2026

Durch die Abschaffung der Auswärtstorregel zählen Auswärtstreffer genauso wie Heimtreffer. Es hängt also vom Hinspiel-Ergebnis ab, ob die Clubs von der Regeländerung profitieren oder benachteiligt werden. Beispiel: Endet das Hinspiel 1:1, so geht es bei einem Stand von 0:0 nach 90 Minuten im Rückspiel in die Verlängerung und falls keine weiteren Tore fallen nach 120 Minuten ins Elfmeterschießen. Nach alter Auswärtstorregel wäre in diesem Fall das Team, das im Hinspiel das Auswärtstor geschossen hat, nach 90 gespielten torlosen Rückspiel-Minuten in der nächsten Runde.

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