Fußball-Oberliga: Göppinger Absturz perfekt

Max Ziesche jubelt über seinen Treffer zum 2:0 gegen Denzlingen. Der Sportverein schlug die Gäste mit 5:0.
Jani Pless/Eibner- Göppingen steigt trotz 5:0 gegen Denzlingen aus der Oberliga in die Verbandsliga ab.
- Parallel siegte Neckarsulm 5:3 beim Karlsruher SC II – damit war der Abstieg besiegelt.
- Lekaj traf zum 1:0, Ziesche erhöhte, Dicklhuber erzielte kurz vor der Pause das 3:0.
- Udogu legte zum 4:0 nach, Anicic stellte in der 90. Minute auf 5:0.
- Fans hofften auf Hilfe aus Karlsruhe, blickten ständig auf den Liveticker.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Rund um das Stadion an der Hohenstaufenstraße hofften alle Fans des Sportvereins auf das „Wunder von Göppingen“, sprich den Klassenerhalt in der Fußball-Oberliga. Doch am letzten Spieltag zerplatzten die Hoffnungen wie Seifenblasen: Die Rot-Schwarzen gewannen zwar ihr Heimspiel gegen Denzlingen mit 5:0. Doch weil zeitgleich Abstiegskonkurrent Neckarsulm beim Karlsruher SC II mit 5:3 gewann, muss der Sportverein in die Verbandsliga runter.
Von Beginn an drückte der Sportverein aufs Tempo und schnürte das Schlusslicht in dessen Hälfte ein. Schon in der vierten Minute hatte Kapitän Filip Milisic die erste Kopfballchance, doch FCD-Torhüter war Mehmet Demirdögen war auf dem Posten. Sechs Minuten später landete ein abgefälschter Schuss von Göppingens Routinier Kevin Dicklhuber bei Gentian Lekaj, der vor dem Gäste-Kasten cool blieb und den Ball zum 1:0 einschob (15.).
In der 23. Minute mussten die 500 Zuschauer im Stadion an der Hohenstaufenstraße kurz die Luft anhalten, als Denzlingens Neven Ivancic per Kopf GSV-Torwart Matthias Layer prüfte. Doch von da an spielten nur noch die Hausherren. Stürmer Max Ziesche, der zum ersten Mal seit seiner Verletzung wieder in Göppingen auf dem Platz stand, erzielte mit einem satten Schuss im Strafraum das beruhigende 2:0 (29.). Nach zwei weiteren guten Gelegenheiten durch Dicklhuber, der sein letztes Spiel im rot-schwarzen Trikot machte – er wechselt zum TSV Ottenbach – und nur den linken Pfosten traf (44.) und durch Lekaj, dessen Schuss vom Gästekeeper pariert wurde, traf Dicklhuber in der Nachspielzeit zum 3:0-Pausenstand.
Bange Blicke auf den Liveticker
Spätestens zu diesem Zeitpunkt war die Partie gelaufen und Blicke richteten sich mehr auf den Liveticker vom Parallelspiel in Karlsruhe, in dem die Gastgeber zur Halbzeit mit 2:1 führten. Zu diesem Zeitpunkt hätte der Sportverein den Abstieg zumindest verschoben.
Im zweiten Durchgang agierte der Tabellenletzte deutlich zielstrebiger und hatte in den Anfangsminuten gleich zwei dicke Chancen, doch Torhüter Layer war zur Stelle. In der 67. Minute erhoben sich die Fans auf der Tribüne, denn Dicklhuber wurde nach sieben Jahren im GSV-Dress ausgewechselt und mit viel Beifall verabschiedet. Der zweite Jubelsturm brach kurz danach aus, als der Stadionsprecher das 3:1 des KSC II gegen Neckarsulm durchsagte.
Die Begegnung war danach ausgeglichen, bis zur 78. Minute, als der eingewechselte Philip Udogu das 4:0 erzielte. In der 90. Minute markierte der ebenfalls eingewechselte Stevan Anicic zum 5:0-Endstand.
