Fußball WFV-Pokal
: VfL Pfullingen muss im WFV-Pokal zu den Spatzen flattern​

Der Traum vom Pokal-Heimspiel des VfL Pfullingen gegen den Drittligisten SSV Ulm 1846 ist vorbei. Sicherheitsbedenken führen zu einem Tausch des Heimrechts. Sogar das Innenministerium hat sich eingeschaltet.
Von
Wolfgang Seitz
Pfullingen
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Grenzenloser VfL-Jubel nach dem Pokalsieg gegen den SSV. Über den kommenden Heimrecht-Tausch ist man weniger begeistert.

Grenzenloser VfL-Jubel nach dem Pokalsieg gegen den SSV. Über den kommenden Heimrecht-Tausch ist man weniger begeistert.

JoBaur
  • VfL Pfullingen verliert Heimrecht im WFV-Pokal-Achtelfinale gegen SSV Ulm 1846.
  • Sicherheitsbedenken wegen rivalisierender Fangruppen führten zum Spielortwechsel nach Ulm.
  • Kosten für Sicherheitsmaßnahmen wären zu hoch, Innenministerium hatte sich eingeschaltet.
  • Spiel findet am 3. September um 18:30 Uhr im Ulmer Donaustadion statt.
  • VfL organisiert Fanbusse, Infos auf Social-Media-Kanälen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Freude war groß bei den Kickern des VfL Pfullingen, als Verbandsspielleiter Matthias Harzer dem Landesligisten für das Achtelfinale des wfv-Pokals den Sieger der Partie TSV Eschach gegen den SSV Ulm zuloste. Immerhin sind die Spatzen als Drittligist die prominenteste Mannschaft im Wettbewerb und wurden am Mittwochabend ihrer Favoritenrolle beim Bezirksligisten gerecht (0:4).

Finanzieller Aufwand groß, Risiko auch

Doch was zunächst nach einem Traumlos aussah, entpuppte sich schnell als knifflige Aufgabe für die Verantwortlichen. Telefonate, Vor-Ort-Termine, polizeiliche Einschätzungen und schließlich die daraus resultierenden Auflagen der Stadtverwaltung ließen keinen Spielraum: Das Heimrecht wird getauscht, der VfL-Tross tritt am kommenden Mittwoch die Fahrt ins Ulmer Donaustadion an. „Polizei, Stadtverwaltung und die Vorstandskollegen aus Reutlingen und Ulm waren sehr offen und haben uns unterstützt, eine Lösung zu finden, wie wir das Spiel im Stadion am Schönberg austragen könnten“, sagt VfL-Sportabteilungsleiter Jan Herrmann. „Doch schnell hat sich gezeigt, dass das nur mit großem, auch finanziellem Aufwand zu bewerkstelligen wäre, wobei das Risiko des Aufeinandertreffens von rivalisierenden Fangruppen aus Ulm und Reutlingen vorhanden gewesen wäre.“ Dabei beziehen sich die Sicherheitsbehörden ausdrücklich nicht auf den blau-weißen Anhang, sondern eben auf die traditionelle Rivalität der beiden SSV-Lager. Herrmann ergänzt: „Sogar das Innenministerium hat sich beim wfv über den Stand der Dinge erkundigt.“

Ein abgesperrter Gästebereich, ein externer Sicherheitsdienst, mobile Toiletten und die Aussicht auf massive Polizeipräsenz waren dann zu viel des Guten. So erging es vor wenigen Jahren übrigens auch der TuS Metzingen, die sich außerstande sah, ein Spiel gegen die Stuttgarter Kickers unter solchen Umständen zu organisieren.

Verlegung ins Donau-Stadion

„Schade, dass man im Bezirk Alb hoffen muss, nicht Ulm oder die Kickers zu ziehen“, zuckt Herrmann mit den Schultern. „Nun machen wir das Beste daraus. Für unsere junge Truppe ist es ein Highlight, gegen eine Profimannschaft in deren Stadion zu spielen.“ Anstoß im Donau-Stadion am 3. September ist um 18.30 Uhr. Der VfL wird je nach Bedarf Fanbusse organisieren, Infos auf den Social-Media-Kanälen. tisc