WFV-Pokal 1. Runde: Wie der VfL II das K.o. in der ersten Runde verhindern will

Die zweite Mannschaft kann mit breiter Brust gegen den SSV Reutlingen antreten: Das Team rund um Benjamin Hübner geht als amtierender Bezirkspokal-Sieger in die erste Runde.
Axel Grundler- VfL Pfullingen II trifft in der 1. Runde des WFV-Pokals auf den Favoriten SSV Reutlingen.
- Das Heimspiel im Jahnstadion beginnt am 24. Juli um 19 Uhr.
- Pfullingen geht als Bezirkspokal-Sieger ins Derby, sieht sich jedoch als Underdog.
- Ziel: Mit harter Defensive den Klassenunterschied ausgleichen und eine Überraschung schaffen.
- SSV will nach schwachen Testspielen im Derby überzeugen – 1000 Zuschauer werden erwartet.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Pokalsieger versus Oberliga-Team – nicht mehr oder weniger versteckt sich hinter der ersten Runde Verbandspokal, wenn am morgigen Donnerstag, 24. Juli, ab 19 Uhr der VfL Pfullingen II den SSV Reutlingen 1905 empfängt. Im Jahnstadion werden beide Teams versuchen, einander die Reise im Pokal zu verkürzen. Die Favoritenrolle und größere Fallhöhe liegt eindeutig beim SSV, obwohl es diese Begegnung nie gab und die Statistik noch blank ist. Wie die Pfullinger es angehen wollen und wie groß die Träume sind, hat die SÜDWEST PRESSE in einem kleinen Stimmungstest ermittelt.
Erste und letzte Chancen?
Der Hunger nach einem Knallerspiel scheint groß gewesen zu sein. „Am Tag des Bezirkspokalsiegs haben wir noch darüber gesprochen, wie cool das wäre, wenn wir den SSV Reutlingen als Los bekommen“, sagt Elias Lachenmann. Der SSV oder alternativ die TSG Balingen, als Finalist, waren schon Wunschlose, wird Lachenmann von seinem Teamkollegen, Julian Welsch, bestärkt. Den großen, namhaften Nachbarn wenigstens ärgern, das sei das Minimalziel der zweiten Mannschaft des VfL. Das Reutlinger Team in so einem wichtigen Spiel mit Derbycharakter empfangen zu dürfen, sei zudem für viele eine neue, wenn nicht gar einmalige Konstellation, betont VfL-Spieler Alex Ripas. Ein weiteres solches Zusammentreffen ist nicht abzusehen.
Die Favoritenrolle oder das Ticket für die zweite Runde beanspruchen die jungen Spieler nicht, da seien sie Realisten, gibt Adi Kaufmann zu. „Ein Sieg ist unwahrscheinlich, aber auch nicht unmöglich und unser Kader ist diese Saison sehr vielversprechend“, motiviert er. Doch an Motivation scheint es nicht zu mangeln. „Wir erwarten eine sehr reife und abgezockte Mannschaft. Wir werden mit unattraktiver, aber effektiver Zweikampfführung dagegen halten“, so der 22-jährige Ripas. Vor allem in den Erfahrungswerten in den Reihen des SSV sehen die Pfullinger einen Vorteil für den Gegner. Spieler wie Yannick Toth und Konstantinos Markopoulos seien drei Klassen besser und das hohe Niveau gewohnt. „Ich freue mich darauf, gegen Markopoulos zu spielen. Einen derartigen Torjäger verteidigen zu müssen, ist einfach ein Herausforderung“, sagt Welsch. Die 53 erzielten Tore der Vorsaison sprechen eine klare Sprache.
Auf den letzten Drücker
Persönlich zu reifen, das sei es, was alle aus der Mannschaft aus der Partie ziehen wollen. „Wir werden an unsere Grenzen gehen. Ich bin sehr gespannt, wie gut wir da mithalten können“, sagt Lachenmann. In den wenigstens 90 Minuten will die Mannschaft sich nicht beeindrucken und unterkriegen lassen. Als Underdog in absoluter Drucklosigkeit aufzulaufen und das zu genießen, das nimmt sich die Mannschaft fest vor.
Anders hingegen die Gemütslage derzeit beim SSV Reutlingen, die drei von drei Testspielen verloren. Zuletzt mit einer untragbaren Leistung gegen Wacker Innsbruck, im Pokal hingegen soll, wenn nicht gar muss, der Knoten platzen. Entsprechend warnend fallen die Worte von Reutlingens Cheftrainer Alexander Strehmel aus: „Wir müssen den VfL ernst nehmen. Das ist eine hungrige Mannschaft, die uns einiges abverlangen wird.“ Zumal es nicht nur Pokal, sondern auch noch ein Derby sei, auf das er seine Mannschaft mental einzustellen habe. Ein deutlich verbesserter Kampfes- und Spielwille, so lautet die eindeutige Forderung an das eigene Team. „Wir müssen definitiv anders auftreten. Ich rechne mit 1000 Zuschauern und da müssen wir unserer Favoritenrolle gerecht werden.“
Genau diesen Plan wollen die Pfullinger durchkreuzen; auf dem Platz soll der Ligen-Unterschied verschwinden. Für die zweite Mannschaft, die Trainer und die Fans soll es ein spannendes Spiel werden. Die Mannschaft unter Trainer Benjamin Hübner verspricht einen Pokalfight, bis der Abpfiff ertönt, denn „wir nehmen auch das Tor, das glücklich in der Verlängerung reinfällt, um weiterzukommen“, so Alex Ripas.
