American Football: Was macht der Tight End beim Football und in der NFL?

Tight End Travis Kelce (#87) und sein QB Pat Mahomes (#15) verstehen sich quasi blind. Was genau machen Tight Ends beim Football?
afpDer Tight End (TE) ist ein Teil der Offense beim American Football. Sie werden sowohl als Passempfänger als auch als Blocker eingesetzt. TE sind meistens kräftige Spieler, welche dennoch sehr agil und schnell sind. Zudem brauche sie „gute Hände“, da sie sowohl Bälle fangen als auch gegnerische Verteidiger abblocken müssen. Der TE stellt sich meistens direkt neben einem der Offensive Tackles auf, bildet somit quasi einen sechsten Offensive Linemen (OL). Er steht jedoch nicht an der Line of Scrimmage. Bei manchen Spielzügen stellt er sich aber auch an der Slot-Receiver-Position (Position zwischen OL und äußerem Receiver) oder als Fullback (FB) auf.
Jedes Team setzt den TE unterschiedlich ein. In einigen Teams gibt auch einen spezifischen Receiving-TE und einen Blocking-TE. Spieler wie Travis Kelce (Kansas City Chiefs) oder George Kittle (San Francisco 49ers) sind oftmals Anspielstation Nummer eins ihrer Quarterbacks.

George Kittle (49ers) ist einer der besten Tight Ends der Liga. Er ist sowohl ein guter Passfänger als auch Blocker.
MANUEL VELASQUEZ/afpDer Passspielzug mit dem Tight End
Beim Passspielzug fungiert der TE entweder als Receiver oder als Blocker. Als Receiver stellt sich der TE entweder im Slot oder direkt neben der OL auf. Manchmal täuscht er auch einen Block an, löst sich von seinem Gegner und geht dann auf seine Route. TE fangen meistens eher kurze Bälle für wenige Yards. Spieler wie Travis Kelce stehen oft im Slot und fangen teilweise über 10 Pässe und über 100 Yards pro Spiel.
Bei manchen Passspielzügen wird der TE als zusätzlicher Blocker/Offensive Linemen aufgestellt. Dabei blockt er, wie die OL, einen gegnerischen Verteidiger. Zwar hat der QB eine Anspielstation weniger, aber auch einen Mann mehr, der ihn vor gegnerischen Verteidigern schützt.

Marcedes Lewis (#89) ist ein typischer Blocking-Tight End. Hier bejubelt er allerdings einen Touchdown.
Mike Mulholland/afpDer Laufspielzug mit einem Tight End
Auch bei Läufen kann sich der TE im Slot aufstellen. Das ist aber eher unüblich. Direkt neben der OL platziert, soll er als zusätzlicher Run-Blocker den Weg für den Running Back freimachen. Dabei nimmt der TE es auf der ersten Ebene meist mit Linebackern, auf der zweiten Ebene mit den Safeties auf sich. Spieler wie Marcedes Lewis (Green Bay Packers) oder Zach Ertz (Washington Commanders) sind typische Blocking-TE, welche hauptsächlich im Laufspiel, aber auch bei Pässen als Blocker eingesetzt werden.