Sport Neckar-Alb – DHB-Pokal der Frauen
: TusSies Metzingen souverän weiter

Die TuS Metzingen setzt sich beim Drittligisten SG Kappelwindeck/Steinbach mit 43:19 (21:13) durch.
Von
Wolfgang Seitz
Metzingen
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Anna Frankova (Mitte) gab der SG Kappelwindeck/Steinbach viele Rätsel auf. Wie in diesem Fall entwischte die Rechtsaußen der TusSies ein ums andere Mal, traf zwölf Mal ins Schwarze. ⇥

Eibner-Pressefoto/Memmler

Es gab kaum etwas zu meckern beim Pokalsieg der TuS Metzingen in Bühl. Drittligist SG Kappelwindeck/Steinbach wurde auf kleiner Flamme gehalten, durfte im zweiten Abschnitt nur noch sechs Tore werfen. Das 43:19 war ein souveräner Pokalsieg, Manager Ferenc Rott hatte trotzdem eine Kleinigkeit anzumerken. „Die Fokussierung muss besser werden, mir hat zu Beginn etwas die Schärfe gefehlt.“ Das hat er vor allem im Hinblick darauf gesagt, dass am kommenden Samstag beim Saisonauftakt in Neckarsulm garantiert mehr Gegenwehr kommt.

Mit einem etwas verkleinerten Kader reisten die TusSies zur ersten Pokalrunde nach Bühl. Verzichten musste Coach Werner Bösch weiterhin auf die verletzte Marte Juuhl Svensson und die angeschlagene Jana Scheib, die sich nach überstandener Angina schonen musste. Die beiden Youngsterinnen Sabrina Tröster und Ida Petzold waren für die zweite Mannschaft (HSG Stuttgart-Metzingen) in der dritten Liga aktiv.

Anna Frankova nicht zu bremsen

Die TusSies führten nach drei Minuten mit 3:0. Anna Frankova hatte sich zwei Mal in der Torschützenliste verewigt und sicherte sich noch zehn weitere Einträge. Der Klassenunterschied war zu jeder Zeit spürbar, Naina Klein stellte nach knapp zwölf Minuten auf 4:9, die Metzingerinnen setzten sich immer weiter ab, verkrafteten auch eine Delle von 5:13 (15.) auf 9:14 (22.). In die Halbzeit ging es beim Stand von 13:21.

Nach der Pause war der SG der Kräfteverschleiß deutlich anzumerken und die TusSies starteten mit einem 8:1-Lauf in die zweite Spielhälfte (14:29, 38.). In schöner Regelmäßigkeit fielen die weiteren pinken Treffer. Nicht nur dank einer guten Abwehrarbeit, sondern auch knapp 50 Prozent abgewehrter Bällen der Torhüterinnen Lea Schüpbach und Marie Weiss, ging es hoch zum Endstand von 19:43.

Stimmen zum Spiel

Werner Bösch: „Es war ein Auftaktspiel mit klarem Klassenunterschied. Wir haben sicher nochmals ein paar schöne Tore gemacht und konnten viele Gegenstöße laufen. Wirklich mitnehmen können wir nicht viel, da die Stärke des Gegners nicht mit Neckarsulm vergleichbar ist – wir nehmen aber sicher mit, dass wir viel Freude und Spaß am Handball haben.“

Verena Oßwald: „Ich denke, wir sind der Favoritenrolle gerecht geworden und haben den ersten Schritt in Richtung Final Four gemacht. Vor allem in der zweiten Halbzeit haben wir durch eine gute Abwehrarbeit und unser Tempospiel das Spiel dominieren können. Wir können mit der Leistung zufrieden sein, jede hatte viel Spaß und wir konnten Vertrauen tanken für den Ligastart am nächsten Samstag in Neckarsulm.“

So spielten sie

SG Kappelwindeck/Steinbach –
TuS Metzingen

19:43

SG: Strack, Rahner – Kolasinac (1), Burger, Aliu (6), Kern (3), Hildebrand (3/1), Bonte, Vierling (3), Schipper (1), Riedl, Gerspach, Korinth (1), Bender (1), Lorenz, Klein
TusSies: Schüpbach, Weiss – Godard (5), Klein (4), Erlingsdottir (4), Weigel (3), Oßwald (5), Hübner (3), Frankova (12/1), Behnke (2), Nocun (5)
Siebenmeter: 1/2 (Kolasinac scheitert) – 1/2 (Frankova scheitert)
Zeitstrafen: Hildebrand, Vierling, Schipper, Klein – Hübner, Behnke, Klein
Schiedsrichter: Jan und Manuel Lier