Fußball Kreisliga A 3: Ein historischer Sieg

Phil Brunnenmiller (SV Wurmlingen) im Zweikampf mit Natthaphak Ploythabthim (rechts), der später das Siegtor für den SV Wendelsheim erzielte
Eibner/Florian Schust- SV Wendelsheim gewinnt das Derby gegen SV Wurmlingen mit 1:0 – erstes Mal in Wurmlingen.
- Siegtor durch Natthaphak Ploythabtim nach Abwehrfehler in der 88. Minute.
- Wurmlingen mit mehr Chancen, aber ohne Treffer – ein Tor wurde wegen Abseits aberkannt.
- Zwei Elfmeterforderungen von Wurmlingen blieben ungeahndet, Trainer kritisiert Schiedsrichter.
- Wendelsheims Trainer nennt das Spiel „Freibadkick“, zeigt sich aber zufrieden mit dem Sieg.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Rahmen war festlich und das Wetter perfekt: Der SV Wurmlingen veranstaltete am Samstag sein traditionelles Oktoberfest und die teilweise in Lederhosen gekleideten Zuschauer wiesen den Weg zum Sportplatz. Vor dem A-Ligaderby der beiden Nachbarn duellierte sich die AH-Teams beider Vereine. 3:3 stand es da am Ende und die AH-Spieler saßen bereits gemeinsam bei einem Bier im Kreis.
Wer dann das Derby gegen den SV Wendelsheim von Beginn an verfolgen wollte, musste sich beeilen: Schiedsrichter Bernhard Ginter pfiff die Partie drei Minuten früher an und der SV Wendelsheim bemühte sich - vor etwa 80 Leuten - über einen spielerisch, strukturierten Aufbau sich in die Hälfte der Wurmlinger zu kombinieren. Wurmlingen stand dagegen kompakt und lauerte auf Fehler und Drucksituationen. Trotzdem waren Torchancen anfangs Mangelware und die Torabschlüsse, von denen die Wurmlinger in der ersten Hälfte mehr hatten, eher dürftig.
In der 18. Minute landete der Ball dann doch im Wendelsheimer Tor, weil Wurmlingens Daniel Schmieder eine Hereingabe einköpfte, doch Schiedsrichter Ginter legte sich schnell fest und gab den Treffer wegen Abseits nicht. In der 25. Minute hatte Wurmlingens Kapitän Jonas Neu die Chance aufs 1:0, doch sein Schuss wurde von Keeper Marvin Bort pariert. Im Anschluss daran wollte sich Wendelsheims Patrick Francisco über rechts durchsetzen und stürzte auf Höhe der Mittellinie mit dem Kopf voran in die überdachte Reservebank seiner Mannschaft. Francisco blieb unverletzt und konnte weiterspielen.
In der Schlussphase der ersten Hälfte gab es für die Wurmlinger zwei Freistöße aus aussichtsreicher Position, doch beide Chancen verpufften. Nach dem Wechsel plätscherte das Spiel vor sich hin und Wendelsheims Spielertrainer Kai Belser schwor seine Mannschaft nochmals in der Trinkpause ein. „Glaubt an die eine Chance!“ Und er sollte Recht behalten. Als alle sich schon mit einem torlosen Unentschieden abgefunden hatten, nutzte Wendelsheims Angreifer Natthapak Ploythabtim eine Unstimmigkeit in Wurmlingens Abwehr aus, spritzte in einen Flankenball von links und lupfte den Ball zum 1:0 ins Tor. Danach warfen die Wurmlinger alles nach vorne und forderten in Folge zwei Mal Elfmeter, weil der eingewechselte Shane Führmann gefoult wurde. Der Elfmeterpfiff blieb aber aus, Wendelsheim rettete den knappen Vorsprung über die Zeit. „Es war heute kein schönes Spiel. Das 1:0 von uns war kein Abseits und wenn das gezählt hätte, wäre das Spiel wahrscheinlich anders gelaufen“, sagte Wurmlingen-Trainer André Haug. „Einen Elfmeter hätten wir auch bekommen müssen und die Schiedsrichterleistung heute kann ich nur schwer akzeptieren.“
Wendelsheims Spielertrainer Kai Belser bezeichnete das Derby als Freibadkick. „Die erste Hälfte war generell arm an Chancen. Ob das Tor Abseits war, konnte ich nicht sehen und in der einen oder anderen Situation hätte es auch Elfmeter geben können“, sagte Belser „Der Dreier tut uns gut, denn ich kann mich nicht daran erinnern, dass wir jemals in Wurmlingen gewonnen haben.“