Leichtathletik: Nazret und Mengich siegen beim Tübinger Stadtlauf

Sieger bei den Männern wurde Richard Kiprop Mengich aus Kenia vor seinem Landsmann Augustine Kipro Choge (links).
Nicht gesetztGewöhnlich scheint am Stadtlauf-Sonntag stets die Sonne. In diesem Jahr machte der Himmel mal eine der wenigen Ausnahmen. Kurz nach dem Startschuss des zweiten Hauptlaufs begann es gar ein wenig zu nieseln. Und zwischendurch regnete es etwas kräftiger. Keine guten Bedingungen also, um auf dem doch etwas rutschigen Pflaster in der Tübinger Altstadt nicht ins Straucheln zu kommen.
Doch alles ging gut. Von Beginn an setzte sich eine kleine Gruppe vom großen Feld ab, darunter Lokalmatador Arne Gabius. Er lief in der ersten Runde noch beim Rathaus zusammen mit Augustine Kipro Choge vorne weg, musste aber bald darauf abreißen lassen und kam nach zehn Kilometern eine gute Minute hinter dem Erstplatzierten als Fünfter (30:03) ins Ziel.
Sieger mit 28:52 Minuten wurde der Kenianer Richard Kiprop Mengich vor Choge (28:54) und Isaac Mwangi (29:09). Auf den vierten Platz lief der für Deutschland startende Teklit Tesfay Ghabr (29:21). Patrick Fiederling wurde mit 32:58 Minuten Neunter.

Tübinger Stadtlauf 2013: In 33:21 Minuten lief Weldu Nazret aus Eritrea vor Maryanne Wang Wanjiru aus Kenia (links) auf den ersten Platz.
Nicht gesetztHatten bei den Männern drei Kenianer die ersten Plätze unter sich ausgemacht, funkte bei den Frauen Weldu Nazret aus Eritrea dazwischen. Sie wurde mit 33:21 Minuten Erste. Zweitplatzierte Maryanne Wang Wanjiru (Kenia) kam zwei Sekunden (33:26) vor ihrer Landsfrau Margaret Waither Maina (33:28) ins Ziel. Friederike Kallenberg (LV Pliezhausen) holte sich den vierten Platz (37:48) vor Annika Frank mit 38:54 und Franziska Pfeifer, die 39:13 lief (beide LAV Stadtwerke Tübingen).
Der doch bewölkte Himmel über Tübingen schreckte eine ganze Reihe Zuschauer ab. Dennoch standen in den Straßen und Gassen wieder mehrere Tausende und feuerten die Läuferinnen und Läufer an. Anschließend gings auf den Umbrisch-Provenzalischen Markt und in die offenen Läden der Altstadt. da schaute sogar die Sonne hin und wieder aus den Wolken hervor.