Basketball 1. Regionalliga Südwest: Ravens Reutlingen gewinnen an der Donau

Vito Barbarosa (links, im Spiel gegen Lich) und die Ravens Reutlingen gewinnen auswärts das Spiel zwar, aber haben dann doch einige Themen, die sie mit in die neue Trainingswoche nehmen.
Joachim Baur- Die Ravens Reutlingen besiegen BBU 01 Ulm auswärts knapp mit 92:89.
- Miles Mallory und Vito Barbarosa stechen mit jeweils 27 Punkten heraus.
- Neuzugang John Joseph Saigge erzielt 10 Punkte bei seinem Debüt für die Ravens.
- Technische Probleme und Schiedsrichterentscheidungen sorgen für Spannung im Spiel.
- Nächstes Heimspiel: Samstag gegen den Tabellenführer Black Forest Panthers in Reutlingen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Da ist er, der fünfte Sieg der Ravens Reutlingen in Folge – das 92:89 bei BBU 01 Ulm war zwar am Ende verdient, jedoch auch eines aus der Kategorie „schwer erarbeitet“. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit (42:42), führten die Ravens mit bis zu 18 Punkten Vorsprung, ehe es aufgrund einiger schlechter Entscheidungen der Ravens und fragwürdigen Schiedsrichterentscheidungen am Ende nochmals knapp wurde. Miles Mallory und Vito Barbarosa überzeugten erneut mit je 27 Punkten für die TSG. Neuzugang John Joseph Saigge steuerte bei seinem Debüt für die Ravens 10 Punkte bei, wie der Verein in seinem Spielbericht mitteilt.
Ausgeglichene erste Halbzeit
Die Ravens kamen gut in die Partie. Barbarosa netzte bereits im ersten Viertel drei erfolgreiche Dreier ein und die Ravens führten bereits mit 18:10, ehe Ulm bis zum Viertelende noch auf 20:14 verkürzen konnte. Früh hatten die Ravens allerdings mit Foulproblemen zu kämpfen. Aufbauspieler Valentin Beracochea hatte bereits nach wenigen Minuten zwei Fouls gesammelt und musste auf die Bank.
Im zweiten Viertel kam dann ein kleiner Bruch ins Spiel der Ravens: Der Ulmer Bundesliganachwuchs traf besser, während die Wurfquoten bei der TSG geringer wurden. Als das 20:20 fiel, nahm Headcoach Rodrigo Reynoso seine erste Auszeit. Technische Probleme beim Kampfgericht zogen eine erste lange Pause mit sich. Diese tat den Ravens nicht gut. Ulm übernahm erstmals die Führung (22:20). Bis zum Viertelende wechselte die Führung häufig. Barbarosa netzte seinen vierten Dreier in der ersten Halbzeit ein und auch der starke Miles Mallory war immer wieder am Korb erfolgreich. Auch Neuzugang Saigge traf seinen ersten Dreier. Zur Pause war das Spiel offen, es stand 42:42.
Ravens führen komfortabel – müssen am Ende aber zittern
Die TSG erwischte den besseren Start in die zweite Hälfte und führte schnell 49:44, ehe Ulm wieder ausglich, kein Team konnte sich absetzen. Im Anschluss an das 57:54 für Ulm war das Spiel zwei Mal für mehrere Minuten unterbrochen. Erneut waren technische Probleme der Grund dafür. Weiter ging es hin und her, ehe sich die Ravens zum Schluss des dritten Viertels absetzen konnten. Kurz vor Schluss des Viertels gelang Saigge ein spektakulärer Korb, bei dem er noch zusätzlich gefoult wurde. Die Ravens nahmen eine 68:60-Führung ins Schlussviertel. Mit einem 10:0-Lauf im Schlussviertel stellten die Ravens einen 18-Punkte-Vorsprung her (64:82). Vor allem Barbarosa, dem insgesamt sieben Dreier gelangen, sowie Miles Mallory waren in dieser Phase kaum aufzuhalten und punkteten nach Belieben. Fünf Minuten vor Schluss schien die Partie entschieden.
Die Ulmer trafen nun einige schwierige Würfe, während die Ravens offensiv kein Glück mehr hatten und schlechte Entscheidungen trafen. Hinzu kamen mehrere Schiedsrichterentscheidungen in der Schlussphase, welche Ulm zu einer Vielzahl von Freiwürfen verhalf. Bei einem angeblichen Foul gegen Miles Mallory erhielten die Gastgeber drei Freiwürfe. Ulm verwandelte alle zum 88:89 und foulte, um die Uhr anzuhalten. Saigge verwandelte einen zum 88:90. Nach einem weiteren äußerst fragwürdigen Pfiff gegen Lino Duarte, aus Sicht der TSG, hatten die Gastgeber die Chance zum Ausgleich, trafen jedoch nur einen Freiwurf. Noel Duarte verwandelte auf der Gegenseite beide Freiwürfe zum 89:92-Endstand. Der letzte Wurf der Ulmer von der Mittellinie fand nicht das Ziel. Die Ravens brachten somit gerade noch so einen verdienten Sieg ins Ziel. Im nächsten Spiel erwarten die Reutlinger am kommenden Samstag zu Hause das bislang einzige ungeschlagene Team Black Forest Panthers aus Schwenningen. Spielbeginn ist um 19 Uhr in der Oskar-Kalbfell-Halle.
Headcoach Reynoso sprach die Baustellen danach konkret an: „Glückwunsch an meine Spieler, dass sie die Nerven behalten haben. Wir haben die zweite Hälfte kontrolliert, haben es aber nicht clever zu Ende gespielt. Die vielen Entscheidungen gegen uns haben uns dann vollends aus dem Konzept gebracht und das Spiel fast noch zu Gunsten der Ulmer gedreht. Ich bin froh, dass wir mit einem blauen Auge davongekommen sind. Gegen Schwenningen nächste Woche müssen wir 40 Minuten voll konzentriert spielen, um eine Chance zu haben“. Die Ravens haben gute Gründe, sich auf das Kräftemessen mit dem Tabellenführer zu freuen – nur zwei Punkte trennen die beiden Top-Teams voneinander.