Tübingen · Triathlon
: Der Wechsel als besonderer Reiz

TAGBLATT-Gewinner Björn Vielberth aus Bempflingen war 15 Jahre lang Fußball-Schiedsrichter bis zur Oberliga.
Von
Ferdinand Schwarz
Tübingen

Greta Groten (links Karina Kornmüller) erklärt, worauf es beim Schwimmen und dem Wechseln ankommt.

Ulmer

Vom Fußball-Schiedsrichter zum Triathleten: Björn Vielberth.

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14 Grad, rauer Wind — eigentlich kein Freibadwetter. Trotzdem finden sich rund 20 Teilnehmer und Teilnehmerinnen im Tübinger Freibad ein, die beim Triathlon-Vorbereitungstraining von Mey Generalbau mitmachen. Einmal wöchentlich bietet der Veranstalter um Organisator Alexander Wütz das Training an – unter der Leitung der Bundesliga-Triathletinnen des Post SV Greta Groten und Karina Kornmüller.

Einer der Teilnehmer ist Björn Vielberth aus Bempflingen. Über ein soziales Netzwerk wurde er darauf aufmerksam, dass das TAGBLATT drei Startplätze für den Triathlon in Tübingen am 21. Juli verlost. Vielberth meldete sich an und gewann einen Platz. Bereits 2015 startete der 37-jährige Kriminalbeamte beim Tübinger Triathlon, war damals von der Stimmung begeistert. „Das war überragend, die ganze Stadt war voll“, erinnert sich Vielberth. Der Tübinger Triathlon war sein erster Wettbewerb von bisher über zehn. „Nach dem ersten Triathlon hab ich Lunte gerochen“, sagte Vielberth.

Er war außerdem 15 Jahre Fußball-Schiedsrichter bis zur Oberliga, ist nebenher immer wieder Halbmarathon gelaufen — das wurde ihm aber schnell zu langweilig. „Der Triathlon hat durch diesen Wechsel zwischen den Disziplinen einfach einen besonderen Reiz.“ Genau diese Wechsel seien es allerdings auch, die den Triathlon so anspruchsvoll machen.

Genau deshalb legen die Trainerinnen darauf besonders wert, im Training wird alle vier Minuten die Disziplin gewechselt, vom Schwimmen geht’s auf das Fahrrad, danach wird die Freibaderweiterung zum Rundenlaufen genutzt. „Mir gefällt’s, die Trainer sehen jedes Detail, und man macht schnell Fortschritte“, sagte Vielberth. Sein Ziel für den Triathlon-Wettkampf: den Wettbewerb im vorderen Mittelfeld beenden und verletzungsfrei bleiben. „Allein schon für das Gefühl danach, wenn du es geschafft hast, lohnt es sich“, sagte Vielberth.