41. TAGBLATT-Hallenfußballturnier
: Der SV Nehren holt zum fünften Mal den Pott

Landesligist gewinnt das Finale gegen Ligakonkurrenten SSC Tübingen vor 600 Leuten in der Mössinger Steinlachhalle nach Verlängerung.
Von
Tobias Zug
Mössingen
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Mössingen Steinlachhalle
41. Tagblatt Turnier
SV Nehren freut sich über den Turniersieg
Bild Uli Rippmann

Da isser, der Pokal: Yannick Dorka (links) und Robert Keller zeigen ihren jubelnden Nehrener Mitspielern die Trophäe.

Uli Rippmann
  • Der SV Nehren gewann das 41. TAGBLATT-Hallenfußballturnier nach Verlängerung gegen den SSC Tübingen.
  • 600 Zuschauer verfolgten das Finale in der Mössinger Steinlachhalle.
  • Benedict Rammeiser entschied das Spiel mit einem Tor 1:50 Minuten vor Ende der Verlängerung.
  • Pedro Keppler und Robert Keller feierten gemeinsam ihren fünften Turniersieg.
  • Benedict Rammeiser verzichtete auf seine Torjägerprämie – das Siegerteam erhielt 500 Euro.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Am Schluss gab es wie zuletzt vor zwei Jahren wieder das Bild: Robert Keller und Pedro Keppler lassen sich gemeinsam, Arm in Arm, mit dem Siegerpokal ablichten. Keller, der 36-jährige Kicker des SV Nehren, und sein 38-jähriger Trainer hatten soeben das TAGBLATT-Turnier gewonnen. Wieder mal.

Keppler wie der gesamte SVN zum fünften Mal, 2009 erstmals, als er als junger Spieler von der Spvgg Mössingen nach Nehren gewechselt war. Keller zum dritten Mal, nach 2013 und 2024. „Für uns ist es immer das Turnier“, sagte Keller, „da trägt sich jetzt schon jeder ein für das nächste Turnier.“

Im Endspiel des 41. TAGBLATT-Turniers in der Mössinger Steinlachhalle stand den Nehrenern der Landesliga-Konkurrent SSC Tübingen gegenüber. Die Tübinger hatten im Halbfinale den Stadtrivalen und Turnier-Rekordsieger SV 03 Tübingen nach Zehnmeterschießen besiegt. Silas Rempfer brachte unter den 600 Leuten in der Halle den SVN-Fanblock – seit Jahren und Jahrzehnten immer in der unteren Ecke der Halle beherbergt – zum Jubeln, als er Nehren in Führung schoss. Nach einem Fehlpass des torhüternden SVN-Feldspielers Niklas Nill erzielte Tübingens Joschka Kralewski den Ausgleich.

Verlängerung. 1:50 Minute vor Schluss ballte Benedict Rammeiser dann die Fäuste, als er nach gelungener Kombination den SV Nehren zum 2:1 in Führung schoss. Der SSC drückte nochmal. Zwanzig Sekunden vor Schluss dann die Entscheidung: Nach einem Fehlpass von Tübingens Diego Lupo schob Marco Binder den Ball zum 3:1 ins Tor, lief seinen jubelnden Mitspielern in die Arme. Damit erzielte Binder das erste und das letzte Tor des 41. Turniers.

Mössingen Steinlachhalle
41. Tagblatt Turnier
SV Nehren freut sich über den Turniersieg
Bild Uli Rippmann

Das Siegerteam: SV Nehren mit Trainer Pedro Keppler (rechts).

Uli Rippmann

Pedro Keppler konnte diesmal, wie berichtet, wegen einer Sprunggelenksverletzung nicht mitkicken und coachte von außen. „Das ist brutal, wenn du da stehst und kaum was beeinflussen kannst“, sagte Keppler, „ich weiß nicht, wie oft ich in die Bande gebissen habe.“

Sie haben es ja auch recht spannend gemacht, seine Kicker. In der Zwischenrunde verloren sie trotz Überlegenheit gegen den TSV Ofterdingen, besiegten dann den Verbandsligisten TSG Tübingen und siegten im Viertelfinale erst Sekunden vor Schluss gegen Titelverteidiger TSV Hirschau (siehe „Am Rande der Bande“). Im Halbfinale gegen Ofterdingen ging es dann hin und her: Nehren führte, die schussstarken Ofterdinger glichen aus, Nehren führte, die schussstarken Ofterdinger glichen aus, und so weiter. Bis es am Ende 4:3 für Nehren stand.

Treffsichere Torhüter

Für die TSG Tübingen, als einziger Verbandsligist so was wie der Topfavorit, war schon in der Quali-Runde zum Viertelfinale Schluss: Im Stadtderby gegen den SV 03 verlor die TSG kurz vor Schluss mit 2:3. SV 03-Torwart Max Steinhilber genoss den Sieg sichtlich und war dann „on fire“ für das Viertelfinalspiel: Da ging es gegen den Gastgeber SGM Mössingen/Belsen, der freilich die meisten Fans in der Halle hatte. „Solche Spiele liebe ich“, sagte Steinhilber. Der Rekordsieger vom SV 03 sorgte dann auch wieder für etwas Ruhe in der Halle, als er nach 0:1-Rückstand die zweiminütige Unterzahl der SGM nutzte und am Ende noch 4:2 gewann.

Steinhilber war denn auch Torschütze des 1:0 im Halbfinale gegen den SSC, als er mit Schmackes den Ball ins Tor gewuchtet hatte. Nach dem 1:1 ging es ins Zehnmeterschießen, auch da traf Steinhilber. Doch weil beim SV 03 einer nicht traf, sorgte der 42-jährige SSC-Torwart Danso Boamah für die Entscheidung, als er als fünfter SSC-Schütze traf.

Apropos treffende Torhüter: Der Beste in dieser Kategorie war wieder mal Hirschaus Keeper Vincent Stenzel, der vier Tore im Turnier erzielte.

Zurück nach Nehren: Die SVN-Kicker genossen jedenfalls den Sieg, Robert Keller und Yannick Dorka stemmten den Wanderpokal in die Höhe. „Jetzt steht’s fünf zu fünf“, sagte Pedro Keppler, „fünf Mal habe ich das Turnier gewonnen, fünf Mal war ich Torschützenkönig.“ Das Bild mit Keller und Keppler schickten die Beiden übrigens gleich an ihren langjährigen Mitspieler Daniel Frank, der vor zwei Jahren noch mit dem SVN das Turnier gewonnen hatte. Frank kickt mittlerweile beim TSV Hirschau und verlor mit dem ja im Viertelfinale gegen seinen Ex-Klub.

Benedict Rammeiser verzichtet auf seine Torjägerprämie

Gleich vier Turnier-Torjäger gab es diesmal. Alexander Lauxmann (TSV Hirschau), Constantin Zeyer (TSG Tübingen), Benedict Rammeiser (SV Nehren) als auch Jonathan Charlier (SSC Tübingen) erzielten jeweils 8 Tore im gesamten Turnier. Das Problem: TAGBLATT-Sportredakteur Tobias Zug hatte nur drei Kuverts à 50 Euro für die jeweils besten Schützen. Rammeiser verzichtete daraufhin auf sein Geld: „Wir haben ja eh schon das Turnier gewonnen.“ Und damit 500 Euro. Charliers Großvater stand übrigens einst auch schon bei der Siegerehrung mit Mikrofon beim Turnier in der Halle: Ex-TAGBLATT-Sportredakteur Hartmut Bihlmayer.