Motorsport: „Es ist Wahnsinn!“

In seinem Mercedes-AMG GT3 sichert sich Sebastian Asch den ersten Saisonsieg. Bilder: Upietz, Gruppe C
Nicht gesetztMehr als 17000 Zuschauer waren dabei. Für BWT Mücke Motorsport war das Rennen im ADAC GT Masters auf dem Nürburgring eine historische Angelegenheit. Denn Sebastian Asch und Lucas Auer holten für das Team den ersten Sieg überhaupt in der Liga der Supersportwagen. „Es ist Wahnsinn! Ich freue mich so riesig für das gesamte Team“, sagte der Altinger Asch, der zum neunten Mal ein Rennen im GT Masters gewann, zum ersten Mal aber in der laufenden Saison.
Startplatz 3 als Basis
Grundlage war eine starke Qualifikation für das erste Rennen. Das Duo ging von Startplatz 3 aus ins Rennen. Wobei Asch gerade auf einer schnellen Runde war, als der Regen einsetzte und die Zeit nicht mehr verbessert werden konnte. „Mir war aber klar, dass mit unserem Speed von Rang 3 viel drin sein würde“, sagte er.
Der 30-jährige Altinger war es, der einen perfekten Start erwischte und in Führung ging, weil er einen Verbremser von Polesetter Luca Stolz ausnutzte. Auch zwei Safety-Car-Phasen änderten nichts daran, dass Asch an der Spitze dominierte. So übergab er in Führung liegend an Auer. „Als der Stopp funktioniert hatte, war mir eigentlich schon klar, dass er das auch ins Ziel bringen würde“, sagte Asch. „Meine einzige Sorge waren weitere Safety-Car-Phasen, die den Vorsprung wieder zunichtegemacht hätten.“
Im zweiten Rennen am Sonntag musste das Duo dann mit 30 Kilo Erfolgsbalast im Wagen starten, weshalb sie nicht über Rang 13 hinausgekommen sind. Immerhin: Durch diese Platzierung können sie nach der Sommerpause am Sachsenring (15. bis 17. September) ohne Zusatzkilos wieder angreifen. „Ich bin überzeugt, dass jetzt der Knoten geplatzt ist“, sagte Asch. „Wir hatten schon seit einiger Zeit den nötigen Rennspeed, aber es kam aus verschiedenen Gründen nie zusammen.“
In der Gesamtwertung liegt der 30-Jährige mit 48 Punkten Rückstand auf dem 5. Platz. Zwischenzeitlich war er nach dem Sieg am Samstag sogar auf Platz 3. „Es gibt noch vier Rennen und damit 100 Punkte zu holen“, sagt Asch und will die Meisterschaft noch nicht endgültig abschreiben. Aufgeben sei nicht sein Ding. „Und deshalb kämpfe ich, bis ich entweder zum dritten Mal Meister bin oder es keine Chance mehr gibt.“