Tübingen: Sagen Sie mal, Herr Baumann…

Schwäbisches Tagblatt
.Mit der Ernährung und Lauferei ist es wie im richtigen Leben: die Kunst liegt in Bezug auf die Frage wahrscheinlich dazwischen. Aber der Reihe nach. Grundsätzlich gilt: Kurz vor dem Erbe-Lauf und am Lauftag keine Experimente. Essen, Trinken und Leben wie an anderen Tagen auch.
Heißt: Wenn jemand einen sehr empfindlichen Magen hat, sollte das Frühstück drei bis vier Stunden vorher stattgefunden haben. Wenn jemand keine Probleme hat, mit vollem Magen zu laufen, kann diejenige oder derjenige noch bis zu einer Stunde vorher frühstücken. Ich kannte sogar einen Athleten, der ist noch mit einem belegtem Semmel zum Training gekommen. Aber eben nur zum Training. Denn Vorsicht, der Start beim Erbe-Lauf ist kein normaler Trainingslauf. Auch wenn viele „nur zum Spaß“ laufen wollen, ist jede/r irgendwie nervös.
Und Nervosität kann sich eben auch auf den Magen und die Verdauung auswirken. Deshalb also lieber Vorsicht walten lassen. Keine fette Wurst, keine Pizza und auch kein Urgetreidebrei nur in Wasser eingeweicht. Bei diesen Mahlzeiten hat unser Magen schon mehr als genug zu tun, Laufen fällt dann schwerer. Wie gesagt, die Kunst liegt irgendwie dazwischen. Mein Vorschlag: Tee oder Kaffee, Brötchen mit Marmelade, Honig oder Käse. Auch ein Wurstaufschnitt ist drin.
Vorausgesetzt der Zeitabstand stimmt. Lieber etwas früher Frühstücken. Trinken nicht vergessen. Wasser mit oder ohne Saft. Der eingeweichte Getreidebrei oder das Spiegelei mit Speck und Bohnen können ja dann ab Montag nach dem Lauf wieder eingenommen werden. Abwechslung ist nicht nur im Training gut, sondern auch bei der Ernährung. Und für das Leben gilt das sowieso.