Metzingen Open 2026
: Nebenher zum Spitzentennis – das ist bei den Metzingen Open geboten

Und schon ist wieder ein Jahr vorbei: Das Sportevent des TC Metzingen geht in seine fünfte Auflage. Die Verantwortlichen berichten über positiven Stress, Baustellen und Hingucker auf der Meldeliste.
Von
Larissa Renz
Metzingen
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Tennis | ITF World Tennis Tour / Metzingen Open 2025: ITF World Tennis Tour | Metzingen Open 2025 // 2025-07-27 // Foto: Joachim Baur // auf Grund starken Regens die Plaetze unter Wasser / Finale in die Halle verlegt / Jack Loge (BEL)

Das Finale der Herren wurde nach ergiebigem Regen in die Halle verlegt: Jack Loge aus Belgien wurde zum ersten Sieger in der Geschichte der Metzingen Open, der seine Trophäe unter Dach entgegennehmen musste.

Joachim Baur
  • Metzingen Open: Der TCM lädt von 20. bis 26. Juli auf die Anlage ein.
  • Mehr Platz für Publikum, zweite Tribüne an Court 2 und größere Gastrofläche geplant.
  • Livestreams bleiben Pflicht, 2025 gab es etwa 8000 Aufrufe über die ITF-Seite.
  • Vorläufige Meldeliste besser: Loge wohl wieder dabei, elf Nationen, 32er-Hauptfeld.
  • Parken: keine Straßenplätze, zwei Felder offen, Ausweichplätze am Otto-Dipper-Stadion.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

„Naturgemäß geht immer etwas schief“, stellt Markus Gentner mit verschmitztem Grinsen fest. Tatsächlich dürfte der Turnierdirektor des TC Metzingen damit nicht nur die heiße Phase der Vorbereitung der Metzingen Open gemeint haben. Vielmehr war es im vergangenen Jahr genau die Natur, die den Verantwortlichen am Finaltag des Herren-Einzels durch viel Regen noch einen Kraftakt abverlangt hatte. „Wir wissen jetzt, was mit vielen helfenden Händen möglich ist. Innerhalb von zwei Stunden hatten wir unsere Halle finaltauglich“, fasst Gentner die Situation stolz zusammen. Eine wichtige Lektion, wie auch Pressesprecher Andreas Ströbel unterstreicht. Immerhin sei das eine Premiere gewesen. Ihr schnelles Handeln sowie ein sonst rundum reibungslos laufendes Turnier brachten dem Verein erneut einen ITF-Award ein. „Es ist unser Anspruch, dass wir jedes Jahr Dinge verbessern und das Event wachsen lassen“, leitet Gentner dann den Überblick ein, auf das, worauf sich Spieler und Besucher der diesjährigen Ausgabe der Metzingen Open freuen können.

Die Verantwortlichen verspürten angesichts dessen bereits positiven Stress. Obwohl die To-do-Liste noch üppig ausfällt, „dürfte es auch schon Montag sein“, sagt Gentner und strahlt. Von 20. bis 26. Juli lädt der TCM wieder auf die eigene Anlage ein. 2025 waren dieser Einladung 3500 Menschen insgesamt gefolgt; es könnten auch mehr werden. „Wir haben eine zweite Tribüne an Court 2 aufgestellt und es entsteht noch eine Terrasse, von der aus Gäste aus leicht erhöhter Position auf die Courts 3 und 9 blicken können“, erklärt der Inhaber einer Tennisschule. Das sei nur eine der infrastrukturellen Veränderungen, auch die Gastrofläche werde im Vergleich zum Vorjahr größer. „Wir kamen an das Limit und da wollen wir das Publikumsaufkommen einfach besser und angenehmer händeln“, lautet die Erklärung. Woran sich hingegen nichts ändert, ist, dass es jeden Abend ein anderes Event geben wird, das zum Verweilen anregen soll.

Internationale Klasse und Jubel

Wer nicht live dabei sein kann, wird sich wieder auf die an den Courts hochaufgestellten Kameras verlassen können, die in der M25-Kategorie von der International Tennis Federation (ITF) verpflichtend sind. Die Livestreams, die über die ITF-Seite abrufbar sind, konnten etwa 8000 Aufrufe erzielen. Dem TCM liegt eine genaue Auswertung vor, demnach „haben wir auch Zuschauer im Ausland gehabt, eben der Heimatländer einiger unserer Spieler, so die Vermutung“, so Gentner, der sich von den hohen Klickzahlen selbst überrascht zeigte. Ein Indiz dafür, dass auch die Spieler über die Kamera mit den Fans daheim interagierten, dürfte Einzel-Sieger 2025, Jack Loge, liefern: Der stürmte nach dem versenkten Matchball freudestrahlend als Erstes auf die Kamera zu und winkte einmal nach Belgien.

Damit zum Sportlichen: Loge wird wohl wieder in der Kelternstadt auf dem Platz sein. „Dass die Metzingen Open eine Kategorie größer geworden sind, also dass es 30.000 Dollar Preisgeld gibt, haben wir an der spielerischen Qualität deutlich gemerkt und das kam auch bei den Zuschauern an“, so Ströbel. Und die vorläufige Meldeliste für das Hauptfeld, bestehend aus 32 Kontrahenten, sei abermals besser geworden, so die beiden langjährigen Orga-Teammitglieder. „Wir hatten die Hoffnung, dass wir in der Kategorie ATP-Top-300-Spieler anlocken, und dieses Jahr sind noch bessere Platzierungen am Start“, verrät Gentner. Loge muss seinen Titel von Rang 12 aus verteidigen. Aus elf verschiedenen Nationen reisen die 18 gelisteten Hauptfeld-Spieler Stand jetzt an. Erst in der Mitte des Feldes kommen die deutschen Namen. So wird unter anderem der junge Jamie Mackenzie erwartet, der die Junioren-Ausgaben der French und Australian Open schon gespielt hat und zudem in Wimbledon auf dem Platz stand.

Großevent im Ehrenamt umgesetzt

„Wir werden vom Deutschen Tennisbund (DTB) umfassend unterstützt. Das hat damit zu tun, dass auf solchen Turnieren junge Nachwuchsspieler antreten können, die auf der Schwelle zu den ATP-Turnieren stehen“, erklärt Gentner, „außerdem können wir damit regionalen Spielern Turnierpraxis anbieten.“ Doch wer vertritt die Region 2026? Das ist bislang nicht endgültig raus. Die Wildcards, die der TCM vergeben darf, jeweils eine für Quali- und Hauptrunde sowie zwei für das Doppel, suchen noch Abnehmer. „Es lohnt sich, die Meldeliste der ersten Herrenmannschaft anzuschauen. Es werden wohl einige von ihnen werden“, mehr kann und will Gentner nicht verraten. Die Entscheidung über die vereinsinternen Vertreter ebenso wie über diejenigen, die der DTB mit seinen Wildcards ins Rennen schickt, fällt im Verlauf der Woche.

Und dann ist auch der herbeigesehnte Eröffnungstag nicht mehr weit. „Wir freuen uns auf Spitzentennis. Die ganze Planung geht so nebenher, wir alle, jeder Helfer, wir haben ja auch noch normale Jobs“, so Gentner, der aber an einer Tatsache keinen Zweifel lässt und damit für alle Beteiligten zu sprechen scheint: Ab Montag gehört dann dem Tennis und den Metzingen Open in all ihren Facetten der volle Fokus.

Anfahrt und Parken in der Woche der Metzingen Open

Ein Thema, das den TC Metzingen in der Vorbereitung beschäftigt hat, ist die Großbaustelle am Ganzjahresbad. Hierzu kann Gentner jedoch Entwarnung geben, Verein und Stadt seien im engen Austausch. Selbstverständlich sorgen aber Maschinen und Material vor Ort für Einschränkungen. Bis Montag soll zwar die Anreise über den üblichen Zufahrtsweg am Bongertwasen möglich sein, an der Parksituation wird sich hingegen etwas ändern: Es wird keine Parkplätze an der Straße geben, dafür aber werden weiter hinten zwei Felder genug Platz bieten. Sollten das nicht ausreichen, dürften auch die Parkplätze am Otto-Dipper-Stadion genutzt werden.