Tübingen · Tübinger Erbe-Lauf
: Bewegung für das Hospiz

Vom 11. bis 19. September kann jeder gelaufene Kilometer Geld für das Difäm-Projekt einbringen.
Von
Tobias Zug
Tübingen

Schwäbisches Tagblatt

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Ei nen sonst üblichen Lauf in der Masse durch die Tübinger Altstadt gab es im vergangenen Jahr nicht. Aber anders als noch 2019, als der Erbe-Lauf wegen der Corona-Pandemie komplett abgesagt worden war, konnte in einem bestimmten Zeitraum wenigstens jeder und jede für sich, wo er wollte, laufen, die Zeiten durchgeben, was dann offiziell als Wertung für den Lauf galt. Etwa 3000 Menschen machten dabei mit.

Dieses Jahr wird am 19. September zwar wieder in - wenn auch kleineren - Gruppen gelaufen, auf anderen Strecken als bisher. Ganz fällt jener (Erbe-)Lauf aber nicht weg, den man in jedem entlegensten Teil der Erde laufen kann. „Virtual Charity Run“ heißt die diesjährige Version, den der Namensgeber des Laufs erschaffen hat. Von 11. bis 19. September kann und soll dabei gelaufen werden, und für jeden gelaufenen Kilometer spendet der Tübinger Medizintechnikhersteller 50 Cent für den diesjährigen Sozialpartner Deutsches Institut für Ärztliche Mission (Difäm) und sein Projekt „Hospiz Tübingen“. Wichtige Zusatzinfo: Es muss nicht mal sonderlich schnell gelaufen werden, Gassigehen mit dem Hund wird genauso gewertet wie Nordic Walking oder Wandern.

Afrikanische Partner laufen mit

Etwa 30000 Kilometer legten die Läuferinnen und Läufer vergangenes Jahr zurück. „Dreißig- bis vierzigtausend Kilometer ist unsere Zielmarke“, sagt Difäm-Direktorin Gisela Schneider, „das wäre eine tolle Sache.“ Der Verein selbst hat schon Partnerorganisationen in Afrika in Bewegung gesetzt, die sich bewegen werden: In Burkina Faso, Malawi, Kongo, Sierra Leone und Liberia werden Leute praktisch am Tübinger Lauf teilnehmen, Mitglieder aus kirchlichen Krankenhäusern und Einrichtungen, mit denen das Tübinger Difäm zusammenarbeitet. „Die bekommen viel von uns“, sagt Schneider, „jetzt machen sie sich dafür stark, dass sie für uns was machen können.“

Auch das Difäm selbst läuft praktisch für sich: Am Sonntag hat Olaf Hirschmann, der Projekte in Malawi leitet, einen Wandertag organisiert. Vom Egeria-Platz geht es los, eine Rundwanderung durch den Schönbuch. „Wenn wir in Tübingen viele mobilisieren können, sich zu bewegen, wäre das toll“, sagt Schneider.

So weit und wo man will

D ie Anmeldungen auch für den „Virtual Charity Run“ sind seit 12. Juli freigeschaltet. Sie erfolgt online über das Portal race/result Timing. Auch während des Laufzeitraums vom 11. bis 19. September sind Nachmeldungen möglich. In diesem Zeitraum kann so weit und so lange gelaufen werden, wo und wie man will. Die Kilometer sollten über eine Fitnessuhr oder Smartphone festgehalten und auf dem Onlineportal bis 19. September eingetragen werden. Die Firma Erbe spendet je 50 Cent pro gelaufenen Kilometer für die Finanzierung des Hospiz des Deutschen Insituts für Ärztliche Mission in Tübingen (Difäm), wofür aktuell (Stand 7. September) noch 444000 Euro fehlen.