Fußball: Oberliga-Teams atmen auf: Kein Startrecht für Heidenheims Zweite

Kein neuer Konkurrent für den Göppinger SV um Kapitän Filip Milisic: Der FC Heidenheim darf nicht mit einer zweiten Mannschaft in der Oberliga an den Start gehen.
Jani Pless/Eibner- Oberliga BW verweigert FCH II Startrecht in der 5. Liga zur kommenden Runde.
- Antrag scheiterte an Präsidenten Schöck, Zimmermann und Brandt.
- Für Starterlaubnis wäre eine Statutänderung nötig gewesen.
- Mehrheit der Oberligisten dagegen; Verweis auf KSC II und Abstiegssorgen.
- FCH kann Verbandsliga-Antrag stellen; Sanwald hält das für wenig sinnvoll.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Gute Nachrichten für die meisten Teams in der Fußball-Oberliga: Die Gesellschafterversammlung der 5. Liga Baden-Württembergs hat entschieden, dass der FC Heidenheim zur kommenden Runde keine zweite Mannschaft in der Oberliga ins Rennen schicken darf. Der entsprechende Antrag des Bundesligisten wurde von den drei Präsidenten der baden-württembergischen Fußballverbände, Matthias Schöck (Württemberg), Ronny Zimmermann (Baden) und Reinhold Brandt (Südbaden), abgelehnt. Um dem FCH II eine Starterlaubnis in Liga fünf zu erteilen, hätte das Ligastatut geändert werden müssen. Die Gesellschafterversammlung entschied sich an diesem Freitag dagegen.
Mit der Meldung einer U21 in der Oberliga zur Saison 2026/27 wollte der abstiegsgefährdete Bundesligist dem eigenen Nachwuchs ermöglichen, sich im ambitionierten Herrenfußball zu bewähren und sich unter Wettkampfbedingungen sportlich weiterzuentwickeln.
Vor der endgültigen Entscheidung wurde zunächst die Meinung der Oberligisten abgefragt. Auch die Fachgruppe Spielbetrieb beschäftigte sich mit dem Thema. Die große Mehrheit der Fünftligisten sprach sich gegen den Einstieg des FCH II in die Oberliga aus. „Es gibt Teams, die seit Jahren versuchen, von der Verbands- in die Oberliga aufzusteigen. Warum sollte Heidenheim direkt in der Oberliga einsteigen?“, fragte sich beispielsweise Göppingens Trainer Gianni Coveli, „die neue Mannschaft sollte sich das erarbeiten, alles andere wäre ungerecht.“
Gleichbehandlung mit dem Karlsruher SC
Ein weiteres Argument für die erheblichen Bedenken der Vereine war der mit der Aufstockung der Liga verbunden gewesene verschärfte Abstieg. Die Fachgruppe Spielbetrieb folgte der Auffassung der Oberligisten in Teilen und sah es zudem als problematisch an, nun eine solche Möglichkeit zu schaffen, nachdem der Karlsruher SC II zur Saison 2024/25 in der Verbandsliga Baden starten musste und sich erst so sportlich für die Oberliga qualifizieren konnte. Dieses Argument hatte auch Coveli vorgetragen.
Der FCH hätte nun die Möglichkeit, beim Württembergischen Fußballverband einen Antrag auf Aufnahme einer neuen zweiten Mannschaft in die Verbandsliga zu stellen. Allerdings hatte Heidenheims Vorstandsvorsitzende Holger Sanwald dieser Tage bereits angedeutet, dass ein Start in der Verbandsliga wenig Sinn ergebe. Wie sich die Ostälbler nun entscheiden, ist noch unklar.
