Fußball Verbandsliga: Warum eine Niederlage ein gutes Omen sein könnte

Chance um Chance erspielten sich Adil Iggoute und die Young Boys Reutlingen im Spiel gegen Calcio Leindfelden-Echterdingen. Fallen wollte der Treffer allerdings nicht und so war es zum zweiten Mal in der Saison Calcio, die die Young Boys schlagen konnten.
Joachim Baur- Young Boys Reutlingen treffen am Freitag ab 18.30 Uhr auswärts auf den FC Holzhausen.
- Zuletzt verlor das Team 0:1 gegen Calcio Leinfelden-Echterdingen trotz 17:4 Torschüssen.
- Trainer Volker Grimminger sieht gute Chancenqualität, bemängelt aber die Nerven im Abschluss.
- In der Hinrunde patzten die Young Boys bei Calcio, schlugen Holzhausen jedoch 4:2.
- Ziel für das Topspiel: Plan einhalten und die Tabellenführung mit drei Punkten sichern.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Wieder einmal trennte nur die Chancenverwertung die Young Boys von wichtigen Punkten. 17:4-Torschüsse der Young Boys im Spiel gegen Calcio Leinfelden-Echterdingen hat das Analysetool ausgespuckt, das Volker Grimminger, Trainer der Reutlinger Mannschaft, zur Verfügung steht. „Alles, was fehlt, ist das Tor. Deshalb verlieren wir ein Spiel mit 0:1, in dem wir eigentlich, vier, fünf Tore hätten machen sollen“, hält Grimminger fest. Von aussagekräftiger Güte sei auch die Chancenqualität gewesen, merkt der selbst verletzte Coach an, spielerisch sei wenig auszusetzen gewesen. Das stimmt Grimminger umgehend optimistisch für das Spiel, das in und seinem Team am Freitagabend, ab 18.30 Uhr, ins Haus steht – das Spitzentreffen beim FC Holzhausen.
Eine Sache aber, abgesehen von einem Schuss, der sein Ziel trifft, hat Grimminger dann aber doch gefunden, die sein Team verbessern könnte. „Vielleicht waren es dann auch irgendwann die Nerven. Je länger wir nicht getroffen haben, umso mehr haben wir uns nicht mehr an unseren Plan gehalten. Dabei haben wir unsere Mechanismen“, da rechnet Grimminger in Holzhausen aber wieder mit einem anderen Gesicht seines Teams. Zumindest mit einem konsequenteren, denn an sich gibt es aus Young-Boys-Sicht wenig Grund zur Sorge oder Unmut: „Wenn wir unseren Abstand an der Spitze verteidigen können, dann hab ich die beiden Spiele gegen Calcio gern verloren“, sagt der Coach mit kleinem Schmunzeln, „das Spiel ist sowohl eine Warnung als auch ein gutes Omen.“ Denn schon in der Hinrunde hatten die Young Boys in Leinfelden-Echterdingen gepatzt, das Spiel gegen Holzhausen war jedoch eine ganz eindeutige Sache gewesen, ein 4:2-Sieg.
Mehr Plan, mehr Vertrauen in die Mechanismen, so also das Vorgehen auf dem Feld. Bleibt nur die Frage, wie es Grimminger selbst ergeht? „Ich coache, solange es geht, im Stehen und auf Krücken“, verkündet er, „die Jungs müssen fit sein und spielen, und die wissen, was sie zu tun haben.“ Ohne Zweifel lautet das Ziel der Mission „Topspiel“: Aus optischer wie messbarer Überlegenheit sollen wieder drei Punkte und elf Punkte Vorsprung vor den Gastgebern werden.
