Frauenhandball Bundesliga
: TusSies Metzingen biegen verloren geglaubtes Spiel noch um

Die TuS Metzingen hat in der Bundesliga ihr siebtes Spiel in Folge gewonnen. Bis der 24:22-Sieg gegen Neckarsulm aktenkundig wurde, war es ein ganz besonderes Spiel – fast einzigartig.
Von
wose
Metzingen
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Das ging durchaus in Ordnung. Torhüterin Nicole Roth wurde gefeiert – hier von Silje Brons Petersen.

Eibner

Kann man ein Spiel gewinnen, in dem man sich 20 Fehlwürfe leistet? Es geht schon. Das hat die TuS Metzingen am Samstag im Derby gegen die Neckarsulmer Sportunion beweisen.

Acht Fehlwürfe in zehn Minuten

In den 60 Minuten reihte sich ein Wellental ans andere, wobei die TusSies lange überspült zu werden drohten. Nach zehn Minuten hatte man bereits acht Fehlwürfe, der muntere Gast führte mit 4:2, hielt die Schlagzahl hoch. Das 12:13 zur Pause ließ für beide Teams alle Optionen offen.

Aus 13:19 mach 24:22

Nach dem Seitenwechsel schien dann schnell alles besprochen zu sein. Das 12:18 (38.) sprach Bände, die TusSies machten sich nach dem 13:19 (39.) dann aber ihrerseits mit einem 5:0-Lauf bemerkbar. Nach 50 Minuten konnte man den 20:20-Ausgleich bejubeln, am Ende stand es in einem bemerkenswerten Spiel 24:22 für die Pink Ladies. Matchwinnerin war unter anderem Anna Albek, die in der Crunchtime zwei Siebenmeter versenkte. Treffsicher waren bei der Heimmannschaft Marlene Zapf und Bo van Wetering mit je sieben Toren. Wertvolle Beiträge kamen in der entscheidenden Phase auch von Torhüterin Nicole Roth.

Sarah Wachter war die auffälligste Akteurin beim Gast. Neckarsulms Torhüterin wurde von den TusSies aber auch nach allen Regeln der Kunst aufgebaut.