Ermstal-Marathon
: Pamela Veith: Ultra-Läuferin im Sprint

Sie sorgt immer wieder für Überraschungen. Pamela Veith hat sich entschieden, die Premiere über fünf Kilometer zu bereichern. Es gibt diverse Gründe.
Von
Wolfgang Seitz
Ermstal
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Die aus Dettingen/Erms stammende Ausnahmeläuferin Pamela Veith (startet für den TSV Kusterdingen) trotzte erneut allen Strapazen.

Die aus Dettingen/Erms stammende Ausnahmeläuferin Pamela Veith (startet für den TSV Kusterdingen) trotzte erneut allen Strapazen.

Privat

Pamela Veith startet für den TSV Kusterdingen, wohnt aber nach wie vor im schönen Ermstal. Um es ganz genau einzugrenzen: in Dettingen. Und ebendort tut sich in diesem Jahr beim Ermstal-Marathon etwas ganz Neues auf. Der namensgebende Marathon wurde vom Veranstalter aus dem Programm genommen. Der Zulauf hielt sich in Grenzen, die Arbeit für die vielen Helfer war aber immens. Die 42,195 Kilometer gibt es also nicht mehr, als "Ersatz" wurde ein Fünf-Kilometer-Lauf ins Programm genommen. Für "Pami" Veith, ihres Zeichens Ultraläuferin, war ein Marathon fast zu wenig. Und jetzt rennt sie über fünf Kilometer. Wie kann das sein?

Start vor der Haustür

"Wann hat man schon mal einen Wettkampf, wo man im Wohnort starten kann", sagt die Ultraläuferin auf Abwegen und kann es kaum abwarten. Um es noch auf die Spitze zu treiben. Der Start befindet sich eine Querstraße entfernt vom trauten Heim. "Da kann mich meine Mutter beim Start anfeuern", freut sich die Ermstälerin, die dann auch gleich noch Schwester Renate als Lauf-Partnerin gewinnen konnte. "Das geht gar nicht anders. Da muss ich doch dabei sein", diktierte die Viel-Läuferin dem Journalisten in den Block, der sie ob des Programms zumindest als "ein bisschen verrückt" bezeichnet hat. Das darf er, weil man sich schon seit Jahrzehnten kennt.

Trainieren könne sie ja nicht so viel, hat die Dettingerin geklagt. Kein Wunder, wenn man ein Rennen an das andere reiht und dabei auch die die großen Herausforderungen nicht auslässt. Um nur jene in jüngster Vergangenheit zu erwähnen - seit dem Hohenneuffen-Berglauf. Pamela Veith war in Ulm bei der Laufnacht dabei. Laufnacht heißt, dass es durchaus dunkel werden kann. Pami musste das aber nicht haben. "Ich kam zum Glück noch vor Sonnenuntergang ins Ziel, so dass ich keine Stirnlampe benötigte." 16.15 Uhr ging es los, nach 4:45 Stunden waren die 50 Kilometer im Kasten, bei nicht allerbesten Bedingungen. Platz zwei war die Belohnung.

Kurzer Ausflug ins Wasser

Der Swim and Run in Reutlingen schloss sich an. Dort war ihr der "Run" etwas zu kurz. "Wäre es noch einen Kilometer weiter gegangen, wäre es Platz drei geworden", haderte sie noch ein bisschen. Beim Hornissenlauf in Kusterdingen folgte das Heimspiel. Astreine zehn Kilometer, Pami Veith hat in 46.22 Minuten die Altersklasse klar dominiert.

Der Heuchelberg-Trail in Leingarten war wieder was für die Ultraläuferin. 50 Kilometer bei richtigem Sauwetter. In 4:49:48 Stunden erledigt. "Ich liebe ja so eine Herausforderung und so ein Wetter", blickte die Dettingerin zurück. Mit der Zeit war sie sehr eiverstanden, zumal es die schnellste im Frauenfeld war.

Und jetzt will sie am Sonntag einfach Spaß haben. Weil es nicht so weit ist, gibt es am Samstag zur Einstimmung noch den Spitzberg-Lauf in Hirschau (13,5 Kilometer). Der letzte in der VR-Cup-Serie.

Noch ein heikles Thema zum Schluss. Am Mittwoch feiert Pami Veith den 51. Geburtstag. Zahlen sind aber Schall und Rauch. "So lange ich noch welche schlagen kann, die zehn oder mehr Jahre jünger sind, könnte ich genauso gut erst 41 sein", rechnet sie frohgelaunt vor. Stimmt eigentlich.