Handball 3. Liga: VfL-Jungs sind kaum mehr zu halten

Die Mannschaft des VfL Pfullingen für die Saison 2026/2027. Hinten, von links: Lukas List, Lasse Schiemann, Sascha Brodbeck, Paul Prinz, Janne Böhm, Silas Wagner. Dritte Reihe: Johnny Beck, Noah Schrade, Kimi Hirsch, Fynn Hofele, Niklas Roth, Felix Zeiler. Zweite Reihe: Physiotherapeutin Jule Schifer, Physiotherapeutin Lara Paul, Physiotherapeutin Melanie Gnadt, Trainer Fabian Gerstlauer, Co-Trainer Jannik Hausmann, Sportlicher Leiter Simon Tölke. Vorne: Christopher Rix, Axel Goller, Felix Maar, Sören Hamann, Mathis Roth, Julius Schmidt
VfL Pfullingen/steilhang.tv- VfL Pfullingen startet am Samstag um 20 Uhr zuhause gegen Aufsteiger TSB Schwäbisch Gmünd.
- Nach verletzungsgeplagter Hinrunde folgte eine starke Rückrunde mit Platz vier.
- Ziel des Trainers: an die Rückrunde anknüpfen und im oberen Tabellendrittel mitspielen.
- Kader gezielt verstärkt: Neuzugänge Sören Hamann und Janne Böhm, Rückkehrer Felix Zeiler.
- Defensive und Tempospiel gelten als Fundament – Hoffnung auf volle Halle zum Auftakt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Vorbereitung ist fast gelaufen und in Pfullingen ist alles angerichtet für eine neue Drittliga-Saison. Am Samstag fällt der Startschuss: Um 20 Uhr empfängt der VfL Pfullingen den Aufsteiger TSB Schwäbisch Gmünd in der Kurt-App-Halle.
Hinter dem VfL liegt eine Saison mit zwei völlig unterschiedlichen Gesichtern. Die Hinrunde war von großem Verletzungspech geprägt. Zeitweise fehlten sieben Spieler gleichzeitig, darunter Leistungsträger. Dazu kam ein Spielplan mit zunächst deutlich mehr Auswärts- als Heimspielen. In der Rückrunde zeigte die Mannschaft dann, welches Potenzial in ihr steckt. Mit der Rückkehr der verletzten Spieler startete der VfL eine beeindruckende Serie, musste nur zwei Niederlagen hinnehmen und arbeitete sich bis auf den vierten Tabellenplatz vor.
Maßstab Rückrunde
Genau dort möchte VfL-Trainer Fabian Gerstlauer mit seiner Mannschaft nun weitermachen. „Wir wollen an unsere herausragende Rückrunde anknüpfen, oben angreifen und im oberen Tabellendrittel mitspielen“, formuliert der VfL-Trainer die Zielsetzung. Gleichzeitig weiß er, dass dabei auch Faktoren eine Rolle spielen, die sich nur bedingt beeinflussen lassen: „Viel wird davon abhängen, wie wir durch die Saison kommen und ob wir von größeren Verletzungen verschont bleiben.“
Umso erfreulicher verlief die Vorbereitung. Erstmals seit längerer Zeit konnte der VfL diese ohne größere Verletzungsprobleme absolvieren. Dadurch hatte das Trainerteam die Möglichkeit, kontinuierlich mit dem Kader zu arbeiten und insbesondere das Tempospiel weiterzuentwickeln. Die letzten Einheiten stehen ganz im Zeichen des Auftakts.
Gezielt verstärkt
Nach den Abgängen von Conrad Schmitt, Tim Hafner und Jason Ilitsch sowie dem Karriereende des langjährigen Torhüters Daniel Schlipphak hat sich der VfL für die neue Saison gezielt verstärkt. Mit Torhüter Sören Hamann vom Ligakonkurrenten Neuhausen/Fildern und Rückraumspieler Janne Böhm von der HSG Ostfildern stoßen zwei externe Neuzugänge zum Team. Hinzu kommt Rückkehrer Felix Zeiler. Nachdem er den VfL Pfullingen 2024 verlassen hatte, war er während seiner Handballpause in der vergangenen Saison mehrfach eingesprungen und hatte dabei seine Qualitäten unter Beweis gestellt. Außerdem werden die beiden Nachwuchstalente Kimi Hirsch und Noah Schrade in den Drittligakader integriert.
Von Sören Hamann hält Gerstlauer viel: „Sören hat bereits in der vergangenen Saison gezeigt, dass er zu den Top-Torhütern der Liga gehört.“ Janne Böhm erweitert die Möglichkeiten im Rückraum und soll für Entlastung für Niklas Roth sorgen. „Janne bringt viel Körperlichkeit und Qualität im Eins-gegen-Eins mit und kann uns gleichzeitig auch defensiv, unter anderem im Innenblock, weiterhelfen.“
Auch Felix Zeiler sorgt für zusätzliche Optionen. Mit seiner flinken Spielweise bringt er auf der Spielmacherposition andere Qualitäten ein als Lasse Schiemann und macht den VfL damit noch schwerer ausrechenbar. Insgesamt sieht der Trainer vor allem im Rückraum einen Vorteil des neu zusammengestellten Kaders: „Wir haben dort eine hohe Variabilität und können mit unterschiedlichen Spielertypen auf verschiedene Situationen reagieren.“
Mit Kimi Hirsch und Noah Schrade werden zudem zwei junge Perspektivspieler weiter an die erste Mannschaft herangeführt. „Die beiden haben sich das durch ihre Leistungen verdient. Wir wollen sie mitnehmen und Schritt für Schritt an die 3. Liga heranführen“, sagt Gerstlauer. Regelmäßige Spielpraxis gibt es in der Verbandsliga.
Auch in der neuen Saison erwartet den VfL eine anspruchsvolle und ausgeglichene Staffel. Zum Favoritenkreis zählt Gerstlauer Zweitligaabsteiger HC Oppenweiler/Backnang sowie die Wölfe Würzburg, die HSG Konstanz und Vorjahresmeister SV Salamander Kornwestheim. Auch der TSB Heilbronn-Horkheim verfügt über großes Potenzial – insbesondere dann, wenn die Mannschaft auf ihre Topspieler zurückgreifen kann.
Gleichzeitig dürften die Aufsteiger für zusätzliche Spannung sorgen. Einer davon wartet direkt am ersten Spieltag: der TSB Schwäbisch Gmünd. Für den VfL geht es damit gleich zum Auftakt darum, vor heimischer Kulisse die ersten Punkte einzufahren.
Defensives Fundament
Ein wichtiger Erfolgsfaktor soll dabei erneut die variable Defensive sein, die sich bereits in der vergangenen Saison deutlich weiterentwickelt hat. Sie bildet weiterhin das Fundament des Pfullinger Spiels und soll gemeinsam mit dem verbesserten Tempospiel dafür sorgen, dass der VfL an die starke Rückrunde anknüpfen kann.
Anpfiff zum ersten Saisonspiel ist am Samstag um 20 Uhr in der Kurt-App-Halle. Gegner ist der TSB Schwäbisch Gmünd. Der VfL hofft dabei gleich zum Auftakt auf eine volle Halle und die gewohnt lautstarke Unterstützung seiner Fans.