Wer steigt in die GFL2 auf?: Neu-Ulm Spartans haben ein klares Ziel – aber nicht die Favoritenrolle

Die Neu-Ulm Spartans um Tim Backeler haben am Samstag am Muthenhölzle die Fulda Saints zu Gast. Für die American Footballer geht es um den Aufstieg in die Süd-Gruppe der zweiten Bundesliga.
Dave Stonies- Neu-Ulm Spartans empfangen am Samstag um 16 Uhr die Fulda Saints – Aufstiegschance GFL2.
- Modus „jeder gegen jeden“ mit Leonberg Alligators, Entscheidung fällt in drei Spielen.
- Fulda ist ungeschlagen mit zehn Siegen, Spartans sehen Rivalen als Favorit.
- Coach Daniel Koch fordert Fokus und Disziplin, Heimkulisse soll Vorteil bringen.
- Parallel läuft das „Final 6“ der DFFL2 ab 10 Uhr, Eintritt frei, Finale gegen 15.50 Uhr.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Weit über 1000 Zuschauerinnen und Zuschauer sollen es am Samstag (9. September/16 Uhr) werden. Für das wohl wichtigste Heimspiel der Vereinshistorie hoffen die Neu-Ulm Spartans auf die ganz große Kulisse. Am Muthenhölzle haben die American Footballer des TSV die Fulda Saints zu Gast. Regionalliga-Meister gegen Regionalliga-Meister: Es gibt Playoff-Football im Dietrich-Lang-Sportzentrum.
Der Gewinner hat beste Chancen auf den Aufstieg in die zweite Bundesliga (GFL2). Beschlossen wäre er am Samstag aber noch nicht. Ein weiterer Regionalliga-Meister mischt im Modus „einmal jeder gegen jeden“ in den Entscheidungsspielen mit: die Leonberg Alligators. Am 19. September kommt es zum Duell der Saints gegen die Alligators. Eine Woche später treffen die Spartans auswärts auf das Team aus dem Großraum Stuttgart. Dann wollen die Neu-Ulmer im Optimalfall feiern.
Fulda Saints bisher ungeschlagen
„Zwei Städte. Ein Ziel: Der Aufstieg“, lautet das Motto der Spartans unmissverständlich. 2012 von Spielern der Ulm Sparrows und der Neu-Ulm Barracuda gegründet, können die Footballer zum Abschluss der bereits besten Saison der Vereinsgeschichte erstmals den Sprung in die Zweitklassigkeit schaffen. Als prägende Figur seit der Gründung ist Daniel Koch dabei. Aktuell ist er Sportdirektor und Cheftrainer.
Den Druck sieht Koch trotz des ausgerufenen Ziels nicht bei sich. „Schaut man sich allein die Ergebnisse an, ist Fulda der klare Favorit“, sagt der Headcoach. Zehn Spiele, zehn Siege. Selbst gegen den Tabellen-Zweiten Marburg und den Drittplatzierten Bad Homburg feierten die Saints klare Erfolge. „Enge Ergebnisse wie bei uns gegen die Rams zum Beispiel gab es da nicht. Das kann bedeuten, dass Fulda sehr stark ist; andererseits war unsere Liga, die Regio Süd, vielleicht kompetitiver.“
Die Vorbereitung auf die entscheidenden Wochen sei gut verlaufen, heißt es von den Spartans, deren Spieler fünf Wochen Spielpause hatten. „Wir müssen gegen Fulda fokussiert, diszipliniert und selbstbewusst spielen. Dass wir dieses Jahr schon ein paar enge Matches hatten, hilft da wahrscheinlich“, sagt Koch. „Dass wir zwischen unseren beiden Spielen wieder eine Woche Pause haben, bevor wir in Leonberg antreten müssen, kommt uns gelegen.“
Zunächst müssen die Spartans Fulda schlagen. Die lautstarke Unterstützung der Zuschauerinnen und Zuschauer kann den Unterschied machen. Berühmt aus der NFL ist die Geräuschkulisse bei gegnerischen Spielzügen, um es der Gäste-Mannschaft so schwer wie möglich zu machen. Kickoff ist um 16 Uhr. Der Eintritt beträgt acht Euro.
Final 6 der zweiten Flag-Football-Liga
Parallel richten die Neu-Ulm Spartans das „Final 6“ der Deutschen Flag Football Liga 2 (DFFL2) aus. Es treffen aufeinander: die sechs Top-Teams der vier bundesweiten DFFL2-Divisionen (Nord-Ost, West, Süd-West und Süd-Ost). Neben dem offiziellen Meistertitel der 2. Liga geht es vor allem um das Erreichen der Startplätze für das Oberhaus, die höchste deutsche Flag-Football-Liga (DFFL1). Die sechs qualifizierten Teams nach dem Abschluss der regulären Saison:
– SV Rot-Weiß Viktoria Mitte 08 (The Programm Berlin)
– Bedburg Raccoons
– Regensburg Phoenix
– Munich Spatzen 2
– Heidelberg Hunters
– Darmstadt Diamonds
Der erste Kickoff ist hier für 10 Uhr vorgesehen. Insgesamt stehen elf Spiele auf zwei Spielfeldern auf dem Programm. Das Finalspiel findet voraussichtlich ab 15.50 Uhr statt.
Die Spartans-Verantwortlichen freuen sich über das offensichtliche Vertrauen, welches verbunden ist mit dem Zuschlag für dieses Event. Und: „Dass wir das ‚Final 6‘ nach Neu-Ulm holen können, freut uns riesig. Wir werden als Abteilung was zu stemmen haben, aber: Für uns ist das eine tolle Gelegenheit, dem sportinteressierten Publikum Flag Football, neuerdings olympische Sportart, auf hohem Niveau hier in der Region zu zeigen“, sagt Frank Brenner.
Auch vonseiten der Liga blickt man mit Vorfreude auf das „Final 6“ in Neu-Ulm: „Die Neu-Ulm Spartans bieten mit ihrer Sportanlage und der vorhandenen Infrastruktur beste Voraussetzungen, um dem ‚Final 6‘ einen passenden Rahmen zu geben“, verteilt Ligaobmann Nils Just Vorschuss-Lorbeeren, und er fährt fort: „Die Mannschaften und die Verantwortlichen sowie die Zuschauerinnen und Zuschauer dürfen sich auf garantiert spannende Spiele und eine großartige Atmosphäre in Neu-Ulm freuen.“
Wer Flag Football noch nicht kennt, bekommt beim „Final 6“ eine gute Gelegenheit, die Sportart kennenzulernen. Gespielt wird mit vielen Elementen, die man aus dem American Football kennt – allerdings ohne Tackling. Stattdessen tragen die Spielerinnen und Spieler sogenannte Flags am Gürtel. Wird eine davon von der gegnerischen Mannschaft gezogen, ist der Spielzug beendet. Bei den Olympischen Sommerspielen 2028 in Los Angeles wird Flag Football erstmals Teil des olympischen Wettkampfprogramms sein. Der Eintritt zum „Final 6“ ist frei.


