Sport Neckar-Alb – Handball-Bundesliga Frauen: Nach zwölf Jahren in Pink: Maren Weigel beendet Karriere

Bis zum Saisonende wird Maren Weigel noch Vollgas geben. Denn zieht sie das pinke Trikot mit der Nummer 22 aus. ⇥
EibnerSie ist, überspitzt formuliert, schon immer da. Noch in der Jugend, 2009, wechselte Maren Weigel zur TuS Metzingen. In ihrem ersten Jahr holte sie mit der B-Jugend die Deutsche Meisterschaft und stieg in den Kader der ersten Mannschaft auf. 2011 folgte dann ein dreijähriges Engagement beim TV-Nellingen, ehe die Linkshänderin wieder ins Ermstal zurückkehrte. Seit 2014 ist die aktuelle Kapitänin, den Job teilt sie sich mit Julia Behnke, fester Bestandteil der TusSies Metzingen. In ihren zwölf Jahren bei den Pink Ladies hat die 29-jährige Rückraumspielerin viel erlebt und einige Erfolge sammeln können.
Highlight Europacup
Mit der Vize-Meisterschaft und dem Europokalfinale im Jahr 2016, sowie ihrer achten DHB-Pokal-Final 4-Teilnahme kann die Nummer 22 mit Sicherheit auf eine erfüllte Karriere zurückblicken. Die Laufbahn sollte sich für Maren Weigel jedoch nicht nur auf Vereinsebene weiterentwickeln. Am 21. März 2018 erfüllte sich das Metzinger Urgestein den Traum vom ersten Länderspiel für den DHB. Inzwischen kann die Rückraumrechte auf 62 Länderspiele für Deutschland und 65 Tore zurückblicken. Außerdem gehörte Maren Weigel zum WM-Aufgebot 2019, 2023 und EM-Kader 2018, 2020, 2022.
Nach Marlene Kalf 2022, hängt somit nun die nächste pinke Identifikationsfigur ihre Handballschuhe an den Nagel. Mit dem Final 4 am 9./10. März ergibt sich die perfekte Möglichkeit zum Abschluss mit einem möglichen Pokalsieg für die Kapitänin.
Einmal TusSies, immer TusSies
„So viele Jahre im Leistungssport gehen glaube ich an keinem, auf jeden Fall nicht an mir, spurlos vorüber. Es sind große Belastungen, die unsere Körper aushalten müssen und wir stellen vieles in unserer Zeit als Leistungssportlerinnen hinten an. Durch die Doppelbelastung bin ich in meinem Studium langsamer vorangekommen und möchte nun den Fokus auf das Leben nach dem Sport legen und mehr Zeit mit Familie und Freunden verbringen. Ich bin besonders stolz darauf und dankbar dafür, dass ich so lange Teil der TusSies-Familie war und bin. Natürlich werde ich auch Vieles vermissen. Ich habe durch den Handball so viele tolle Erfahrungen gemacht, dass ich mir sicher bin, dass da noch einige mehr dazugekommen wären. Ich werde das Handballspielen an sich, den Kampf und die Emotionen bei den Spielen, die Mannschaft und den Zusammenhalt sehr vermissen. Nicht nur der Zusammenhalt im Team ist besonders, sondern auch der Zusammenhalt um das Team herum. Wir haben beispielsweise so viele tolle, engagierte Helfer, ohne die vieles nicht möglich wäre und unsere Fans sorgen immer für eine einmalige Stimmung in der Öschhölle. Da ich aber weiß, wie viel ich vermissen werde, freue mich umso mehr auf all die Spiele, Momente und Begegnungen, die ich den Rest der Saison machen und haben werde. Für mich gilt auf jeden Fall; Einmal TusSies, immer TusSies“, so Weigel.
„Zunächst einmal möchte ich mich bei Maren für zwölf Jahre einer großartigen Zusammenarbeit bedanken und ihr zu einer erfolgreichen Karriere gratulieren. Sie kam aus der eigenen Jugend und hat nach den drei Saisons in Nellingen eine hervorragende Entwicklung auf, aber auch neben dem Feld hingelegt. Sie gehört mit Sicherheit zu den wichtigsten Identifikationsfiguren des Vereins der letzten Jahre und man kann nur froh sein, wenn man solche Spielerinnen in den eigenen Reihen hat. Wir als Verein wünschen Maren bis zum Saisonende natürlich den maximalen Erfolg und ganz viel Freude in ihrem neuen Lebensabschnitt“, so Geschäftsführer Ferenc Rott.