Leichtathletik: 333 Meter: Der Österberg ruft

Chillig: Die Schafe auf der Weide am Österberg kommen nicht auf die Idee, den Buckel hochzuwetzen.
Archiv / Leserfoto: Gudrun Englert- Tübingen veranstaltet am 12. April 2025 den ersten Bergsprint "Österberg 333".
- Strecke: 333 Meter, 15 % Steigung, Nordhang des Österbergs.
- Keine Spezialausrüstung erlaubt; Fußballschuhe geduldet.
- Organisatoren: Dieter Baumann und Jan Haller.
- Anmeldung und weitere Infos auf www.lav-tuebingen.com/oesterberg-333.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Tübingen gilt als die heimliche Läufer-Hauptstadt der Nation: Am Neckar wirken nicht nur Dieter und Isabelle Baumann, hier gibt es auch den Stadt-, pardon Erbelauf, den kultigsten Halbmarathon mit über 3.000 Nikolauslauf-Läufern und zahlreiche weitere Fixpunkte im Rennkalender vom Hirschauer Spitzberglauf bis zum Lustnauer Kirnberglauf. Nur eine Wettkampf-Kategorie hat bisher noch gefehlt in Tübingen: Ausgerechnet für Bergläufer fand sich kein Betätigungsfeld, dabei ist Tübingen doch bekanntlich so hügelig. Diese Marktlücke schließen wollen nun die Leichtathleten von der LAV und laden 2025 zum ersten Bergsprint der Stadt ein. Österberg 333 nennt sich das Rennen, das am 12. April, eine Woche nach dem Kirnberglauf, seine Premiere erleben wird.
15 Prozent Steigung an der steilsten Stelle
Die Ziffer im Namen ist kein Zufall: 333 Meter lang geht es am Nordhang des Österbergs rauf. Über die Wiese, die Drachenfest-Besuchern vertraut sein dürfte, ältere Semester erinnern sich sogar noch an Schlittenfahrten an diesem Nordhang. Doch während Schnee selten geworden ist und gefühlt jedes Jahr pünktlich zum Drachenfest Windstille einkehrt, ist auf die Steigung am Österberg Verlass. 15 Prozent warten an der steilsten Stelle auf die Läufer-Waden, das toppt in Tübingen nur noch der Diebsteig vom Himbachtal hinauf nach Hagelloch.
Spikes, Steigeisen oder andere Spezialausrüstung sind nicht erlaubt, heißt es ausdrücklich in der Ausschreibung. Fußballschuhe seien dagegen geduldet. Wer nach dem Wetz noch genug Puste hat, darf oben Party machen: Denn der Berglauf mit der Schnapszahl soll auch für Berggaudi stehen, versprechen zumindest die Organisatoren, LAV-Chef Dieter Baumann und Jan Haller. Der ist wie beim Erbelauf auch beim Österberg333 der Rendirektor und kooperiert da mit dem jungen Tübinger Run Club. Dort zeigen sie seit einem Jahr, dass Laufen und Geselligkeit kein Gegensatz sein muss. Ähnliches schwebt Haller auch für den 12. April vor, ein DJ soll am Hang für „epische Stimmung“ sorgen.
Baumann und Haller sind selbst gespannt, wie die Resonanz ausfällt. Geplant sind jedenfalls Vorläufe in der Frauen- und Männer-Klasse und jeweils ein Finale mit, logisch, 33 Leuten. Die Meldeliste ist Online gegangen auf der Seite www.lav-tuebingen.com/oesterberg-333. Wer sich da schon mal eintragen möchte, kann gleich weiter scrollen zum Tübinger Erbelauf. Denn auch die Anmeldung für den Altstadt-Klassiker am 21. September ist eröffnet.
