Deutsche Leichtathletik-Meisterschaft
: 17 von „LAV & Friends“ dabei

Aus dem Kreis Tübingen hat in Dresden vor allem Frederick Ruppert über 3000 Meter Hindernis beste Titelchancen – aber auch einen Konkurrenten in Weltklasse-Form.
Von
Tobias Zug
Dresden
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Laufen / Leichtathletik Stadtlauft / 30. Erbelauf 2023: Vorsicht: Dieses Foto ist möglicherweise nur für den einstigen Verlag Schwäbisches Tagblatt verwendbar. Laufen / Leichtathletik Stadtlauft / 30. Erbelauf 2023    17.09.2023
Hauptlauf, 
Schnellste Frau, Eva Dietrich (LAV Stadtwerke Tuebingen)
FOTO: ULMER Pressebildagentur
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Hatte zuletzt mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen: Eva Dieterich, hier bei ihrem Tübinger Erbelauf-Sieg 2023, die in Dresden über 5000 Meter startet.

Ulmer
  • Deutsche Leichtathletik-Meisterschaft in Dresden: 34 Wettbewerbe, Start am 31. Juli.
  • Frederick Ruppert und Karl Bebendorf Top-Favoriten über 3000 m Hindernis mit Weltklassezeiten.
  • Eva Dieterich startet über 5000 m, trotz Trainingsrückstands Medaillenhoffnung.
  • Nick Thumm holte U23-EM-Silber im Speerwerfen, strebt Platz 2 hinter Julian Weber an.
  • ARD und ZDF übertragen die Finals 2025 mit Meisterschaften in 20 Sportarten live.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Vorsitzender Dieter Baumann nennt das Aufgebot seiner LAV Stadtwerke Tübingen bei der Deutschen Meisterschaft in Dresden „LAV and Friends“ – denn nicht nur zwölf Athletinnen und Athleten des Vereins werden dort dabei sein, sondern auch fünf, die von den Tübingerinnen Isabelle Baumann und ihrer Tochter Jackie Haller trainiert werden.

Einer der Topkandidaten darunter auf einen Meistertitel ist Frederik Ruppert über 3000 Meter Hindernis. Im Normalfall müsste er mit dem Lokalmatadoren Karl Bebendorf vom Dresdner SC um den Titel kämpfen: Beide liefen dieses Jahr bereits unter 8:10 Minuten, Ruppert mit Deutscher Rekordzeit 8:01,49 im Mai bei der Diamond League in Rabat sogar weit drunter. Beide liefen Weltklassezeiten: Ruppert stellt aktuell die zweitbeste Jahres-Weltbestzeit und Bebendorfs die elftbeste (8:08,21). Baumann: „Gute Nerven und eine gute Schlussrunde sind für Freddy gefragt.“

Über diese Distanz lief die im vergangenen Jahr zur LAV gekommene Adia Budde zuletzt in die Spitze der Frauen in Deutschland. Jüngst bei der U23-Europameisterschaft in Bergen (Norwegen) wurde die 20-Jährige in persönlicher Bestzeit Dritte mit 9:32,14 Minuten.

Eine potenzielle Medaillenkandidatin der LAV ist Eva Dieterich über 5000 Meter, die bei der Europameisterschaft über 10 Kilometer auf der Straße Silber gewann. Allerdings hinderten sie kleine gesundheitliche Probleme zuletzt immer wieder an einem normalen Trainingsaufbau. „Doch die letzten Wochen kam wieder Ruhe rein“, berichtet Dieter Baumann, „für uns ist entscheidend, dass sie in Richtung Tokio weiter gesund bleibt.“ Dort ist vom 13. bis 25. September die Weltmeisterschaft.

Weitere LAV-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer: Laura Wilhelm läuft über 800 Meter in der Einzelwertung. Bei der Veranstaltung „LAV & Friends“ lief sie 2:05 Minuten. Baumann: „Eine Finalteilnahme ist möglich.“ Der Deutsche Marathonmeister Lorenz Baum läuft über 5000 Meter. Im Sprint hat sich Daria Peter stetig gesteigert. Sie startet über 100 Meter, dazu in der 4x100-Meter-Staffel mit Lena Schröder, Alicia Braun und Karoline Reidenbach. Bei den U20 starten Bruno Wach, Till Ahorn und Jakob Liebrich in der 3x1000-Meter-Staffel.

Von den in Tübingen unter Jackie Haller und Isabelle Baumann trainierenden Läufer und -Läuferinnen zählt Maximilian Thorwirth (SFD 75 Düsseldorf) zu den Medaillenkandidaten über 5000 Meter. 13:11 Minuten lief er in Heusden (Belgien). Ebenfalls über diese Distanz läuft sein Trainingskollege Nils Voigt (TV Wattenscheid 01), der das Meeting „LAV & Friends“ mit 13:42 Minuten gewonnen hat. Max Dieterich (LG Braunschweig), der in Tübingen studierende Bruder von Eva Dieterich, hat sich für die 1500 Meter qualifiziert. Über die 800 Meter der Frauen ist Tanja Spill (Bayer Dormagen) eine Finalkandidatin. Und Adrian Engstler (TV Villingen) könnte über diese Strecke bei den Männern die Top-Favoriten ärgern.

Der Pfrondorfer Nick Thumm (VfB Stuttgart) zählt mittlerweile zur Speerspitze der deutschen Speerwerfer. Bei der U23-Europameisterschaft holte er jüngst mit 80,74 Meter die Silbermedaille. An Dauer-Titelgewinner Julian Weber (USC Mainz) dürfte auch diesmal kein Wurf vorbei führen – der 30-Jährige hat im Mai bei der Diamond League erstmals die 90-Meter-Marke überschritten. Für Platz 2 ist Thumm aber durchaus ein Kandidat.

Über die 400 Meter Hürden startet Karoline Sauer vom TSV Gomaringen ebenso wie die Unterjesingerin Lotta Mage (VfL Sindelfingen).

Einer der Favoriten zumindest auf die Medaillenplätze auf der 800-Meter-Strecke ist vom LV Pliezhausen Tim Holzapfel, der Titelträger von 2022. Weitere Teilnehmerinnen und -Teilnehmer des LV sind Timo Koch (400 Meter Hürden), Tsambika Jäger (1500 Meter und 5000 Meter), dazu gibt es die Staffel-Gemeinschaft Pliezhausen-Gomaringen-Balingen über die 4x100 Meter der Frauen.

5000 Meter-Start am Freitag ohne die Tübinger Vorjahressiegerin Hanna Klein

Mit den Zehn- und Siebenkämpfen begann bereits am Donnerstag (31. Juli) die Deutsche Leichtathletik-Meisterschaft bei den „Finals“ in mehreren Sportarten in Dresden. Die 34 Einzel- und Staffel-Wettbewerbe beginnen am Freitag (1. August) um 17.55 Uhr mit dem 5000 Meter -Lauf der Frauen – ohne die Vorjahressiegerin Hanna Klein von der LAV Stadtwerke Tübingen, die diesmal nicht teilnimmt. Anschließend starten die Männer. Die letzte Entscheidung an diesen Tagen im Dresdner Heinz-Steyer-Stadion fällt am Sonntag (ab 18.45 Uhr) bei den 200 Meter der Frauen. ARD und ZDF übertragen die „Finals 2025 Dresden“ mit Deutschen Meisterschaften in insgesamt 20 Sportarten an allen vier Tagen im linearen Fernsehen.