Fußball-Bundesliga
: Streitpunkt Impfung: 1. FC Köln schmeißt Reutlinger Lapaczinski raus

Dem Klub missfällt offenbar die Impf-Einstellung des Reutlinger Teammanagers und Ex-SSV-Kickers.
Von
ST
Köln/Reutlingen

Beim Auswärtsspiel beim FC Bayern im August 2021 (links Eric Maxim Choupo-Moting) hebt Denis Lapaczinski die Anzeigetafel für die Einwechslungen von Tim Lemperle und Louis Schaub (rechts).

Ulmer

Fu ßball-Bundesligist 1. FC Köln und Teammanger Denis Lapaczinski aus Reutlingen gehen künftig getrennte Wege. Wie am Montag zunächst der Kölner „Express“ berichtete, wird sein Vertrag aufgelöst. Grund soll dem Vernehmen nach sein, dass der 40-Jährige bislang eine Impfung gegen das Coronavirus abgelehnt habe, weshalb er schon vor Wochen freigestellt wurde - im neuen Jahr aber eigentlich zurückkehren sollte. Der FC äußerte sich bislang zur Personalie nicht.

„Ich kann dazu nichts sagen“, erklärte Lapaczinski dem TAGBLATT. Nur so viel: Er habe von den jüngsten Vorgängen ebenfalls aus den Medien erfahren. Nach I nformationen der „Bild“ wird Lapaczinski eine Abfindung kassieren. Demnach soll der gebürtige Reutlinger auch bereits mit dem Coronavirus infiziert gewesen sein und bald als genesen gelten. „Seine generelle Einstellung zum Thema Impfen gefällt den FC-Verantwortlichen aber nicht“, heißt es im „Bild“-Bericht. Nachfolger soll Marius Laux werden.

Lapaczinski kam 1999 vom VfB Stuttgart zurück zum SSV Reutlingen, stieg mit seinem Jugendverein in die 2. Liga auf und wechselte dann zu Hertha BSC Berlin. Eine hartnäckige Sprunggelenksverletzung setzte ihm jedoch lange zu, über Rostock, Hoffenheim und Schalke II kehrte er als Funktionär zum SSV zurück. Bis ihn sein einstiger Reutlinger Trainer Armin Veh 2019 als Teammanager nach Köln lotste.