: Von Schürzen und Torschützinnen: Wie Margarethe Holl aus Illertissen zur Nationalmannschaft kam
Noch bevor der DFB am 31. Oktober 1970 den Frauen das Spielen wieder erlaubte, kickt Margarethe Holl aus Tiefenbach bei Illertissen mit Bad Neuenahr bei der ersten WM in Italien. Über Anfänge, Vorbehalte und Klischees.
In Italien fand im Sommer 1970 die erste, inoffizielle Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen statt. Ein Reporter der Bild-Zeitung war vor Ort und berichtete über die „Fußball-Amazonen“ des SC Bad Neuenahr, die für Deutschland bei der WM mitspielten. Der DFB erlaubte den Frauenfußball erst Monate später.
Matthias Kessler
Margarethe Holl aus dem Landkreis Neu-Ulm gehörte der ersten inoffiziellen Nationalmannschaft der Frauen an. Sie spielte für den SC 07 Bad Neuenahr, der bei der WM 1970 in Italien antrat.
Matthias Kessler
Ende der 1960er Jahre nahmen einige Vereine ihre Anfänge. Der „Damenfußballclub Illertissen“ wurde im August 1967 gegründet.
MATTHIAS KESSLER
Ihr italienischer Spielerpass (l.) und ein Bild aus den Anfängen: Zwei von vielen Erinnerungsstücken, die Margarethe Holl archiviert hat.
Matthias Kessler
Nationalspielerin Dzsenifer Marozsán zählt mit mehr als 300 000 Euro Jahresgehalt zu den bestbezahlten, deutschen Fußballerinnen. Sie spielt in Frankreich für Olympique Lyon.