SSV Reutlingen: Cheftrainer Alexander Strehmel verlängert beim Fußball-Oberligisten

Cheftrainer Alexander Strehmel hat seinen Vertrag beim SSV Reutlingen verlängert und wird den Oberligisten auch in der kommenden Saison an der Seitenlinie führen.
JoBaur- Alexander Strehmel verlängert Vertrag beim SSV Reutlingen; bleibt Cheftrainer.
- Seit Oktober 2024 im Amt, bringt Erfahrung und klare Spielphilosophie.
- War früher bei VfB Stuttgart, gewann deutsche Meisterschaft 1991/92.
- Strehmel sieht Potenzial im Team und Umfeld, strebt langfristige Entwicklung an.
- SSV Reutlingen spielt am Samstag gegen VfR Mannheim im Kreuzeiche-Stadion.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der SSV Reutlingen setzt auf Kontinuität an der Seitenlinie: In einer Pressemitteilung gibt der aktuell auf Tabellenplatz dreizehn rangierende Fußball-Oberligist bekannt, dass der Vertrag mit Cheftrainer Alexander Strehmel verlängert wurde.
Der 57-Jährige hatte das Amt im Oktober 2024 übernommen und bleibt damit eine zentrale Konstante im sportlichen Konzept des Vereins. Mit seiner langjährigen Erfahrung, seiner klaren Spielphilosophie und seinem unermüdlichen Einsatz hat Strehmel wichtige Impulse in einer herausfordernden Saison gesetzt.
„Wir freuen uns sehr, dass Alexander Strehmel den eingeschlagenen Weg mitgeht“, sagt Sportvorstand Christian Grießer. „Er bringt die richtige Mischung aus Erfahrung, Motivation und Taktik mit – genau das, was wir in unserer aktuellen Entwicklungsphase brauchen.“
Schon bei seiner Vorstellung lobte Grießer den ehemaligen Bundesligaprofi als „Mentalitätstyp“ – eine Einschätzung, die sich seither bestätigt hat. Strehmel setzt auf klare Strukturen, Disziplin und eine geschlossene Mannschaftseinheit. Diese Prinzipien stehen im Einklang mit der strategischen Ausrichtung des Vereins.
Auch der Coach selbst blickt optimistisch in die Zukunft: „Ich sehe hier sehr viel Potenzial – sowohl im Team als auch im Umfeld. Gemeinsam wollen wir jetzt den nächsten Schritt machen“, sagt Strehmel. Bereits bei seiner Verpflichtung hatte er betont, wie sehr er sich auf die Aufgabe in der Region freue, die ihn fußballerisch geprägt hat. Mit seiner Bodenständigkeit, seinem Führungsstil und seiner Verbundenheit zur Region verkörpert Strehmel genau die Werte, zu denen sich der SSV Reutlingen verschrieben hat: Identifikation mit der Region, eine wertebasierte Vereinsarbeit und der klare Wille zur langfristigen Weiterentwicklung.
Mit der Vertragsverlängerung unterstreicht der SSV Reutlingen seinen Anspruch auf Kontinuität und Planungssicherheit. Die sportliche Leitung arbeitet bereits intensiv an der Kaderplanung für die kommende Spielzeit. Im Fokus steht dabei nicht nur die kurzfristige Verbesserung der sportlichen Bilanz, sondern auch der gezielte Aufbau eines schlagkräftigen, zukunftsfähigen Teams.
Mit dem VfB Stuttgart Deutscher Meister
Der 56-jährige Strehmel, Sohn eines in Deutschland stationierten US-Soldaten, wurde fußballerisch beim SV Bonlanden ausgebildet, bevor er 1986 zum VfB Stuttgart wechselte. Als Innenverteidiger absolvierte er bis 1994 insgesamt 158 Bundesligaspiele für den VfB und erzielte dabei fünf Tore.
Zu seinen größten Erfolgen mit den Schwaben zählt der Gewinn der Deutschen Meisterschaft in der Saison 1991/92 unter dem verstorbenen Trainer Christoph Daum. Außerdem erreichte er mit dem VfB Stuttgart das UEFA-Pokal-Finale gegen den SSC Neapel mit Diego Armando Maradona, das nach einem 1:2 im Hinspiel und einem 3:3 im Rückspiel verloren ging. Mit der SpVgg Unterhaching schaffte er 1999 den Aufstieg in die Bundesliga, bevor er 2005 beim FC Augsburg seine aktive Karriere beendete. 2006 begann Strehmel seine Trainerlaufbahn als Co-Trainer bei Rot-Weiss Essen. Weitere Stationen folgten beim VfL Wolfsburg sowie von 2016 bis 2022 bei den US-Klubs Pacific Stars und Michigan Stars. 2022 war der achtfache U21-Nationalspieler Cheftrainer des SSV Vorsfelde, mit dem er 2023 in die Oberliga Niedersachsen aufstieg. Der Kreuzeiche-Verein blickt bislang auf eine durchwachsene Saison zurück: Neun Siege, zehn Unentschieden und elf Niederlagen stehen in der laufenden Oberliga-Spielzeit zu Buche.
Duell der Traditionsvereine
Am 31. Spieltag der Fußball-Oberliga empfängt der SSV Reutlingen am Samstag (15.30 Uhr) den Deutschen Meister von 1949, den VfR Mannheim, an der Kreuzeiche. Zwar steht Mannheim, um Trainer Marcel Abele, als Tabellendritter mit 60 Punkten sehr solide da, doch bei noch vier ausstehenden Partien und zehn Zählern Rückstand auf den Zweiten, die TSG Balingen, sind die Chancen auf den Aufstiegs-Relegationsplatz nur noch theoretischer Natur.
Dennoch zählt der VfR Mannheim zu den individuell und qualitativ stärksten Teams der Liga. Besonders im Fokus: Ex-Bundesligaprofi Alexander Esswein (unter anderem FC Augsburg, Dynamo Dresden, 1. FC Nürnberg), den SSV-Coach Alexander Strehmel noch bestens aus gemeinsamen Zeiten beim VfL Wolfsburg II kennt. Auch Stürmer Andrew Wooten ist für Strehmel kein Unbekannter – einst scoutete er den US-Amerikaner im Auftrag von Jürgen Klinsmann, der ihn daraufhin für ein Länderspiel gegen Costa Rica nominierte. Die Kicker aus Reutlingen sind aktuell auf Tabellenplatz 13 mit 37 Punkten und stecken damit noch mitten im Kampf um den Klassenerhalt. Der Druck wird größer, zumal man mit dem 1:1-Unentschieden letzte Woche in Ravensburg nicht zufrieden war: Es ist zwar kein Endspiel, aber eine enorm wichtige Partie für uns“, betont SSV-Coach Alexander Strehmel vor dem Heimspiel gegen Mannheim.
„Wir müssen eine klare Reaktion zeigen – mit Durchschlagskraft, einer Top-Einstellung und als geschlossene Einheit. Das hat in Ravensburg komplett gefehlt.“ Besonders ärgert ihn der Leistungsabfall nach dem starken 4:3-Sieg gegen Backnang: „Erst ein Klassespiel, dann so ein Rückschritt – das darf nicht passieren.“ Gegen den cleveren und qualitativ starken VfR Mannheim fordert Strehmel nun: „Wir müssen den Karren gemeinsam aus dem Dreck ziehen. Es zählt nur ein Sieg – und wir werden alles in die Waagschale werfen.“ Personell gibt es zumindest gute Nachrichten: Puseljic und Schiffel kehren zurück, hinter dem Einsatz von Riccardo Grogoglione steht noch ein Fragezeichen. Zudem könnten U19-Spieler in den Kader rücken, da das Nachwuchsteam spielfrei hat.
