Metzingen Open
: Jetzt geht’s ans Eingemachte

Es geht stramm Richtung Finale und der Lokalmatador Ivan Nedelko ist noch im Rennen. Das Doppel Ströbel/Siegler findet indes seine Meister.
Von
swp
Metzingen
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Fast wie in Wimbledon, mag sich der junge Franzose Theo Papamalamis denken, der dort im Juniorenfinale gestanden ist. Aber eben nur fast: Der zu bespielende Belag ist ein anderer.

Fast wie in Wimbledon, mag sich der junge Franzose Theo Papamalamis denken, der dort im Juniorenfinale gestanden ist. Aber eben nur fast: Der zu bespielende Belag ist ein anderer.

Privat

Nach den Überraschungen der jungen und lokalen Spieler in den Erstrundenbegegnungen und dem überragenden Ivan Nedelko beim „Match of the day“ am Mittwoch mit fast voll besetzten Rängen, bereiteten sich die Veranstalter auf den weiter steigenden Zuschauerzuspruch vor. Neben den Plätzen waren am Donnerstag auch die Tribünen, Parkplätze und Verpflegung auf 13 Uhr, zum Start der Achtelfinalbegegnungen, wieder optimal vorbereitet. Gentner und Co. hatten am Vorabend zu Afterwork mit Livemusik eingeladen und fast alle Zuschauer blieben und genossen den herrlichen Sommerabend. Auch das war ein voller Erfolg.

Zum Start auf Court 11 wurden Justin Schlageter (GER) und Oscar Galimardanov (RUS) aufgerufen. Die Vorzeichen waren klar, sollte es Galimardanov, der den an Position 2 gesetzten Stefan Popovic aus dem Turnier warf, wieder gelingen, mit seinem exzellenten Aufschlag den 23-jährigen Kämpfer Schlageter unter Druck zu setzen, wird es schwer für den quirligen Schlageter werden. Galimadanov konnte diese Aufschlagquote jedoch nicht vorweisen und musste sich jeden Punkt erspielen. Zu solide und um jeden Punkt kämpfend holte sich jedoch Justin Schlageter das Match mit 6:2/6:3.

Hauch von Wimbledon

Parallel dazu bereiteten sich der Niederländer Mees Rottgering und Theo Papamalamis, der über die Juniorenrangliste ins Hauptfeld rutschte, auf Court 3 vor. Der Franzose Papamalamis, der im Juniorenfinale in Wimbledon stand, hatte das variantenreichere Spiel und war zwingender in seinem Spiel, was ihm zum 7:6 und 6:2 den Einzug ins Viertelfinale brachte.

Zu einem rein französischen Duell kam es auf Court 2 zwischen Fabien Salle und dem an Position 8 gesetzten Mexence Rivet. Es wurde ein enges Match erwartet, zu sehr kennen die beiden ihr Stärken und Schwächen und so kam es auch, dass der dritte Satz entscheiden musste. Nach einem 7:5, 6:7 und 6:3 zog der favorisierte Rivet in die nächste Runde ein.

Souveräner Naw

Auf Court 11 kam es dann zu einem ungleichen Duell. Auf der einen Seite der 18-jährige Renninger Aaron Funk, der bereits durch die Qualifikation vier Matches in den Knochen hatte und auf der anderen Seite der an Position 1 gesetzte Hazem Naw, Nr. 345 der ATP-Weltrangliste. Die Geschichte ist schnell erzählt, der 24-jährige Naw war jederzeit Herr der Lage und gewann souverän mit 6:1 und 6:0.

Einen ersten Satz mit Seltenheitswert sahen die Zuschauer danach zwischen Deney Wassermann (NED) und Antoine Walch aus Frankreich auf Court 3 zu sehen. Trotz 5:1-Führung verlor der 23-jährige Wassermann völlig den Faden und verlor noch 6:7. Danach ärgerte sich der Niederländer so sehr, dass er nicht mehr ins Match zurückkam und auch Satz 2 mit 1:6 verlor.

Der an Position 7 gesetzte Christoph Negritu, der für den TEC Waldau spielt, betrat anschließend den   Centercourt. Ihm gegenüber stand der 21-jährige Franzose Arthur Nagel. Der Qualifikant Nagel präsentierte sich bisher in guter Form und auch Negritu hatte mächtig zu kratzen, zumal er die Chance verstreichen ließ, trotz Führung den Tiebreak des ersten Satzes zu gewinnen. Solide und völlig unaufgeregt zog Arthur Nagel sein Match durch und gewann in Summe verdient mit 7:6 und 6:2.

Auf Court 2 folgte das erste Doppel des Tages. Den griechischen Brüdern Dimitris und Michalis Sakellaridis, an Position 1 gesetzt, standen Christian Djonov und Vincent Marysko gegenüber. Die mit den größeren Möglichkeiten und variabel spielenden Djonov/Marysko setzten sich am Ende sicher  mit 7:6 und 6:1 durch und warfen die Sakellaridis-Brüder aus dem Turnier.

Nedelko sucht – und findet

Auf dem Centercourt kam es dann zum Duell des überragend aufspielenden Ivan Nedelko, Spitzenspieler des TC Metzingen, und dem hoch veranlagten David Fix. Es entwickelte sich ein absolutes Spitzenspiel, in dem der Pforzheimer Fix dem Lokalmatadoren Nedelko in nichts nachstand.

Nedelko, der fast im gesamten ersten Satz seinen ersten Aufschlag suchte, hatte es enorm schwer und trotzdem spielte er seine Klasse aus und machte in den entscheidenden Momenten weniger Fehler. Zudem gelangen ihm im gesamten Match drei Breaks zum umjubelten 6:2/6:4.

Auf Court 11 stand in der Folge das Einzel zwischen dem beim Kölner THC Stadion in der 2. Bundesliga aktiven Florian Broska und dem tschechischen Qualifikanten Vit Kalina an.

Broska, die Nr. 745 der ATP Weltrangliste, wirkte ausgeruhter und war auch stabiler in seinem Spiel. Beim Stand von 3:6 und 0:3 sammelte Kalina, der im fünften Einzelmatch bei den Metzingen Open auf dem Platz stand, nochmals alle Kräfte und breakte den 26-jährigen Broska erneut, jedoch vergebens, denn die Kräfte schwanden zusehends beim Tschechen und er verlor auch Satz 2 mit 4:6.

Schnell erzählt ist das Doppelduell zwischen den an Position 2 gesetzten Maxence Rivet/Fabien Salle  aus Frankreich und dem Doppel Axel Cabrera (MEX) mit Sicheng Li (CHN). Die beiden Franzosen machten kurzen Prozess und erteilten ihren Gegnern in 43 Minuten die Höchststrafe (6:0/6:0).

Ein weiteres Doppel mit französischer Beteiligung fand auf Court Nr.3 statt. Arthur Nagel und Antoine Walch, an Position 4 gesetzt, trafen auf Hazem Naw (SYR) und den Russen Oscar Galimardanov. Das französische Doppel war hierbei einfach eingespielter und setzte sich auch hier mit 6:4/6:4 durch.

Holland gegen Ermstal

Für das „Match of the day“ wurde das Doppel der Lokalmatadoren Thabo Siegler und Moritz Ströbel, die überraschend in der 2. Runde standen, angesetzt. Sie trafen auf das niederländische, an Position 3 gesetzte Doppel Mees Rottgering/Fons van Sambeek. Gleich vorweg, Rottgering und van Sambeek spielten ein offensives und variantenreiches Doppel. Die beiden Metzinger, eventuell von der tollen Kulisse beeindruckt, kamen nie richtig ins Spiel. Sie konnten vereinzelt mithalten, sodass tolle Ballwechsel zustande kamen, am Ende reichte es beim 1:6 und 3:6 nicht zum Einzug in die nächste Runde.

Im Anschluss fand ein Side Event mit dem Ex-Profi und aktuellen Zweitligaspieler Michael Berrer statt, bei dem der Coach und Unternehmensberater dem interessierten Tennispublikum als Interviewgast zur Verfügung stand.

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www.metzingen-open.com