Pferdesport: Starke Ritte bei bester Stimmung

Ann Cathrin Rieg setzte mit Steendieks Derrick Dressurprüfung Klasse S*** den glanzvollen Schlusspunkt.
Privat- Festival des Dressurpferdes in Marbach begeisterte mit starker Beteiligung und guter Stimmung.
- Höhepunkt am Sonntag: Ann Cathrin Rieg gewann die Intermediaire II mit Steendieks Derrick.
- Weitere S-Siege: Leonie Moll dominierte S* auf Trense, Amelie Besenfelder siegte im Prix St. Georges.
- Nachwuchs überzeugte: Maria Wagner gewann die A-Prüfung, Sonja Agster siegte in der M-Klasse.
- Samstag-Finale: Fanny Markström holte das Süddeutsche Championat der Berufsreiter – Pferdewechsel als Reiz.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Finaltag am Sonntag hielt auf dem Marbacher Dressurviereck, was sich die Veranstalter erhofft hatten. „Wir hatten optimale Bedingungen, eine super Startbeteiligung und die Stimmung unter Helfern und Teilnehmern ist gut“, zog Turnierleiter Frank Reutter ein zufriedenes Fazit. Vom Nachwuchspferd bis zur Königsklasse wurde den Zuschauern Dressursport mit Spannung, Gefühl und vielen besonderen Momenten geboten.
Den Auftakt machte die Dressurpferdeprüfung Klasse A, die Qualifikation zum Gert-Gussmann-Cup. Mit 8,46 setzte sich Maria Wagner (Reitclub Sigmaringen e.V.) mit dem vierjährigen dunkelbraunen Wallach Vin Santo an die Spitze. Dahinter folgte Margit Hagel (RFV Zollenreute e.V.) mit der vierjährigen braunen Stute Broomhilda (8,10). Rang drei ging an Ellen Stengele (RFV Pfullendorf e.V.) mit Vamos, der mit seinem ausdrucksstarken Galopp die Wertnote 8,50 erhielt und insgesamt 8,08 erreichte.
Destiny Hope tanzt zum Sieg
In der Dressurpferdeprüfung Klasse M gehörte die Ehrenrunde Sonja Agster (RV Reutlingen) mit der siebenjährigen dunkelbraunen Oldenburger Stute Destiny Hope. Sie zeigte eine harmonische Runde und kam auf eine Gesamtnote von 7,54. Nur hauchdünn dahinter landete Anke Simon (RFV Böblingen) mit der sechsjährigen braunen Rheinländer-Stute Fräulein Eloise F und 7,50. Auf Rang drei setzte sich Annika Abas-Gutjahr (RFV Möglingen) mit der siebenjährigen Rappstute MickyMaus W und 7,44. Besonders auffällig: MickyMaus W erhielt für ihren Trab die starke 8,20.
Leonie Moll feiert Doppelerfolg
In der Dressurprüfung Klasse S* auf Trense führte an Leonie Moll (RSC Jettweiler e. V.) kein Weg vorbei. Gleich die ersten beiden Plätze gingen an die erfolgreiche Reiterin. Mit dem achtjährigen Fuchswallach Soccx setzte sie sich mit insgesamt 908,50 Punkten und 72,103 Prozent durch. Silber holte Moll mit dem ebenfalls achtjährigen Wallach Sheldor (70,952 Prozent). Auf Platz drei ritt Stephanie Witzemann (PS-Team Winterlingen e.V.) mit dem neunjährigen Rappwallach Quadronoir (68,889 Prozent). Ein Ergebnis, das die Qualität und Konstanz des Rittes von Leonie Moll eindrucksvoll unterstrich.
Am frühen Nachmittag gehörte das Viereck den Amateuren in der Dressurprüfung Klasse S* auf Kandare – Prix St. Georges. Mit einem besonders ausgeglichenen Auftritt galoppierte Amelie Besenfelder (RFV Eberhardzell) mit Lady Sunshine zum Sieg. Das Paar sammelte 1326,00 Punkte, entsprechend 69,789 Prozent. Nur knapp dahinter folgte Anna Lena Kastner (RV Singen e.V.) mit Fürst Farbenfroh S und 69,579 Prozent. Auf Rang drei setzte sich Franziska Betz (Fahr- und Reitsportgruppe Marbach e.V.) mit Fiorello 129 fest. 69,211 Prozent standen am Ende für das Paar zu Buche – und damit lagen die drei Erstplatzierten gerade einmal knapp sechs Zehntelprozentpunkte auseinander.
Steendieks Derrick setzt zum großen Finale an
Den glanzvollen Schlusspunkt setzte die Dressurprüfung Klasse S***, die Intermediaire II. Mit einer beeindruckenden Runde sicherte sich Ann Cathrin Rieg (RC Badhof Bad Boll) mit Steendieks Derrick den souveränen Sieg. Das Paar erhielt von den fünf Richtern insgesamt 1401,50 Punkte und 73,763 Prozent. Auf Rang zwei folgte Nicole Isser (RFV Oberschwaben) mit FBW DiCaprio, die mit 69,842 Prozent ebenfalls eine starke Leistung zeigte. Dritter wurde Markus Schetter (RV Waiblingen) mit Duke Rubin und 67,658 Prozent.
Mit starken Nachwuchspferden am Morgen, packenden S-Dressuren und einem würdigen Finale in der Intermediaire II endet das Festival des Dressurpferdes in Marbach, das die ganze Bandbreite des Dressursports zeigte. Zufriedene Gesichter bei Reitern, Helfern und Veranstaltern und eine gute Stimmung rund um das Viereck machten den Sonntag zu einem gelungenen Abschluss. Die Pferde haben getanzt, die Reiter um jede Zehntelnote gekämpft – und das Publikum durfte Dressursport hautnah erleben.
Markström gewinnt Championat der Berufsreiter
Sportlicher Höhepunkt des Samstags war das Finale des Süddeutschen Championats der Berufsreiter. Nach der Qualifikation mussten die drei Finalisten mit fremden Pferden antreten. Fanny Markström vom RFV Altötting-Mühldorf setzte sich mit 68,349 Prozent an die Spitze. Mit nur knappem Abstand folgte Sarah Viktoria Pürmaier vom RFV Ehestetten (68,262 Prozent). Lukas Maier vom RFV Forst 1932 belegte mit 67,740 Prozent Rang drei. Der Pferdewechsel machte den besonderen Reiz dieses Finales aus: Vermeer, Zagazig und Ben Benito wechselten ihre Reiter – und plötzlich musste innerhalb kürzester Zeit eine neue Partnerschaft funktionieren. Das Ergebnis war Dressursport voller Spannung und eine echte Bewährungsprobe für die drei Berufsreiter. Der Landbeschäler des Haupt- und Landgestüts Marbach, Vermeer, wurde als bestes Pferd des Finales geehrt.